Die Viadrina in Frankfurt an der Oder macht wieder einmal Schlagzeilen. Im Zuge der Berichterstattung über Harmut Müller, ein wegen Betrug angeklagter und derzeit flüchtiger Pseudowissenschaftler, der sich das sogenannte „Global Scaling“ ausgedacht hat, sind auch die seltsamen Umtriebe der Viadrina wieder einmal thematisiert worden. Denn dort gibt es einen Studiengang „“Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin“ und früher sollten da auch einmal Inhalte der Global-Scaling-Theorie (und jede Menge andere esoterische Lehren) gelehrt werden. Später hat hat man dann die ärgsten pseudowissenschaftlichen Inhalte doch wieder aus dem Lehrplan genommen. Die Thesen des Global Scaling fanden aber trotzdem noch indirekt einen Platz am „Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften„. Institutsleiter Professor Harald Walach sagte zwar kürzlich zur FAZ, dass Global Scaling ein „vollkommene[r] Schmarrn“ sei, außerdem „kenne [ich] mich damit nicht aus, und es ist mir auch zu kompliziert.“. Das hat ihn aber nicht daran gehindert, eine auf Prinzipien des Global Scaling basierende Masterarbeit zu betreuen und sie später als „hervorragende experimentelle Arbeit“ zu bezeichnen. Verständlicherweise ist Professor Walach verärgert über die Kritik an seinem Institut und wehrt sich. Allerdings auf ganz besondere Art und Weise. Er vergleicht die Kritiker mit „Inquistoren“ und wirft ihnen vor, die Wissenschaft zur Religion zu machen.


In seinem Text zur Rechtfertigung der kritisierten Masterarbeit erklärt Walach, dass sich niemand anmaßen dürfe zu definieren, was Wissenschaft ist. Und diejenigen, die nun die Masterarbeit, ihn und sein Institut kritisieren, seien nur „Glaubenswächter“, die Wissenschaft zu ihrer Religion erkoren haben, diese Religion rein halten wollen und alles Unbekannte gnadenlos ausgrenzen:

„Was diesen Inhalten widerspricht, wird ausgegrenzt und verfolgt. Dann müssen Worthülsen herhalten, deren mächtigste, weil am wenigsten reflektierte der Begriff „unwissenschaftlich“ ist, gleich danach kommt „esoterisch“.“

Bestimmen zu wollen, was Wissenschaft ist, sei „diktatorisch“. Und

„Neu-Szientisten, die selber nichts zur Wissenschaft beitragen, sollen nach meinem Dafürhalten nicht den Diskurs darüber bestimmen, was Wissenschaft ist, sondern das denen überlassen, die Wissenschaft betreiben.“

Schließlich stellt er die Frage:

„Was entscheidet dann, was wissenschaftlich ist?“

Diese Art der Verteidigung von Walach war vorhersehbar. Auf die konkrete Kritik an der Masterarbeit (dazu später mehr) wird nicht eingegangen. Die Kritiker werden einfach pauschal als diktatorische Inquisitoren bezeichnet, die die freie Entfaltung der Wissenschaft behindern wollen. Wissenschaft sei zur Religion geworden und mutige Forschungsrebellen wie die Leute von Walachs Institut müssen sie jetzt vor den dogmatischen Glaubenswächtern schützen. „Wir scheuen uns am IntraG nicht, uns auch mit dem, wovon andere die Finger lassen, wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Wer uns hier unwissenschaftliches Vorgehen vorwirft, versteht nichts von Wissenschaft und hat die betreffende Arbeit von Herrn Conrad nicht gelesen: Die Tatsache, dass die Arbeit Kozyrev widerlegt ist von den aufbrausenden Kritikern offensichtlich übersehen worden“ schreibt Walach in einer anderen Replik.

Dabei scheint er aber eines übersehen zu haben. Die Kritik stört sich nicht daran, dass an der Viadrina „komische“ Themen erforscht werden sollen. Außergewöhnliche Thesen aufzustellen und neue Wege zu gehen ist Teil der normalen wissenschaftlichen Arbeit. Es ist auch egal, zu welchem Ergebnis die Masterarbeit kommt. Es geht um die Art und Weise wie am Insitut von Herrn Walach geforscht wird. Denn – um die Frage von vorhin zu beantworten – entscheidend für die Wissenschaftlichkeit einer Arbeit ist die Art und Weise wie sie durchgeführt wurde. Und das, was da abgeliefert wurde, hat mit wissenschaftlicher Methodik nichts zu tun. Dazu muss man nur einen Blick in die Arbeit werfen. Das habe ich getan.

Verfasser der Masterarbeit ist Peter Conrad, ein Orthopäde aus Berlin. Der Titel seiner Arbeit lautet „Der Kozyrev-Spiegel in der Praxis“. Gleich im ersten Satz bezieht Conrad sich auf den Global-Scaling-Erfinder Hartmut Müller:

„Mein erster Kontakt mit dem Namen Kozyrev stammt aus dem Artikel „Die globale Zeitwelle“ von H. Müller.“

Die ganze Arbeit dreht sich um eine sogenannte „Kozyrev-Kamera“ bzw. einen „Kozyrev-Spiegel“. Das ist eine Apparatur (im wesentlich eine große Röhre aus Aluminium) in deren Inneren seltsame Dinge passieren sollen. Der Kozyrev-Spiegel soll auf den Theorien des russischen Physikes gleichen Namens basieren, der sehr unorthodoxe Gedanken über die Zeit entwickelt hatte. Über die „Zeitwellen“ wird daher in der Masterarbeit viel geredet. Zum Beispiel in dieser Erklärung für die Funktionsweise der Kozyrev-Kamera:

„Wahrscheinlicher ist jedoch, daß dieser temporale Effekt, ebenso wie die Funktionsweise der Kosyrev-Kamera nicht auf einer Abschirmung lokaler Wellen vom Einfluß der globalen Zeitwelle beruht (wie bisher vermutet), sondern umgekehrt, die Kosyrev-Kamera bzw. die Metallplatten des Kondensators lokale Zeitwellen kurz schließen, so daß nur noch der Einfluß der globalen Zeitwelle übrig bleibt.“

Das klingt natürlich alles erst mal enorm beeindruckend. Aber es wird noch besser:

„Ein Kozyrev-Spiegel ist eine Aluminium-Konstruktion, welche in ihrem Inneren nach Aussage der Nowosibirsker Wissenschaftler Prof. Kaznacheev und Prof.
Trofimov einen Raum-Zeit-Kanal öffnen kann. „

Da bastelt also ein Berliner Orthopäde im Rahmen einer Masterarbeit an einem kulturwissenschaftlichen Institut ein Gerät, mit dem ein Tunnel in der Raum-Zeit geöffnet werden kann! Gut, ich habe vorhin festgestellt, dass es nicht so sehr auf das Thema ankommt, sondern die Art und Weise, wie man damit umgeht. Insofern kann man nicht ausschließen, dass ein Orthopäde im Rahmen einer Masterarbeit an einem kulturwissenschaftlichen Institut die gesamte moderne Naturwissenschaft revolutioniert. Aber Wissenschaft ist etwas, das nicht isoliert da steht. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse müssen zu den bestehenden Erkenntnissen passen. Eine neue, bessere Theorie muss auch all das erklären können, was die alten Theorien erklären konnten. Einsteins Relativitätstheorie konnte all das, was Newtons Gravitationstheorie konnte. Einstein hat Newton nicht widerlegt, sondern erweitert und korrigiert. Um das tun zu können, musste Einstein natürlich auch Ahnung von Newtons Theorie haben. Wenn man nun also mit „Zeitwellen“ und „Raum-Zeit-Tunneln“ arbeitet, dann sollte man eigentlich eine solide Ausbildung in theoretischer Physik haben um überhaupt erstmal zu wissen, mit was man es zu tun hat. Und um zu wissen, wie der aktuelle Stand der Forschung in Sachen Raum-Zeit ist. Den muss man berücksichtigen. Ansonsten begibt man sich auf das gleiche Niveau der Perpetuum-Mobile-Bauer, die in ihren Werkstätten fröhlich vor sich hin basteln und dabei die physikalischen Grundlagen völlig ignorieren.

Aber ok. Schauen wir mal weiter. Vielleicht kennt sich Peter Conrad ja ausreichend mit theoretischer Physik aus, um dieses Thema zufriedenstellend zu bearbeiten.

