Als ich im letzten Jahr einen Rückblick auf mein sportliches Jahr geworfen habe, habe ich dort geschrieben, dass ich ein wenig frustriert bin und „in den letzten Wochen des Jahres meiner Form ein wenig hinterher laufe. Aber ich bin optimistisch!“. Und der Optimismus hat sich gelohnt! Das Sportjahr 2017 ist zwar nicht ganz so gelaufen wie ich es erwartet habe, aber doch sehr erfolgreich!

Bestzeit und Himmelsscheiben-Medaille!
Bestzeit und Himmelsscheiben-Medaille!

Ein bisschen weniger erfolgreich war ich bei meiner Artikelserie „Running Research – Denken beim Laufen“. Wissenschaftliche Themen die einem beim Laufen begegnen, gibt es natürlich nach wie vor genug. Aber wie für so viele andere Sachen hat mir auch dafür 2017 die Zeit gefehlt. Gerade mal zwei neue Artikel habe ich für diese Serie verfassen können:

Der Zeitmangel hat sich auch in sportlicher Hinsicht durchgesetzt. Ich konnte 2017 an deutlich weniger Laufwettbewerben teilnehmen als im Jahr davor. Sechs Stück waren es, aber bei immerhin vier davon habe ich persönliche Bestzeiten aufgestellt! Meine Marathonbestzeit konnte ich im Frühjahr zuerst auf 3 Stunden 26 Minuten verbessern und dann beim sehr schönen Himmelswegelauf nochmal um eine Minute nach unten drücken (trotz Gegenwind). Zwischendurch habe ich beim Wings-for-Life-Run in Wien meine Zeit für 30 Kilometer auf 2 Stunden 17 Minuten und 35 Sekunden verbessert. Und im Herbst beim Jenaer Sommernachtslauf endlich auch einmal die 10 Kilometer nach 39 Minuten 45 Sekunden beendet und das erste Mal eine Pace von 3:59 min/km über diese Distanz durchgehalten. Beim Usedom-Marathon im Herbst haben mich dann nicht nur Gegenwind und Küstenhügel gequält sondern auch die Erschöpfung – aber zwei Marathon-Bestzeiten in einem Jahr sind ja durchaus ok!

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Meine vielen Reisen im Jahr 2017 haben mein Training etwas chaotisch werden lassen. Beziehungsweise bin ich halt gelaufen, wann ich konnte und hab aufs beste gehofft 😉 Aber irgendwie hab ich die Zeit fürs Laufen doch erübrigen können und am Ende mit insgesamt 4113 Kilometern auch das erste Mal die 11 Kilometer Durchschnittsdistanz pro Tag überschritten. Das Radfahren fiel dagegen ein wenig mau aus – aber dank meiner Sommerurlaubstour von Osttirol nach Wien kamen am Ende immerhin noch 1491 Kilometer zusammen (und vom Schwimmen schreibe ich lieber nichts; 1000 Meter während eines kurzen Schwimmbadbesuchs im Juni – mehr war da nicht).

laufen2017bild2

Mein Plan, beim Saalecup endlich auch mal in die Top-3 meiner Altersklasse zu laufen ist dagegen spektakulär gescheitert. Aber gut, von den 12 Rennen der Serie konnte ich aus Zeitmangel nur an einem einzigen teilnehmen – da war nun wirklich nicht viel zu erreichen 😉

Dafür gibt es aber demnächst ja 2018! Einen Silvesterlauf habe ich mir dieses Jahr nicht aufs Programm gesetzt (ich muss heute Abend noch arbeiten) – aber ich bin sicher, dass 2018 jede Menge interessante Läufe auf Vorrat hat. Wie üblich hab ich noch keine Ahnung, welche Wettbewerbe mein Terminkalender mir erlaubt. Ich hoffe, dass ich es vielleicht mal zum Hamburg-Marathon schaffe. Vielleicht kriege ich es auch endlich mal hin, an einem echten Ultralauf teilzunehmen (die Horizontale in Jena ist zwar als Wanderung wirklich nett, aber Läufern begegnet man da in den letzten Jahren so unfreundlich, dass ich mir eine erneute Teilnahme sparen möchte). Der Lüneburger Heidelauf klingt nett…

Vielleicht finde ich auch ein paar ganz neue Läufe – die großen Wettbewerbe kann man in den einschlägigen Medien ja überall finden. Aber wenn ihr ein paar Geheimtipps habt: Immer her damit! Ich wünsche euch allen ein gesundes und sportliches Jahr 2018!

10 Gedanken zu „Bestzeiten und Zeitmangel: Der sportliche Rückblick auf das Jahr 2017“
  1. Die km-Angaben liegen fast in allen Monaten deutlich über den Zahlen für mein Auto.
    Was ich mir nicht irgendwie ökologisch-bewusst hoch anrechne, ich bin dieses Jahr irgendwie nicht weggekommen Oder wurde mitgenommen.

  2. Glückwunsch zu den Zeiten. Eine schöne Konstanz im Umfang, da geht sicher noch mehr. Für Geheimtipps bin ich zu lange aus der Laufszene raus und im Trimm-Trab-Bereich (das Alter, die Knochen usw.) angesiedelt. Viele der alten Tipps gibt es nicht mehr und Stadtmarathonläufe waren nie mein Ding. Viele kleine Läufe sind ja unter die Räder gekommen.

  3. Hi Florian,
    tolle läuferische Entwicklung! Falls es dich mal ins Schwabenland verschlägt, kann ich dir den Schwäbische Alb Marathon (mit 25 oder 50km) über die drei Kaiserberge empfehlen! Termin sollte Ende Oktober sein.

    Viel Erfolg in 2018!
    Grüße, Matthias

  4. Na dann möchte ich doch die Gelegenheit nutzen und dir den „Ahrathon“ empfehlen durch die wunderschönen Weinberge des Ahrtals. Du kannst 21 oder 42 km laufen. Durchaus anspruchsvolles Streckenprofil. Wein gibt’s selbstverständlich auch ausreichend. 😉
    Grüße

  5. Uiiii!
    Soviel wie du in einem Monat läufst, bin ich im Jahr gelaufen.
    Naja, jede Erkältung hält mich einen Monat auf. Dann war mein Knie im Eimer.
    Empfehlung: Stadtwerke Europalauf in Neustadt, geht an der Uferpromenade lang.
    Das wars auch schon, ich laufe max 10 km.
    Beim Baden-Marathon würde ich nicht mitlaufen, zuviel Asphalt.

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