Endlich komme ich mal wieder nach Hamburg! Ich freue mich, dass ich am 15. August 2017 im Rahmen von „Skeptics in the Pub Hamburg“ einen Vortrag halten werde. Das Thema lautet „Wie viel Astronomie steckt in einem Glas Bier?“ und so lautet die offizielle Ankündigung:

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Die beste Strategie gegen Pseudowissenschaft ist die Verbreitung von echter Wissenschaft! Je mehr Menschen wissen, desto weniger Unsinn glauben sie. Der berühmte Blogger, Autor und Astronom Florian Freistetter zeigt uns an diesem Abend, das die echte Wissenschaft überall in unserem Alltag steckt – man muss nur seine Augen aufmachen und findet sie überall. Sogar die Astronomie!

Astronomie ist die Wissenschaft der Sterne und des Weltraums. Aber Astronomie muss nicht zwingend immer weit entfernt stattfinden. Astronomie beschäftigt sich zwar durchaus mit fernen Galaxien, dem Urknall, schwarzen Löchern und anderen Dingen, die mit unserem Alltag nichts zu tun haben. Aber astronomische Phänomene findet man auch überall in unserem alltäglichen Leben. Man muss die Welt nur auf die richtige Art und Weise betrachten. Dann entdeckt man das Universum überall. Auch in einem Glas Bier, das uns zeigt, wie die Erde entstanden ist und von den großen Katastrophen der Vergangenheit erzählt. Im Bier steckt das Wissen um die Entstehung von Atomen, das Feuer der Sonne und selbst bei der Suche nach außerirdischen Lebensformen kann es uns behilflich sein. Astronomie ist überall – nicht nur im Weltraum! Jeder, der dem beiwohnen möchte, ist herzlich eingeladen!

Ich habe dieses Thema ganz bewusst für die „Skeptics in the Pub“-Reihe ausgewählt. Bei meinem letzten Besuch dort habe ich ja noch über ein „klassisches“ Skeptiker-Thema gesprochen („Was ist dran an der Astrologie?“). Aber so interessant und wichtig die Beschäftigung mit Esoterik und Pseudowissenschaft auch ist: Noch für viel wichtiger halte ich es, sich mit echter Wissenschaft zu beschäftigen! Denn man kann noch so viel Argumente gegen Astrologie, Kreationismus, Homöopathie, etc verbreiten: Am Ende wird man diejenigen die fest an solchen Unsinn glauben sowieso nicht davon abbringen können. Das einzige was wirklich funktioniert ist dafür zu sorgen dass die Menschen erst gar nicht auf diesen Quatsch reinfallen. Und das geht nur wenn man ausreichend Ahnung von der echten Wissenschaft hat. Diese Ahnung kann man natürlich durch ein entsprechendes Studium an einer Universität bekommen. Das ist aber nicht unbedingt nötig. Die Wissenschaft ist überall; überall in unserem Alltag und man kann sich überall mit ihr beschäftigen, auch ohne ein offizieller „Experte“ zu sein. Und genau das will ich mit meinem Vortrag in Hamburg zeigen: Selbst so etwas profanes wie ein Glas Bier kann Ausgangspunkt für eine faszinierende Reise durch die ganze Wissenschaft sein. Das, was in den schwarzen Löchern ferner Galaxien passiert hat ganz konkrete Auswirkungen auf das Bier, das wir hier auf der Erde trinken. Genau so wie das, was in der fernen Vergangenheit des Sonnensystems passiert ist. Oder das, was unmittelbar nach dem Urknall stattgefunden hat.

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Wer einmal die Faszination echter Wissenschaft kennengelernt hat wird so schnell nicht auf den gefakten Tiefsinn esoterischer Weltanschauungen hereinfallen! Ich hoffe, dass ich euch das in meinem Vortrag in Hamburg vermitteln kann. Los geht es um 19.30 im Centro Sociale (Sternstraße 2, 20357 Hamburg). Der Eintritt ist frei – und ich hoffe, wir können bei einem oder zwei Bieren über das Universum plaudern!