„Ausgangspunkt der Zeitwellen-Theorie ist die Entdeckung (Vision von) einer physikalischen Strahlung, welche alle Lebewesen und Himmelskörper aussenden. Diese Strahlung dient dem Informationsaustausch, ist eng mit der Raum-Zeit verbunden und beeinflußt alle materiellen Körper in der physikalischen Raum-Zeit.“

Ok. Anscheinend nicht. Eine „Vision“ kann zwar durchaus Ausgangspunkt wissenschaftlicher Erkenntnis sein. Eine „Vision“ ist aber definitiv keine „Entdeckung“. „Entdeckt“ hat man etwas, wenn es zweifelsfrei und objektiv nachweisbar ist. Wenn es nur als Vision in meinem Kopf existiert, dann ist es keine Entdeckung. Spätestens jetzt könnten einem ernste Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Masterarbeit kommen – und wir befinden uns erst auf Seite 3 der Arbeit…

Noch zweifelhafter wird die ganze Sache, als Conrad beschreibt, was die „Zeitwellen“ im Kozyrev-Spiegel denn nun eigentlich bewirken sollen:

„Die häufigsten Erfahrungen im Inneren des Kosyrev-Spiegels (…) beschreiben 47 Probanden aus 228 zehnminütigen Aufenthalten:
– Das Gefühl, zu fliegen 88,2 %
– Austritt in das Weltall 85,1 %
– Empfangen symbolischer Informationen 82,0 %
– Beobachtung außerirdischer Wesen 80,3 %
– Rotationsgefühl des Körpers 78,1 %
– Beobachtung von Ufos 75,4 %
– Wahrnehmung außerirdischer Konstruktionen 70,2 %
– Wahrnehmung eines äußeren Beobachters 68,0 %
– Telepathische Kontakte 55,7 %
– Wahrnehmung vergangener Lebensepisoden 40,4 %
– Furcht 34,2 %
– Beobachtung historischer Ereignisse mit ethnografischen Details 30,3 %
– Persönlichkeitsveränderungen 30,3 %“

In der Masterarbeit geht es also um die Erforschung eines Geräts, das auf einer „Vision“ basiert, das angeblich Tunnel in der Raum-Zeit öffnet und in dem man UFOs, Alienstädte und die Vergangenheit sehen kann. Nochmal: Das Thema an sich ist hier nicht das Problem (obwohl der Absurditätslevel stetig steigt…). Man kann sich auch mit UFOs, Aliens und Reisen in die Vergangenheit wissenschaftlich beschäftigen. Über Tunnel durch die Raum-Zeit sind ganze Bücher geschrieben worden. Das geht alles. Aber um sich wissenschaftlich vernünftig mit solchen Themen auseinandersetzen zu können benötigt man normalerweise eine andere Ausbildung als man sie als Orthopäde typischerweise hat.

Aber lesen wir weiter und schauen wir, wie Peter Conrad dieses Wundergerät testet. Zuerst wird es gebaut – nach Maßstäben des Global Scaling:

„Einen ersten Kozyrev-Spiegel bastelte ich Ende 2008 (Abb. 1). Dieser besteht aus einer innen mit Aluminiumfolie verkleideten Plastikröhre mit einem Durchmesser von ca. 90,6 cm – einem Knotenpunkt nach Global Scaling.“

Gut. Jetzt sind wir wirklich im pseudowissenschaftlichen Bereich angelangt. Denn „Global Scaling“ hat mit Wissenschaft nichts zu tun (ich habe das hier ausführlich erklärt). Die Leute, die immer darauf pochen, dass man alles „offen“ erforschen müsse, dass man sich auch mit „ungewöhnlichen“ Themen beschäftigen solle, vergessen oft eines: Sinn und Zweck der Wissenschaft ist es, zu objektiven Erkenntnissen über unsere Welt zu kommen. Deswegen wird ja immer so sehr auf dem Wechselspiel von Theorie und Experiment, von Vorhersage und Überprüfung beharrt. Eine Theorie sollte idealerweise Vorhersagen machen, die sich überprüfen lassen. Dann kann man sie falsifizieren oder verifizieren. Und wenn eine Theorie falsifiziert ist, dann verwirft man sie. Es hat nichts mit „Offenheit“ zu tun, weiter einer widerlegten Theorie anzuhängen. Ganz im Gegenteil. Und viele „Theorien“ wie zum Beispiel das Global Scaling sind widerlegt. Wer solche „Theorien“ weiter verwendet und darauf neue „Theorien“ aufbaut, der arbeitet nicht wissenschaftlich.

Das was in der Arbeit jetzt folgt, hat aber mit Wissenschaft sowieso nur noch wenig zu tun:

„Ein Freund und Kollege verbringt seit 2 Jahren, bei fast jedem Besuch, Zeit im Kozyrev-Spiegel, um mehr Klarheit oder Hilfe bezüglich eigener Probleme und Entscheidungen zu bekommen. Mehrfach konnte er Konflikte mit, zum teil verstorbenen, Familienangehörigen klären. Er hält sich dabei oft weit mehr als eine Stunde in seinem Inneren auf bei gefühlten 15-30 Minuten.“

Auch der Autor der Masterarbeit selbst hat die Kozyrev-Röhre ausprobiert. Er erzählt wie er während eines Meditationsseminars im Zuge des Studiums an der Viadrina ein paar unklare Visionen hatte. Er konnte sich keinen Reim darauf machen und fragte seinen Professor um Hilfe:

„Prof. Walach empfahl mir die Bedeutungsfrage dieser beiden Erlebnisse doch mal im Kozyrev-Spiegel zu stellen.“

Die Masterarbeit driftet nun immer mehr in einen persönlichen Aufsatz ab. Mit wissenschaftlicher Objektivität (und Seriosität) haben solchen Passagen nichts mehr zu tun:

„Diese reine Gefühlsebene läßt sich nicht mit Worten beschreiben (das soll auch Napoleon so ähnlich empfunden haben, erzählte man mir hinterher). Am ehesten umschreiben kann man es vielleicht mit: Aufladen, wie an einem Akku – schwerelos – zeitlos – wooohlfüüühlen.“

Naja. Peter Conrad wollte nun auch noch tragbare Kozyrev-Spiegel basteln. Dazu wollte er DVDs verwenden. Denn darauf befindet sich Informtion, die durch die „geheimnisvollen Vorgänge“ in der Röhre irgendwie weiter transportiert werden können:

„Die erste Idee war, bespielte DVD´s (mit Lehrvideos, z.B. Homöopathie) als Informationsträger zu benutzen. Deshalb bastelte ich einen Kozyrev-Spiegel aus einem leeren DVD-Spender.“

Mit den neuen Spiegeln wird jetzt getestet. Verschiedene Probanden sollen Zahlen erraten. Sie sollen dabei besser „hellsehen“ können, wenn sie mit einer Kozyrev-Röhre verbunden sind. Wenn sie dagegen nur mit einer „falschen“ Röhre verbunden sind, soll nichts besonders passieren. Prinzipiell eine gute Idee. Allerdings ist schon die Auswahl der Probanden nicht sonderlich vertrauenserweckend:

„Die Rekrutierung der Probanden erfolgte aus Mitstudierenden, Verwandten, dem Bekanntenkreis und aus Patienten meiner Praxis. Einschlußkriterien waren Freiwilligkeit und weitgehende Gesundheit i.S. geistiger Zurechnungsfähigkeit sowie Volljährigkeit. Die Teilnahme von Kindern – deren Zahlenverständnis bereits vorhanden ist – bei schriftlicher Einwilligung der Eltern und offensichtlicher Bereitschaft des Kindes war möglich. So nahm ein 6-jähriges Mädchen teil und hatte Spaß dabei.“

Gut, es wurden also Tests gemacht, die Freund des Autors und das Kind hatten Spaß und am Ende gibt es viele Zahlen auszuwerten. Hat das nun geklappt mit dem Hellsehen?

„Der Kozyrev-Spiegel „verdeckt“ erreicht weder in Summation, noch in einer der Gruppen, Signifikanzniveau.“

Tja, blöd gelaufen. Selbst der Autor schaffte es nicht, mit Kozyrevs Hilfe besser hellzusehen:

„O je – ich hätte lieber nicht selbst testen sollen! … Dann hätte ich aber auch nur 13 Probanden… Also, wenn meine Intention das Testergebnis beeinflusst
hat, dann bin ich ein intentionaler Master-Arbeits-Selbsttöter … „

Ernsthaft, das sind alles Zitate aus der offiziellen Masterarbeit!

Aber egal. Die Statistik ist eine Sache, der Glaube des Autors eine andere:

„Die Wirksamkeit der Spiegel halte ich für erwiesen (…)“

sagt Conrad, und zwar unter andere deswegen, weil die Leute doch in den „Vorexperimenten“ so viele schöne Visionen in der Röhre hatten. Außerdem sei der Kozyrev-Spiegel eine „nichtklassischer Pseudomaschine“. Der Begriff stammt aus der Arbeit von Herrn Walach. So eine „nichtklassischer Pseudomaschine“ erkennt man an folgenden Eigenschaften:

„- Experimentelle Daten sind meist nicht replizierbar

– Die Effekte oszillieren

– Bei Verblindung verschwinden die Effekte !“

DAS hat nun wirklich nichts mehr mit Wissenschaft zu tun. Wenn ein Effekt nicht reproduzierbar ist, wenn die Ergebnisse unklar sind, wenn bessere (verblindete) Experimente dazu führen, dass die Effekte verschwinden: Dann kann man sich nicht einfach ein neues Wort ausdenken und behaupten, der Effekt existiere trotzdem! Das alles erinnert an die Homöopathie. Wird man nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels gesund, dann hat die Homöopathie gewirkt. Wird man nicht gesund, dann war es die sogenannte „Erstverschlechterung“ und die Homöopathie hat trotzdem gewirkt. Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun! Wenn der Kozyrev-Spiegel tolle Visionen liefert, dann funktioniert er. Wenn der Kozyrev-Spiegel bei einem seriösen, verblindeten Experiment auf einmal keine Effekte mehr zeigt, dann funktioniert er trotzdem, weil er eine „nichtklassische Pseudomaschine“ ist…

Was soll das noch mit Wissenschaft zu tun haben? Ich kann mir viele Wege vorstellen, wie man selbst so etwas absurdes wie einen Kozyrev-Spiegel (wir erinnern uns: Der öffnet angeblich ein Wurmloch!) wissenschaftlich korrekt untersuchen kann. „Wissenschaftlich“ heißt aber vor allem, dass man sich die Ergebnisse nicht einfach so drehen kann, wie es gerade passt!

Aber mit Wissenschaft hat der Rest der Arbeit sowieso nichts mehr zu tun. Da wird dann von Dimensionen und Quanten erzählt, die verschiedensten Begriffe werden wild durcheinander gewürfelt und zu sinnfreien Sätzen aneinander gereiht. Ein paar Beispiele:

„Eine Art flächenhafter Darstellung der Zeit steckt in Burkhard Heims zwölfdimensionalem Weltmodell. Dort spielt die Zeit die Mittlerrolle zwischen den Dimensionen und die 4. Dimension bildet die lineare Zeit ab. Die 5. (entelechiale) Dimension und die 6. (äonische) bilden zeitliche Aspekte ab.“

„Das spiegelbildliche Gegenstück dazu liegt in der 9. Dimension. Diese
Dimension ist energiefreier reiner Bewußtseinsraum, weshalb ich imaginär („Idee der Zeit“) für angemessen halte.“

„Die kreisförmige Darstellung der Dimensionen erscheint mir sympathischer, da mir eine lineare Begrenzung ebenso sinnlos erscheint, wie eine lineare Unendlichkeit. Und letztlich ist doch alles irgendwie ein Kreislauf..“

Sehr geehrter Herr Walach. Die Leute kritisieren diese Masterarbeit nicht deswegen, weil sie sich mit „seltsamen“ Themen beschäftigt (obwohl es schon SEHR seltsam ist, wenn an ihrem Institut Maschinen erforscht werden sollen, die Wurmlöcher in der Raumzeit öffnen…). Die Arbeit wird kritisiert, weil sie komplett unwissenschaftlich durchgeführt wurde. Das fängt damit an, dass man nicht einfach „Zeitwellen“, „Raum-Zeit-Tunnel“ und ähnliches erforschen kann, ohne dabei auch die Erkenntnisse der theoretischen Physik zu berücksichtigen. Es geht weiter mit der Verwendung von „Theorien“ die längst falsifiziert sind. Und es endet mit der Tatsache, dass die Ergebnisse von Experimenten einfach ignoriert werden, weil sie nicht zu dem passen, was man gerne hätte. Deswegen wird die Arbeit kritisiert. Und deswegen werden auch sie kritisiert – weil sie das alles verteidigen und anscheinend nicht verstehen, warum Arbeiten dieser Art nichts mit Wissenschaft zu tun haben.

Damit sind sie nicht alleine, ich weiß. Es gibt viele Leute, die ähnlich denken wie sie. Sie aber sind Professor an einer deutschen Universität! Schlimm genug, dass es möglich ist, mit Arbeiten wie dieser einen universitären Abschluss zu erlangen. Wenn das dann aber noch von Professoren verteidigt wird, dann kann man sich für die Universität in Frankfurt (Oder) nur noch schämen!

99 Gedanken zu „Pseudowissenschaft an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt: Professor Harald Walach und der Kozyrev-Spiegel“
  1. Mit verwundert an den Auszügen aus der Masterarbeit – neben ihrem komischen Inhalt – ja noch etwas ganz anderes: Der muntere „Ich-Erzählstil“. Eine wissenschaftliche Arbeit ist doch nicht „mein schönstes Ferienerlebnis“ – uns wurde damals selbst auf der dem Master noch untergeordneten Diplomstufe die Vermeidung von Ich-Sätzen und die Einflechtung persönlicher Anekdoten („ein Freund erzählte mir“ etc.) aus naheliegenden Gründen strengstens untersagt. Es erscheint mir selbst unabhängig vom Inhalt hochgeradig absurd, dass auf einen derartigen Text tatsächlich ein wissenschaftlicher Grad verliehen wurde.

  2. @Marcus: Danke für die Anmerkung. Ja, die Statistik habe ich dann gar nicht mehr so genau durchgearbeitet. Das erschien mir aufgrund der Qualität der restlichen Arbeit nicht mehr nötig…

  3. Die beste Stelle: „O je – ich hätte lieber nicht selbst testen sollen! … Dann hätte ich aber auch nur 13 Probanden… Also, wenn meine Intention das Testergebnis beeinflusst hat, dann bin ich ein intentionaler Master-Arbeits-Selbsttöter … “

    Hammer. Wie so oft kann man darüber lauthals lachen… und auch lauthals weinen.

    Solche Studierende gehören von ihren Betreuern in Schutz genommen, in dem man solche Arbeiten eben NICHT durchgehen lässt. Der Mann glaubt jetzt, er habe wissenschaftlich gearbeitet. Oder um ihn zu zitieren: O je.

    @ Christian Reinboth: Das mit dem „Ich“ Verbot in der Wissenschaft ist allerdings ein Gebot, das man lernen und verinnerlichen muss, um es dann ab und zu (!) auch hinter sich zu lassen. Ich jedenfalls finde es keineswegs unseriös, wenn der Wissenschaftler an gewissen Stellen und vorsichtig wie elegant auch mal ein „ich“ einbindet. Aber eben nur an adäquaten Orten und nicht im Stil des Schulaufsatzes.

  4. In der Überschrift steht übrigens „Walch“ statt „Walach“.
    Nevertheless: als ich die Geschichte gestern bei SPON las (obwohl die Jungs und Mädels dort ja nun nicht gerade die Speerspitze des Wissenschaftsjournalismus sind), konnte ich nur „nicht schon wieder die Viadrina“ jammern. Und als ich dann das Wort „Zeitwellen“ las, war schon wieder vorbei mit Fröhlichkeit. Zu Wellen gehören mE immer noch Amplituden und Frequenzen. Wobei Frequenzen ja schon einigen Erdenbürgern zum Verhängnis geworden sind … aber ejal.

  5. Es ist schon erstaunlich, nein erschreckend, mit was für einem Mist an der Viagra in Hogwarts an der Oder ein Masterabschluß erlangt werden kann. Wenn einer meiner Studenten so etwas als Protokoll in einem Kurs abgegeben hat (ja, es gab auch Biologen die einen solchen Unsinn niedergeschrieben haben, die waren aber noch im Vorstudium), dann geschah folgendes. Protokoll zurück und ernsthaftes Gespräch über die Fehler, den falschen Ansatz (ist ja kein Tagebuch) und Neuvorlage innerhalb einer Woche. Sah das Protokoll dann nicht wenigstens um erhebliches verbessert aus, dann gab es eine weitere Chance und klappte auch das nicht (ja auch EINEN solchen Fall hatte ich) dann war der/diejenige durchgefallen und dufte den ganzen Kurs nochmal machen.
    Das Ganze war lange vor einer Masterarbeit und führte immerhin dazu, dass kein einziger dieser Studenten mit so etwas in die Nähe eines Bachelors kam.
    Nunja, in Hogwarts a.O. scheint dass alles anders zu laufen, vielleicht ist es ja nur ein soziologisches Experiment a la: Wie reagiert die Wissenschaft auf groben Unfug, wenn er von Professoren unterstützt wird?
    Darf man an der Viadrina eigentlich auch seine Masterarbeit über die Wahrnehmung Gottes schreiben?

  6. – Experimentelle Daten sind meist nicht replizierbar
    – Die Effekte oszillieren
    – Bei Verblindung verschwinden die Effekte !

    Bitte nicht solche Sätze wenn ich gerade Kaffee trinke. Die Reparatur meines Laptops kostet wieder ein Vermögen. 🙂

    Zum zerkugeln wenns nicht so ernst wäre. Ich mach auch grad den Master und irgendwie demotiviert sowas schon. Ich würd auch gerne schreiben: Eine innere Stimme sagte mir, dass die Laplacetransformation von sigma = 1 statt 1/s ist, weil dass die Mathematik einfach massiv erleichtert.

  7. Man sollte meines Erachtens klar konstatieren, dass sich eine wissenschaftlich motivierte Kritik an der Arbeit nicht nur auf die unzulängliche Methode, Auswertung, Interpretation und schriftliche Darstellung beziehen muss, sondern selbstverständlich auch auf das Thema. Es ist gleichgültig, ob man dann von den Adepten als engstirnig, quasi-religiös usw. bezeichnet wird. Die Forderung nach den einfachsten Qualitätsanforderungen wissenschaftlichen Arbeitens als „religiös“ oder „szientifisch“ zu verdammen gehört zur gängigen Strategie parawissenschaftlicher Platznahmeversuche.

    Eine als wissenschaftlich valide geltende Fragestellung muss fundiert und sinnvoll sein, d.h. sie muss auch auf eine – sei es nur auf Umwegen – plausible Weise an wissenschaftlich Bekanntes ankoppelbar sein (ganz gleich wie viele Romantiker vom „ganz Anderen“ und „absolut Neuen“ träumen). Dies ist hier nicht der Fall. Es genügt eben nicht, dass die Fragestellung irgendwelchen Vorstellungen irgendwelcher Leute folgt. Der Arbeit zugrunde liegen Wortspiele und -phantasien mit Begriffen, die der Physik entlehnt oder in Analogie dazu erfunden wurden, jedoch ohne jede theoretische oder experimentelle Substanz sind. Falls man Derartiges für wissenschaftlich sinnvoll hält, sollte man wenigstens die Meinung von Experten einholen, die beispielsweise auf dem Gebiet der Raum-Zeit-Struktur arbeiten. Auch das war nicht der Fall. Daher betrifft die Kritik nach meiner Meinung sehr wohl auch die Fragestellung, und man sollte dem nicht aus dem Wege gehen, um nicht in den Ruf gebracht zu werden, „nicht offen“ zu sein. Keine Angst, es ist irrelevant.