17 Gedanken zu „Echte Wissenschaft vs. Esoterik: Ich halte einen Vortrag in Hamburg!“
  1. Nach dem ich einen interessanten Beitrag aus dem Bereich Quantenphysik gelesen und den Autor dabei „ins Herz geschlossen“ hatte, bin jetzt überrascht, aus der gleichen Feder Kritik an Esoterik und Homöopathie zu lesen. Selbst die Charité in Berlin hat speziell ausgebildete Mitarbeiter, die ganz gezielt durch Handauflegen während der OP den Operationsverlauf positiv beeinflussen und auch nach der OP die Wundheilung per Handauflegen beschleunigen.
    Wie das Ganze funktioniert ist sicher nach wie vor mystisch und auf Basis unserer klassischen Wissenschaften nur bedingt erklärbar. Wer allerdings einmal persönlich erlebt hat, dass die Schulmedizin nichts für einen Patienten tun konnte, ihn aufgegeben und nur noch ein kurzes Restleben prognostiziert hat und dann ein Heilpraktiker mit seinen Methoden seiner Berufsbezeichnung entsprechend wirklich vollständige Heilung erreicht hat, der weiß, dass gerade in diesem Bereich die Wissenschaft in Zukunft noch unvorstellbar viel entdecken und hinzulernen kann und auch wird. Unser Verständnis davon, wie unser Universum aufgebaut ist und wirklich funktioniert, wird sich in den kommenden 10 – 20 Jahren grundlegend ändern, davon bin ich überzeugt.
    Ich vergleiche das für mich gern mit dem Erkenntnisschritt, dass unsere Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist, und dass sich nicht alles um die Erde dreht sondern die Erde nur ein winziges Staubkorn in einem uns unendliche erscheinenden Universum ist. Damals hat dieser Schritte noch mehrere Jahrhunderte in Anspruch genommen. Aber wir wissen ja, wie rasant Forschung und Entwicklung heute voran schreiten.
    Beste Grüße
    Manfred

  2. @Manfred Zwarg:

    Nach dem ich einen interessanten Beitrag aus dem Bereich Quantenphysik gelesen und den Autor dabei “ins Herz geschlossen” hatte, bin jetzt überrascht, aus der gleichen Feder Kritik an Esoterik und Homöopathie zu lesen.

    Esoterik heißt alles und nichts, und Homöopathie ist eine vorgebliche Therapieform, deren Erfolg sich streng nach der „Reinen Lehre“ von Samuel Hahnemann heutzutage bei den allermeisten Menschen sowieso nicht einstellen dürfte. Grund: Diverse Zusatzanforderungen des Erfinders widersprechen der modernen Lebensweise, sollten aber seiner Meinung nach einen Therapieerfolg verhindern.

    Nun gut, dass Homöopathie ihre Erfolge feiern kann, sei unbestritten. Nur ist dir hoffentlich bewusst, dass bislang noch niemals der Nachweis gelungen ist, dass Homöopathie besser wirken könnte als der Placebo-Effekt? Das legt die Vermutung nahe, dass alle Heilungserfolge der Homöopathie eben nichts anderes sind als der Placebo-Effekt.

  3. So, so die altehrwürdige Charité in Berlin. Solch einen bekannten Namen braucht man natürlich für derartige Behauptungen. St. Anna Krankenhaus in Wanne-Eickel zieht da nicht so richtig. Warum finde ich auf der website der Charité keine Informationen über diese „Behandlungen“?

  4. @ M. Zwarg #9
    „wir wissen ja, wie rasant Forschung und Entwicklung heute voran schreiten.“
    Wir ja, du offenbar nicht. Nimm die Ergebnisse dieser Forschung gefälligst auch zur Kenntnis! Homöopathie hat nachweislich keine Wirkung, die über den Placeboeffekt hinausgeht und widerspricht den Naturgesetzen. Daran wird sich auch in den nächsten 20 Jahren nichts ändern.

  5. @ Manfred Zwarg
    Danke für das Bullshitbingo-Training. Ich habe fast einen Schein vollbekommen. Dazu hätte noch gefehlt, dass du die Quantenmechnik vergewaltigst. Vielleicht beim nächsten Mal.
    Die angebliche Studie über Reiki an der Charité würde mich interessieren. Ich finde nur Querverweise auf diversen Quackseiten. Gibt es auch seriöse Quellen?

  6. @ Joseph Kuhn
    Herzlichen Dank für den Link. Ich habe mir schon so etwas gedacht. Nicht zu fassen dieser Blödsinn.

    @ RainerO
    Seriöse Quellen für Bullshit? Die interessieren mich auch.

  7. @ Timeout
    Auf den Quackseiten wird behauptet, es gäbe eine Studie zur Reiki-Behandlung in der Charitè. Diese Studie will ich sehen und finde dazu keine seriösen Quellen. Entweder suche ich falsch (z.B. auf der Charitè Homepage steht nichts), oder es gibt sie gar nicht.

  8. Das war ja mal wieder ein netter Sommerabend.
    Danke für den interessanten Vortrag (die Fragerunde war auch sehr aufschlussreich – viele Fragen hätte ich als Stammleser zumindest ansatzweise beantworten können, da hab ich gesehen, wie viel man hier lernt!) und gute Gespräche beim Bier danach :))
    (Auch wenn das Hatari um die Zeit keine Schnitzel mehr servierte …)

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