    Herr Walach verrennt sich im Übrigen, wenn er von Neu-Szientisten spricht, die selber nicht zur Wissenschaft beitrügen. Er frage nur einmal unter Wissenschaftlern, die tatsächlich forschen, was die von der Arbeit und seinen Kommentaren halten, und wird dann vermutlich finden, dass mehr als 99% zu der von ihm als unproduktiv inkriminierten Klasse gehören.

  8. @G.W. „Man sollte meines Erachtens klar konstatieren, dass sich eine wissenschaftlich motivierte Kritik an der Arbeit nicht nur auf die unzulängliche Methode, Auswertung, Interpretation und schriftliche Darstellung beziehen muss, sondern selbstverständlich auch auf das Thema“

    Klar, natürlich gibt es auch „unwissenschaftliche“ Themen. Und zwar immer dann, wenn schon gezeigt wurde, dass bestimmte Theorien falsch sind oder bestimmte Sachen nicht existieren. Wie das bei Global Scaling ja der Fall ist. Ich wollte nur klar machen, dass Walachs Verteidigungsstrategie hier nicht wirkt, weil es eben 1) nicht primär um das Thema geht und 2) Wissenschaft durchaus auch „außergewöhnliche“ Dinge untersucht.

  9. Danke für den gut geschriebenen Artikel. Ich stimme schak voll zu, es wäre eigentlich ne witzige Geschichte, wenn’s nicht Real wäre.

    Traurig wie einige Menschen sich selbst täuschen können. Glauben bis zum bitteren Ende, auch wenn es eigentlich nichts mehr zu glauben gibt! Das kommt mir bekannt vor, da war doch was so vor knapp 70 Jahren, mhhhhh.

  10. Au weia. ich hab mir gerade etwas schlimmes angetan, ich hab mir mal die Examensarbeit wirklich durchgelesen, immerhin sollte man ja wirklich wissen, worum es hier geht. UNter normalen Umständen hätte ich das hier für eienn Aprilscherz gehalten.
    Besonders interessant ist die Durchforstung der Litteratur- und Quellenangaben, und hier erschreckt mich besonders, dass auch renomierte Verlage wie Urban & Schwarzenberg solche Dinge wie Oschmann, Energiemedizin (2006) herausgeben. Auch die exzessive Verwendung der „renomierten“ Zeitschrift Raum&Zeit fällt auf. Ist dieses Blatt irgendwie zitierwürdig?
    Wie auch immer, mir ist jetzt schlecht, ich hab mir mit irgendwas den magen verdorben….

  11. Au weia. ich hab mir gerade etwas schlimmes angetan, ich hab mir mal die Examensarbeit wirklich durchgelesen, immerhin sollte man ja wirklich wissen, worum es hier geht. Unter normalen Umständen hätte ich das hier für einen Aprilscherz gehalten.
    Besonders interessant ist die Durchforstung der Literatur- und Quellenangaben, und hier erschreckt mich besonders, dass auch renomierte Verlage wie Urban & Schwarzenberg solche Dinge wie „Oschmann, Energiemedizin (2006)“ herausgeben. Auch die exzessive Verwendung der „renomierten“ Zeitschrift „Raum&Zeit“ fällt auf. Ist dieses Blatt irgendwie zitierwürdig?
    Wie auch immer, mir ist jetzt schlecht, ich hab mir mit irgendwas den Magen verdorben….

  12. Ich kann nur eins sagen: Diese „Masterarbeit“ würde nicht mal als ein Praktikumsprotokoll im 1. Semester des Physikstudiums durchkommen. Jede Betreuer – und das sind Studenten oder Doktoranden, keine Profs. – würden solch ein Geschwurbel sofort zur Korrektur zurück geben.

    Es ist eine Schande nicht nur für die Viadrina-Uni, sondern auch für die Bildungspolitik der BRD.

  13. … hm, das wissenschaftliche Niveau scheint ganz allgemein an den UNIs zu sinken, vielleicht sogar mit Absicht, jedenfalls der optische Effekt eines solchen Kozyrevspiegels (soweit es in der Praxis überhaupt nachvollziehbar ist?) wäre ja im Prinzip sehr interessant gewesen.

    Nur darauf hätte sich diese schriftliche Arbeit eigentlich beschränken sollen, inkl. Nachbau der (noch fehlenden) optischen Versuche mit den angeblich zeitversetzten Photonen aus astronomischen Quellen, die ja von Kozyrev bereits detektiert wurden. 😉

  14. @Beobachter
    Hmmm, der optische Effekt müßte doch lediglich darin bestehen, dass ein dummes Schaf sich im GanzkörperRundumSpiegel sieht (bezogen auf den Selbstversuch des Masters der orthopädischen Strümpfe) oder irre ich mich da?

  15. @Folke Kelm: „Auch die exzessive Verwendung der „renomierten“ Zeitschrift Raum&Zeit fällt auf. Ist dieses Blatt irgendwie zitierwürdig?“

    Um Himmels Willen, Nein! Das ist die „Fachzeitschrift“ der Pseudowissenschaftler und Perpetuum Mobile Bauer. An dem Heft ist nichts wissenschaftlich…

  16. Über diesen „Fachterminus“ Pseudomaschine komm ich noch nicht hinweg!

    Außerdem sei der Kozyrev-Spiegel eine „nichtklassische Pseudomaschine“. Der Begriff stammt aus der Arbeit von Herrn Walach.
    So eine „nichtklassischer Pseudomaschine“ erkennt man an folgenden Eigenschaften:
    – Experimentelle Daten sind meist nicht replizierbar
    – Die Effekte oszillieren
    – Bei Verblindung verschwinden die Effekte !

    Siehe dazu auch

    https://www.parapsychologische-beratungsstelle.de/downloads/Pseudomaschine.pdf

    Im übrigen ist jener Walter von Lucadou, der diese pseudowissenschaftliche Worthülse offenbar geprägt hat, ein Psychologe – wie eben auch Harald Walach und Stefan Schmidt, die beiden Gutachter dieser „Master“- Arbeit.

  17. @Adent: Schon denkbar, dass das ganze nur als Satire gedacht war, (mit Einverständnis des Professors) um allfällige Reaktionen der Wissenschaftsgemeinde tiefer zu ergründen, vielleicht läuft ja parallel dazu eine spezielle psychologische Studie. 😉

  18. Grade als Psychologen sollten sie aber wissen, was die Eigenschaften einer „nichtklassischen Pseudomaschine“ bedeuten. W. v. Lucadou hatte übrigens auch mal Physik gelernt…

  19. @Ponder: schöner Artikel im von dir verlinkten PDF. Da schreibt der Herr gleich vorneweg:

    gab es auch immer Konstrukteure von Maschinen, die versuchten Maschinen „magische“ Eigenschaften einzubauen – man denke an die Entwicklung von Spieluhren, Automaten und vor allem die Suche nach dem Perpetuum Mobile. Mit der Entwicklung der industriellen Massenherstellung von Maschinen verschwanden diese geheimnisvollen Attributionen zunächst weitgehend und machten vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts einer großen Technikbegeisterung und -gläubigkeit Platz. So wurden z.T. Geräte konstruiert, deren Anwendung in der Praxis mehr Aufwand erforderte als einfache manuelle Tätigkeiten (z.B. besitze ich eine Kartoffelschälmaschine aus dieser Zeit, deren Bedienung weit komplizierter und zeitaufwändiger ist als das Schälen einer Kartoffel von Hand. Ähnliche Situationen kann man allerdings auch heute bei „Computer-Freaks“ beobachten.

    Boah.

    Und außerdem zitiert er sich ständig selbst.
    Letzter Absatz im Artikel:

    Der springende Punkt ist, daß nichtklassiche Pseudomaschinen im Vergleich mit normalen Maschinen anderen, nämlich synergetischen, kollektiven, nicht-lokalen und holistischen Wirkungsprinzipien unterliegen, die nicht wertlos sind, aber die sich nicht mit klassischen Reiz-Reaktions-Kausalketten beschreiben lassen. Es treten dabei auch sehr spezifische „Nebenwirkungen“ auf, die weitgehend unerforscht sind (vgl. Lucadou 2002). Es spricht jedoch – aus meiner Sicht – einiges dafür, daß die systematische Erforschung und Anwendung von nicht-klassischen Pseudomaschinen ganz neue Möglichkeiten erschließen kann. Es ist jedenfalls ein Irrtum anzunehmen, daß die bei den bisherigen Studien gefundenen minimalen Effektstärken bei adäquater Zugangsweise so vernachlässigbar klein bleiben müssen, wie es uns gegenwärtig erscheint (vgl. Lucadou 2000).

    Uff.

  20. @Folke Kelm:
    Raum & Zeit ist wohl ziemlich super:
    https://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Raum_%26_Zeit

    Man muss wohl den Unsinn mit der Lupe suchen, der *nicht* drin Thema war.

    Schöner Artikel zum Thema. Viele der Vorwürfe an den Autor sind aber meines Erachtens der Fehler des Betreuers. Als Durchschnittsmensch weiß man nicht, wie man eine wissenschaftliche Arbeit erstellt. Aber der Betreuer muss es wissen und den Studenten führen. Wer auch immer der Betreuer war, der sollte sich schämen. Und die Gutachter ebenso.

  21. @Ponder
    Ein unglaublicher Schwachsinn, aufgezogen wie eine wissenschaftliche Abhandlung (mit schön vielen Zitaten) und dann guckt man sich die Literaturliste an und sieht. Aha, 50% Selbstzitate, dazu ein paar nicht veröffentlichte Arbeiten (lol), Kongreßbeiträge und die einzig „richtigen“ Artikel sind die Placebo Studie und ein uralter allgemeiner Psychologieartikel.
    Beschämend so ein pseudowissenschaftlicher Quark.

  22. @Ponder: dreist ist gar kein Ausdruck. Ich wähne da ab jetzt eine Schwurbel- und Bauernfängermafia am Werk. Das kann doch kein Zufall sein.

  23. Als Durchschnittsmensch weiß man nicht, wie man eine wissenschaftliche Arbeit erstellt.

    Naja, vielleicht hat man zum Studienbeginn keine Ahnung davon. Aber nachdem man ein paar Jahre lang studiert hat und schließlich seine Masterarbeit schreibt, sollte sich das irgendwann mal rumgesprochen haben, wie man so etwas anpackt.

    Im Laufe eines Studiums sollte man ja doch hin und wieder mal mit wissenschaftlichen Artikeln in Berührung kommen. Es kann natürlich sein, dass die Artikel die man bei einem Studium der „Komplementärmedizin“ lesen muss eine ähnliche Qualität haben und man den Stil der anderen Autoren übernimmt. Würde mich nicht wundern.

    Und was ich schon immer mal wissen wollte: Wenn „Komplementärmedizin“ an einer Uni gelehrt wird, handelt es sich dann auch um „Schulmedizin“? Falls ja, dann können deren Anhänger die „Schulmedizin“ nicht mehr verteufeln.

  24. Hat schon mal jemand wegen der Übersetzungsrechte angefragt? Die Wissenschaft kann durch eine maximale Verbreitung dieser bahnbrechenden Arbeit nur gewinnen.

  25. So, und wenn ab sofort nochmal einer der Herren Doktoren meckert, dass die Doktorarbeiten in der Medizin vom Anspruch her eigentlich keine Doktorarbeiten seien, werde ich nur noch auf diese sog. „Masterarbeit“ verweisen.

  26. Und hier wird das Einsatzprofil der künftigen Master of Complementary Medicine beschrieben:

    https://www.master-and-more.de/naturheilkunde-masterstudiengang.html

    Naturheilkunde Masterstudiengang

    …Mit einem abgeschlossenen Masterstudium kannst du unter anderem in folgenden Bereichen einen Arbeitsplatz finden:

    Promotion
    Forschung und Lehre
    Leitende Position in Hochschulen und Forschungseinrichtungen
    Industrie und Krankenkassen
    Eigene Arztpraxis

    Ich hoffe, ich irre mich – denn ursprünglich klang es so, als ob der CAM-Masterstudiengang an der Viadrina nur als Aufstockung auf ein Medizinstudium möglich sei und nicht im Anschluss an einen Bachelor aus dem Gesundheitsbereich möglich sei.
    Dennoch ist der Viadrina-Masterstudiengang hier ausdrücklich erwähnt.

    Ähnlich hier:

    https://www.eifam.eu/fachworkshop-masterstudiengang.html

    Teilnehmerkreis

    Grundsätzlich zugelassen sind:
    Ärzte und
    Heilpraktiker (mit Berufspraxis)

    Können solide medizinische Kenntnisse und umfangreiche Berufserfahrung nachgewiesen werden, ist die Teilnahme auch anderen Berufsgruppen möglich, wie zum Beispiel:
    Medizinstudenten,
    Physiotherapeuten,
    Apothekern,
    erfahrenem medizinischem Personal.

  27. „Über Tunnel durch die Raum-Zeit sind ganze Bücher geschrieben worden. Das geht alles. “

    Dazu passt auch, dass Entenhausen in einem Paralleluniversum liegt …wie die donaldistische Forschung nach langem, äh, nun ja: Forschen, …festgestellt und im Zentralorgan der D.O.N.A.L.D. veröffentlicht hat. Zack!

  28. @Jeeves,
    nein „Zack“ war ein anderes Comicmagazin. Hatte mit D.O.N.A.L.D. nichts zu tun.
    Eher mit „Michel Vaillant“ etc.

    😉

    „Hogwarts an der Oder“ gefaellt mit ausnehmend gut…
    Wenn die hier untersuchte Arbeit fuer einen Master gut ist, verlange ich den Doktorgrad fuer meine Diplomarbeit. Ob man sich auf das Antidiskriminierungsgesetz berufen kann?

    Pete

  29. dieser geheimnisvolle alutunnel erinnert doch sehr an den reich’schen orgon-akkumulator & darauf basierende cloudbuster.

    ich befürchte, daß in absehbarer zeit diverse geräte in den szenetypischen onlineshops für teuer geld verhökert werden.

    wetten, daß?

    e.c.

  30. Als Viadrina-Student würde ich gerne kleine Anmerkungen machen.
    1. Mir war dieser Studiengang bis jetzt nicht bekannt und ich denke vielen anderen Student_innen auch nicht. Da er 2. nichts mit den 4 anderen Disziplinen des an der Viadrina angebotetenen Kulturwissenschaften zu tun hat (Diese wären Sozialwissenschaften, Kulturgeschichte, Literaturwissenschaften und Sprachwissenschaften). 3. Ich finde es bedauerlich, dass hier zwischen den verschiedenen Lehrstühlen überhaupt kein Unterschied gemacht wird und der Viadrina die Wissenschaftlichkeit komplett abgesprochen wird. 4. Es scheint ja (nach kurzer Recherche) schon länger bekannt zu sein, dass dieser Lehrstuhl eher dubios erscheint (in Hinsicht auf ihren esoterischen Gehalt) und dass die Universität diesen Studiengang überhaupt nocht weiter betreiben lässt. 5. Dass sich die Leitung der Universität sich noch nicht geäußert hat, ist äußerst fahrlässig. 6. Ich distanziere mich von solcher Art der „Wissenschaft“ und hoffe, dass es viele Kommiliton_innen auch so sehen.

  31. @MT: „. Ich finde es bedauerlich, dass hier zwischen den verschiedenen Lehrstühlen überhaupt kein Unterschied gemacht wird und der Viadrina die Wissenschaftlichkeit komplett abgesprochen wird“

    Ich habe der Viadrina die Wissenschaftlichkeit nicht abgesprochen. Aber dieser Studiengang mit all seinen unwissenschaftlichen Konsequenzen gehört nunmal zur Viadrina. Und die Verantwortlichen scheinen kein Problem damit zu haben, das solch ein Unsinn an einer Universität stattfindet. Also muss sich die Viadrina schon auch ein bisschen Kritik gefallen lassen.

    „Ich distanziere mich von solcher Art der „Wissenschaft“ und hoffe, dass es viele Kommiliton_innen auch so sehen.“

    Es wäre wünschenswert wenn sich mehr Studierende und Lehrende der Viadrina dazu äußern – wenn es schon die Universitätsleitung nicht tut. Dem Image der Uni schaden solche Sachen auf jeden Fall. Die Uni muss halt entscheiden was ihr wichtiger ist: Geld für Stiftungsprofessuren dieser Art oder wissenschaftliche Integrität.

  32. @M.T.: Teil des Problems ist auch, dass der Spaß mit dem IntraG schon seit 2010 läuft und die Hochschulleitung das Ganze einfach auszusitzen scheint. Aus einem Artikel der Süddeutschen von 31.08.2010:

    „Wir beobachten das genau“, sagt Universitätskanzler Christian Zens, „im
    Stiftungsrat und im Ministerium wurde der Studiengang kontrovers diskutiert.“

    Was das Ergebnis der Diskussion war, hat er leider nicht gesagt.

  33. Ich frage mich, was es da ueberhaupt zu diskutieren gibt. Pseudowissenschaft gehoert nicht an eine (oeffentliche) Hochschule und damit Basta. Wenn die Hochschulleitung es nicht fertigbringt, da fuer Ordnung zu sorgen, muss sie sich das „Hogwarts an der Oder“ gefallen lassen. Es ist egal, ob es nur ein einzelner Lehrstuhl ist, es faellt auf die ganze Hochschule zurueck. Wenn man schon Pseudowissenschaft betreiben will, kann man ja eine „Privatuni“ gruenden. Gab es da vor einiger Zeit nicht sogar sowas im Sueden?

    Pete

  34. @Florian
    Das war mir schon klar dass Raum&Zeit ein schreckliches schwurbelmagazin ist. Was ich vermisse in der Literaturliste der Arbeit ist nur noch Zetatalk. Die könnten das noch toppen

  35. @Florian
    „Die Kritiker werden einfach pauschal als diktatorische Inquisitoren, die die freie Entfaltung der Wissenschaft behindern wollen.“
    Da fehlt ein „dargestellt“, „abgetan“ oder ein „bezeichnet“ am Schluss des Satzes-

  36. Dass Walach eine derartige Literaturliste nicht aufstößt, sondern begrüßt, fördert und auch noch peer reviewt veröffentlichen möchte, (was wohl nur in den von ihm selbst herausgegebenen Magazinen gelingen sollte) könnte sich aus seinem interessanten Verständnis von Wissenschaft bzw. was er in der Wissenschaft zu ihrem Fortschritt für primär Erforschens wert hält (Anomalien) erklären, was er hier selbst beschreibt:
    https://www.amanfangwardaslicht.at/naturwissenschaft.html
    [Ganz nach unten scrollen, letztes Video]

    Zusammengefasst, dass wissenschaftlicher Fortschritt gelingt, sollte man garnicht erst an der Realität der Anomalien zweifeln (diese als Gegeben annehmen) und sogleich mit der Erklärung der Anomalien beginnen. Die Walachsche schwache Quantentheorie leistet hier allzeit gute Dienste.

    Wenn die Erklärung der Anomalien gelungen ist, kann mann dann prima Quacksalberprodukte verkaufen (und sich still daran beteiligen)
    ——————————————————
    O-Ton Walach:
    „Wenn wir uns anschauen, dass es eben Leute gibt, die offensichtlich ohne Nahrung leben können…“

    Das nur nebenbei bemerkt: Ist für Walach Lichtnahrung Fakt? Hat er das erforscht? Falls nicht schlage ich das als Forschungsthema für die nächste Masterarbeit vor!

  37. Darf ich „Muhahaha“ schreiben?

    Zitat: „Die erste Idee war, bespielte DVD´s (mit Lehrvideos, z.B. Homöopathie) als
    I nformationsträger zu benutzen. Deshalb bastelte ich einen Kozyrev-Spiegel
    aus einem leeren DVD-Spender.“ (*)

    Leere Rohlingsdosen (fuer 100 Stk.) habe ich auch noch. Mal sehen, was man damit basteln kann. Ob es etwas ausmacht, dass diese Dosen leicht konisch sind? Die Spiegelinnenflaeche soll doch ein Zylinder sein.
    Und dann noch ein Deppenapostroph… (nicht das Einzige)
    Die „Lehrvideos Homoeopathie“ sind in diesem Zusammenhang der Brueller.
    Ausserdem, fuer ein Diplom oder Master werden keine Versuchsaufbauten „gebastelt“. „Hogwarts an der Oder “ ist nicht zufaellig eine Bildungseinrichtung fuer 6- bis 12-Jaehrige? Im Werkunterricht der Grundstufe kann man noch „basteln“.

    Zitat: „Im Zentrum des Spiegels befindet sich eine Bifiliarspule, welche elektrische und
    Magnetfelder löscht und dafür elektrische Skalarwellen und magnetische
    Vektorpotenzialfelder produziert. (Oschman 2006, Bischof 2004)“

    Au weia. Ich habe immer geglaubt, das Kennzeichen einer bifilaren Spule sei, eben _kein_ Magnetfeld zu erzeugen, weil es durch das bifilare Wickeln der Spule durch Kompensation verhindert wird. Damit kann sie auch keine Magnetfelder loeschen und elektrische schon gar nicht. Wer laesst so einen Quark durchgehen?
    Die „Skalarwellen“ geschenkt, Meyl laesst gruessen.

    Wenn das Hr. Walach das wissenschaftlich nennt, dann moechte ich gerne wissen, was nicht wissenschaftlich ist.

    Pete

    (*) Beide Zitate Seite 14 des PDFs der Arbeit, S. 12 der Seitenzaehlung der Arbeit

  38. @M.T.: Die Viadrina hat allgemein eigentlich einen sehr guten Ruf, um so trauriger ist es, dass sich die Universitätsleitung nicht solcher Leute entledigt.

    Wenn sich Kinder in einen Pappkarton setzen und der zum Raumschiff wird, dann ist das toll, aber wenn ein Student das zusammen mit seinem Professor tut, es als Wissenschaft bezeichnet und dann noch einen akademischen Grad dafür bekommt…

  39. @ Florian Freistetter:

    Hat sich eigentlich die Universität selbst schon mal zu der Sache geäußert?

    Ein Kollege hat den Präsidenten der Viadrina angeschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten. Das Thema ist vermutlich ein heißes Eisen, an dem sich niemand die Finger verbrennen will. Da auch frühere Pressemeldungen über eigenartige Vorgänge am Walach-Institut erfolgreich ausgesessen wurden, wird das wohl auch diesmal wieder die Strategie sein.

    Danke übrigens für die Mühe der ausführlichen Dokumentation von Absonderlichkeiten aus der Masterarbeit und die Kommentierung dazu. Vielleicht erschwert das etwas den Versuch der beiden Frankfurter Professoren, das Ganze als wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung und als Abwehr unkonventioneller Forschungsansätze erscheinen zu lassen.

    @ M.T.

    Die Viadrina insgesamt gerät insofern in ein schiefes Licht, als sich die Universitätsleitung nicht zu diesem Vorgang äußert. Ansonsten wird natürlich an der Viadrina gute Wissenschaft gemacht. Das wird teilweise auch am Walach-Institut der Fall sein, da arbeiten ja auch ganz vernünftige Leute mit.

  40. Ach was wir stehen bereits an der Schwelle zur neuen Physik, schaun wir doch mal nach Rumänien, zu den elitären wissenschaftlichen Forschungen

    da gibts nicht nur Vampire… 😉

    eine recht praktische Anwendung ist die Generierung eines magnetischen Monopols!

    Video: Magnetic „monopole“ and helical geometrodynamics – Romanian Unified Theory

    … achja, der Kozyrev – Spiegel besteht im Prinzip, aussen aus einer elektrischen Abschirmung, und innen aus einem dielektrischen Material, (nur eben Zylindrisch) durchaus vergleichbar mit der Bundeslade, oder der Orgonbox von Wilhelm Reich… was vmtl. nur eine erhöhte Wechselwirkung mit den Neutrinos bewirkt, bzw. eine solche Anordnung könnte sogar als Neutrino – Linse wirken… 😉

    immerhin können Neutrinos die radioaktive Strahlung gleichfalls in solchen strahlenden Materialien synchronisieren bzw. auslösen, wenn sie sehr nahe am Atomkern vorbeifliegen… was passiert also im Grenzbereich zwischen Metall und Dielektrikum?… evtl. konzentriert sich etwas innerhalb des Zylinders, oder der Fluss der Zeit ändert sich tatsächlich? —> einfach mal ausprobieren! 😉

  41. Bauanleitung für einen kostengünstigen Kozyrev – Spiegel: man(n) nimmt einfach verschiedene Standard – Bierdosen aus Alu od. Blech, (die haben meist geringfügige Unterschiede in ihren Abmessungen) so schneidet man sie zylindrisch auf gleiche Höhe zurecht, und schiebt sie anschliessend ineinander (soweit leicht möglich, die Isolierschicht darf jedenfalls nicht beschädigt werden!) die weiteren, inneren Zylinder gibt man am besten zuvor in flüssigen Stickstoff dann fallen sie leicht in den vorherigen grösseren Zylinder hinein… ideal wären etwa 7 ineinander steckende Zylinder, (was lt. Reich die stärkste Wirkung erzielt) daher muss die letzte innerste Schicht ohne Isolierung auf der Innenseite sein, und auf dem äussersten 1. Zylinder muss noch eine dielektrische Folie aufgeklebt werden, dann stimmt auch die Reihenfolge der ineinander liegenden Bierdosen, also —> Dielektrikum —> Metall (in max. 7 Lagen)… mit einem Ohmmeter sollte man die Isolierung zwischen den einzelnen Lagen überprüfen, die muss natürlich in Ordnung sein, also vollständig isolieren… jetzt kann man damit alles Mysteriöse austesten was immer man möchte… übrigends wusste Albert Einstein auch über die Funktion der Orgonbox Bescheid, nur eben nicht ganz offiziell… 😉

  42. @ Expli:

    Ach, ich wusste gar nicht, dass der Innendurchmesser von Bierdosen nach Global Scaling ausgerichtet ist… deshalb wird mir nach dem Konsum von zuviel des Inhalts also immer so düselig…

  43. @Explikianer

    übrigends wusste Albert Einstein auch über die Funktion der Orgonbox Bescheid, nur eben nicht ganz offiziell.

    Von jedem Interessierten nachprüfbar in ca. 10 Sekunden, hier nur als eine von diversen Quellen Wikipedia:

    „Der erste Kritiker des Konzepts vom Orgon, Albert Einstein, war nicht von sich aus interessiert. Reich bat ihn am 30. Dezember 1940 brieflich um eine Unterredung „in einer wissenschaftlich schwierigen und drängenden Angelegenheit.“ Das daraufhin vereinbarte Treffen am 13. Januar 1941 führte dazu, dass Einstein sich von Reich einen Orgonakkumulator zustellen ließ, um selbst an ihm Reichs Behauptungen zu überprüfen. Das Subjektive der Lichterscheinungen ließ Einstein außer Acht, um sich „ganz auf das Temperaturphänomen“ (eine konstant höhere Temperatur im Innern des Orgonakkumulators bei Fehlen einer Wärmequelle) zu konzentrieren. Einstein bestätigte tatsächlich die Reichschen Vorhersagen, konnte das Phänomen aber ohne Zuhilfenahme der Orgonhypothese erklären. Er teilte dies Reich brieflich am 7. Februar 1941 mit und schloss mit den Worten: „Ich hoffe, dass dies ihre Skepsis entwickeln wird, dass Sie sich nicht durch eine an sich verständliche Illusion trügen lassen.“

    Daraus kann man jetzt machen: „Einstein hat sich geirrt!“.

    Womit allerdings seine im letzten Satz angeführte Hoffnung gemeint ist.

  44. Hm, alles sehr interessant und – obwohl eigentlich absurd – auch amüsant. „Raum&Zeit“ kannte ich auch gar nicht. Wenn ich da auf der aktuellen Startseite auf die Bekanntmachung zum Quanticakongress klicke, sehe ich weiteres verschwurbeltes Zeug.

    Nur: Als Redner bei dem Kongress treten auch eine Reihe von Professoren auf. Kurzes Suchen klärt darüber auf: Diese „Professoren“ gibt es wirklich!

    Aus Gründen, die sehr viel mit dem von Florian – und anderen – beschriebenen Wesen des akadem. Betriebs zu tun haben, bin ich froh, daß ich inzwischen in einer Firma arbeite und sogar Grundlagenforschung machen darf. Nur: Wie kann es sein, daß die ohnehin mauen Aussichten auf Festanstellung an Unis von wirklich guten Leuten dadurch weiter getrübt werden, daß ausgemachte Nicht-Wissenschaftler eingestellt werden (inkl. offenbar einiger Leute an der Viadrina? (Nein, wie das Berufungswesen funktioniert ist mir klar – ihr müßt nicht wirklich antworten. Ach, warum frage und gräme ich mich überhaupt noch …)

  45. @Nicht-Ex-Schwurbelianer
    Nicht ganz richtig, in Rumänien gibt es nicht nur Vampire wie du sagst, sondern die machen auch noch die Forschung der neuen Physik. Deshalb dauert das Ganze etwas länger (die langen Schlafpausen tagsüber, die verschobene Zeitwahrnehmung eines Unsterblichen etc.) und beruht auf zum Teil 500 Jahre altem Physikwissen, das heute leider nicht mehr stimmig ist.
    Muß man für den Kotzmirdierübeweg-Spiegel eigentlich bestimmte Biersorten nehmen oder geht auch Hansa-Pils oder Schädelstramm-Export?

  46. @Explikianer

    Kannst du mir einen Gefallen tun? Kannst du bitte nächstes mal einen Smiley zu deinem Beitrag dazu machen, wenn er satirisch gemeint ist? Als ich deine beiden Beiträge von heute Nacht gelesen habe, hat es mich geschüttelt. Ich dachte schon, du würdest das alles Ernst nehmen. Aber dann wurde mir doch klar, dass das nur Satire sein kann!

    Wenn du die Güte haben wolltest, auf mein (und wahrscheinlich nicht nur mein) Nervenkostüm etwas Rücksicht zu nehmen, dann kennzeichne solchen Unfug bitte vorher entsprechend. Ein simples „Achtung Satire“ als Einleitung würde schon genügen.

  47. @ all:

    Kann mir Unwissendem vielleicht jemand noch mal geduldig erklären, warum Peter Conrad hier mit Zahlenbriefchen in Dosen experimentiert hat, wenn doch der ursprüngliche Koryzev-Spiegel so konzipiert ist, dass ein Mensch darin Platz hat und die von Kozyrev postulierten Effekte am menschlichen Bewusstsein daran geknüpft sind, dass dieser Mensch sich selbst in der Röhre aufhält und nicht außerhalb derselben nur Kabel zu Döschen mit Briefchen drin in die Hand nimmt?

  48. Zu Raum&Zeit: An meiner Uni hatte die Physik-Fachschaft diese Zeitung im Abo (oder kam anderweitig an die Hefte, es lagen jedenfalls immer wieder neue Ausgaben rum) und es war ein Heidenspass die Artikel zu lesen, incl. der selbstgemalten Diagramme auf Milimeterpapier…

  49. ich meine:

    Der gewählte Versuchsaufbau impliziert doch, dass die kleinen Spiegelchen die in den Briefchen verschlossenen Zahlenkärtchen lesen und in „Information“ übersetzen können, welche dann wiederum im Gehirn der Versuchsperson einen „Eindruck“ in Gestalt einer Zahl hervorruft – so weit richtig? 😉

    Da es den Döschen vermutlich egal ist, welches Symbol übertragen wird, könnte man dann auch chinesische Schriftzeichen wählen? – Die müssten dann doch entsprechend übersetzt im Gehirn des Probanden ankommen…faszinierend!

  50. @Explikianer. Deine Links empfinde ich inzwischen als definitiv störend. Um das Wort „peinlich“ nicht schreiben zu müssen.

    Daniel Preda. Aka woodycada. Maschinenbau-Ingenieur und nach eigenen Worten Autodidakt. Spammt in Foren/Blogs und behauptet seit einigen Jahren mit Experimenten seine These nachgewiesen zu haben. Eine vereinheitlichende TOE von Strings über Kornkreise bis hin zu allen Religionen einschießlich Biochemie soll das sein. Zitiert diverse extremst suspekte Personen wie z.B. Nassim Haramein. Dumm nur, dass diverse nachgewiesene physikalische Effekte (alle?) aus der Schulphysik nicht aus seinem Sermon hergeleitet werden können, zumindest als Grenzfall. Müssten sie aber. damit ist sein Geschreibsel tot. Mausetot.

    Das Video. Weißt Du als „Explikianer“ überhaupt, um was es da gehen soll? Wie auch immer, achte mal auf die unterschiedlich ausschlagenden linken Kompassnadeln, wenn die rechte normale Spule eingeschaltet ist. Ups. Warum er unterschiedliche Kompasse nutzt je Seite und die nicht mal kurz austauscht, ist da fast nur nur Nebensache. Sowas bekommt im Übrigen jeder hin, der nur ein wenig von Spulen, Magnetismus, und Metallen in Spulennähe weiß. Dazu muss man nicht Elektrodynamik studiert haben.

    Um wieder ein ganz ein wenig in die Nähe des Blog Themas zu gelangen: H. Preda erwähnt Erik Andrulis, der unabhängig von ihm Teile seiner Theorie gefunden hat. H. Preda sagt, er selbst sei der einzige Mensch auf dieser Welt, der H. Andrulis verstehen könne. Ahja. Erik Andrulis ging vor einigen Monaten durch diverse Wissenschaftsmedien und Blogs (z.B. scienceblogs.com), die sich mit ihm und seiner Arbeit beschäftigt haben. Bis dahin ein normaler normal veröffentlichender Biochemiker – ab da jemand, der entweder kurz vor der Einlieferung steht, oder aber mit einem völlig ausgeklinkten Papier Reaktionen testen wollte. Leider neigen nahezu alle, die sich damit beschäftigt haben, zur ersten These. Denn sein Papier sagt in einer eigenen Sprache mit selbsterfundenen Vokabeln nahezu nichts aus, will aber alles erklären – tut es jedoch nicht, bleibt untestbar, ist unvereinbar mit physikalisch als richtig erkannten Theorien (auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, selbstverständlich kann es neue andere physikalische Theorien geben – sie müssen bisher erkannte und beschriebene „Schulwissenschaft“-Effekte aber zumindest als Grenzfall beinhalten). Wieder ein absolut egozentrischer selbstüberschätzender Einleitungssatz. Und dennoch, es gab positive Pressemitteilungen über die Veröffentlichung, und es fielen die Worte „peer reviewed“. Die Mitteilungen wurden alle zurückgezogen, der Chefredakteur des neu erschienenen „open access“ Journals hat sich entschuldigt, und die Diskussion dreht sich neben der Unzulänglichkeit des Papiers darum, wie so eine Veröffentlichung geschehen konnte. Dass „peer reviewed“ allein kein Qualitätskriterium ist ebenso wenig wie eine akademische Karriere, die bislang normal und seriös verlaufen ist. Ich verallgemeinere mal: Dass man sich nicht der Verantwortung entziehen kann, sich mit Inhalten zu beschäftigen. Auch wenn Titel, ehemals Geleistetes, die Tätigkeit an einer Universität, und sonstwas dafür sprechen, den Inhalt ohne genaue Ansicht durchzuwinken.

    Wenn allerdings ein paar Hinweise stimmen, ist hier wieder auch menschliche Tragik zu spüren. Demnach hat H. Andrulis ausgerechnet auf Tinfoil Palace geschrieben, dass er 7 Jahre lang (allein) an einer vollständigen und konsistenten Theorie des Universums geschrieben habe, das von ungefähr 30 Verlagen und 200 Literaturagenten abgelehnt wurde, ebenso von diversen Journalen und selbst arXiv.

  51. @ ponder
    🙂 Eben deshalb kam es ja zu den beschriebenen Abweichungen. Dadurch „treten dabei auch sehr spezifische „Nebenwirkungen“ auf, die weitgehend unerforscht sind (vgl. Lucadou 2002). Und das bedeutet, dass die bisher „gefundenen minimalen Effektstärken bei adäquater Zugangsweise nicht so vernachlässigbar klein bleiben müssen, wie es uns gegenwärtig erscheint.“ (vgl. Lucadou 2000).

    Mit anderen Worten: Wäre er vorher zusammen mit Döschen, Zetteln und Kabeln in einer Entsprechend großen Röhre (Koryzev-Spiegel) gewesen, wären die Testergebnisse aufgrund quantenmechanischer Verschränkung ausgesprochen signifikant gewesen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist jedenfalls, dass eine ausreichende Menge an Bierdosen selbst geleert wurde. Individuelle Abweichungen sind konstitutionsbedingt möglich. 🙂

  52. Ob man nun innerhalb einer ausgekleideten Röhre liegt, oder außerhalb einer Bierdose – das sind alles Wirkungsphänomene von Nichtlokalität – man darf das nicht so dogmatitisch-scientististisch sehen!

    Vielleicht ist es ja ganz praktisch, wenn die Viadrina eine Art Müllhalde für Politikertitel u.dgl. wird. Dann können sich dort alle Spinner sammeln, und man weiß „Ah! Viadrina! Schon gut. Nein, da ist nichts dabei! Ein Excellenzcluster!“

  53. Zum Facebook-Link:

    Ist schon gelöscht, der Hinweis auf den SPIEGEL-Artikel.
    Der stand unter den „Mickymaus-Promotionen“.

    Na, das ging aber ratz-fatz!
    Da muss eine Quantenhexerei im Spiel gewesen sein 😀

  54. @ Christan Reinboth

    „…uns wurde damals selbst auf der dem Master noch untergeordneten Diplomstufe…“

    Ähem, ist das ernst gemeint?

    Na, dann weiß ich ja endlich, was eine anderhalbjährige Diplomarbeit (Experimentalarbeit, nicht Auswertung anderer Leute Literatur!) wert ist.

    Und ich weiß, warum ich von Bologna und Schulunterricht statt Studium an Unis noch nie was gehalten habe.

    Patrick

  55. @ M.T.· 08.05.12 · 20:12 Uhr

    Offenbar besteht auch in der Studentenschaft nicht allzu viel Interesse, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, denn ein entsprechender Antrag wurde seitens des Studentenparlaments kürzlich abgelehnt:

    https://www.stupa-viadrina.de/wp-content/uploads/2012/04/Beschlussbuch_Stand_26-04-2012.pdf
    auf S. 26 :

    126
    Der Antrag der SDS Fraktion eine Informationsveranstaltung zum Fach Komplementärmedizin durchzuführen wird mit 2 Für- und 6 Gegenstimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt
    (Antragstext: Um Klarheit über den Studiengang „Komplementäre Medizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde“ zu schaffen veranstaltet das StuPa zu Beginn des Sommersemesters 2012 eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema um die Mitglieder des Studierendenparlaments sowie interessierte Studierende und Nicht-Studierende in die Lage zu versetzen kompetenter zu diesem Studiengang Stellung beziehen zu können. Hierzu wird empfohlen eine_n Vertreter_in des InTraGs, eine_n hierzu kritisch Position beziehende_n Wissenschaftler_in und eine_n Vertreter_in der Europa-Universität Viadrina in einer Podiumsdiskussion miteinander diskutieren zu lassen. Die Moderation wird aus der Studierendenschaft übernommen. Die Koordination wird vom StuPa-Präsidium gemeinsam mit dem AStA-Referenten für Hochschulpolitik Innen – Partizipation und Vernetzung durchgeführt.)

  56. Vielleicht solltet Ihr euch einfach mal in die Röhre stellen und dann die Masterarbeit durchlesen.

    Evtl. fehlt euch nur ein besonderer „Input“, um den Mist nachzuvollziehen. 😉

  57. @Mike:
    Ist das Thema Andrulis an den deutschen Blogs denn völlig vorbeigegangen?
    Schade, ich finds spannend.

    Seine TOE schreit zwischen jeder Zeile (sogar zwischen jedem Wort): „POE! POE! POE!“ – aber er würde doch nicht seine ordentliche Reputation aufs Spiel setzen?
    Aber wenn er das ernst meint, müßte er als Profi doch gemerkt haben, wie cranky das alles klingt, schon allein die Überschrift? Da ist ja nicht mal der Versuch, die „Theorie“ irgendwie zu unterfüttern, kein Anzeichen irgendwelcher Unsicherheit, kein dieser-Punkt-wäre-noch-zu-klären.
    Hat der Mann keine Freunde?

  58. @H.M. Voynich
    Wie man es nimmt. Er wurde auf einigen Esoterik-Seiten angeführt.

    Naja, es ist nach meinem Wissensstand wirklich unklar, was H. Andrulis ist. Klar ist nur, dass Schwachsinn in seinem Papier steht. Unklar ist, ob es einem kranken Hirn entsprungen ist, dafür gibt es unbewiesene anonyme Hinweise wie:

    It is no joke. He’s a colleague of mine and I know him quite well. His mental state has been deteriorating for several years and this theory has become an obsession. It is very sad for him and his family. It is deplorable and inexcusable that our PR department participated and promoted his mania.

    Oder ob es ein Papier im Sokal-Sinn ist. Dafür sprechen seine Sprache:

    The levorafocagyre, in turn, is antichiral to the dextrasupragyre. (X) and (Y) are thus both antichiral Matrioshkagyres.

    Extending upon this RNA research, I recently compiled an incommensurable, trans-disciplinary, neologistical, axiomatic theory of life from quantum gravity to the living cell.

    mit subtilen Wortbenutzungen aus der Stringtheorie oder das Referenzverzeichnis, das mit 800 Referenzen mehr als ein Drittel (!) des Papiers ausmacht. Darunter einige sehr dubiose Dinge, die man auch als Spaß auslegen kann.

    Ob H. Andrulis vielleicht sogar seine Uni lächerlich machen möchte. Jemand meinte, er wisse, dass sein Vertrag nicht verlängert würde.

    Interessant finde ich die Reaktionen auf einschlägigen Seiten, die das Papier begeistert aufnehmen. Zu welchen weiteren Menschen „der Szene“ es führt. Beispielsweise verteidigt Miles Mathis das Papier von H. Andrulis und gegen den ist H. Preda ein totaler Langweiler.

    Miles Mathis aka nettle. Maler, Bildhauer, Klavierspieler, Sänger, und Verfasser unzähliger Crackpot Papiere zu Mathematik und Physik. Sozusagen der amerikanische Ekkehard Friebe, aber erheblich abgehobener und „schillernder“. Dem Lebenslauf nach in jungen Jahren hyperguter Sportler und Tenor, später begnadeter Topkünstler, und bei Physikprofessoren Superstudent. Er hat mal eben in seiner Freizeit die Goldbachsche Vermutung bewiesen, diverse anerkannte Theorien der Physik falsifiziert, und Pi=4.

    Dann guckt man sich youtube Videos an von seinem Atelier, seinem Singen, und denkt nur noch: Was ein armer Mensch, der einfach nicht damit fertig wird, dass andere sein vermeintliches Genie nicht erkennen und seine Bilder nicht kaufen.

    Bedingt durch seine erkennbare Vorbildung lassen sich in seinen Papieren Fehler nicht immer auf den ersten Blick erkennen, das macht eine Beurteilung durch Laien schwer. Einige Studenten der Physik haben sich einige Monate lang dem angenommen, das entsprechende Blog kann man über mathisdermaler finden.

    Damit bekomme ich vielleicht wieder die Kurve zum Thema hier. Dass Laien nicht beurteilen können, was Blödsinn ist, wenn jemand von irgendwelchen Quantentheorien, Wurmlöchern, o.ä. aus der Physik redet, die vielleicht einen esoterischen Effekt begründen könnten. Dass es reichlich Zeit und Mühe im Fachstudium kostet, bis man die genannten Effekte beurteilen kann, um dann wissenschaftlich begründet zu sagen: Das kann nicht sein. Mühe, die H. Walach und sein Student nicht investiert haben. Jemand hat u.a. über Themen geschrieben, in denen er Laie ist, und das wird von ebensolchen Laien bewertet. Es geht um den Inhalt der Arbeit und seine Bewertung. Von den formalen, mathematischen, experimentellen Schwächen abgesehen, dass hier Physik ins Feld geführt worden ist, von der weder der Verfasser noch die Gutachter Ahnung haben.

    Wenn die vorgestellte Arbeit so hervorragend ist, dann möchte ich nicht wissen, wie eine Arbeit aussieht, die nicht hervorragend ist.

    H. Walach und seine Mitstreiter sind nicht dumm und wissen nur zu gut, dass sie sich bei einer Diskussion über Inhalt und Physik aufs Glatteis begeben würden mit vorhersagbarem Ausrutschen. Deshalb versuchen sie, abzulenken und das Böse zu beschwören. Durchsichtig, ungeschickt, und wie im Affekt gehandelt. Wie sonst ist es zu erklären, dass öffentlich Schreiber und unbekannte (!) Kommentatoren in Blogs als nicht wissenschaftlich tätig abqualifiziert werden? Wer nicht wissenschaftlich tätig ist, kann und darf (!) wissenschaftliches Arbeiten nicht beurteilen? Da haben sie den aufkeimenden Skandal vor geraumer Zeit ausgestanden, und nun das. Dumm gelaufen. Die Pointe ist, dass bei der angeführten Arbeit schon jeder nicht wissenschaftlich tätige, aber naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildete Akademiker auf Anhieb erkennt, dass die Arbeit alles andere als hervorragend ist. Vermutlich schon jeder Student der entsprechenden Fächer. Dass man nicht Prof. Dr. Dr. sein muss, um zu wissen, was wissenschaftliches Arbeiten ist. Durchaus aber Prof. Dr. Dr. an einer Universität sein kann, und es nicht weiß.

    Endgültig bitter finde ich, wenn im hier bzw. anderen Blog von Ponder referenzierten Vortrag des Lehrstuhl-Gründers dieser es für nötig hält, bestimmte von einer finanzkräftigen Lobby bezahlte Internet-Seiten als Begründung einer unhaltbaren Aussage anzuführen. Seiten, auf denen z.B. ausführlichst wohlwollend über das Vorgehen des Multimillionärs Dr. Klehr gegen Kritiker berichtet wird. Vielleicht bin ich dann doch froh, wenn solche Leute nicht von meinen Steuergeldern, sondern von z.B. der Homöopathie-Industrie bezahlt werden.

  59. …also, ich finde diese „Arbeit“ gut, so macht Wissenschaft spaß…nicht immer so bierernst.
    Mir fällt da gerade ein, man hat doch Angst vor den Experimenten am CERN; es könnten sich dort „Miniatur-Schwarze-Löcher“ bilden, die dann das Universum kollabieren lassen. Also ich finde die Experimente mit dem „Kozyrev-Spiegel“ viel gefährlicher, da es einen „Raum-Zeit-Kanal“ öffnen kann…meine Güte…das sollte an die Öffentlichkeit; und dann gibt das Terroristen ungeahnte Möglichkeiten, schon mit einer Klopapierrolle ist es möglich einen „Miniatur-Kozyrev-Spiegel“ zu bauen. Wie soll man das kontrollieren?
    Ein Beispiel:
    Ein Terrorist macht sein Geschäft auf der Flugzeugtoilette und nimmt dann das Alupapier des Jogurt-Bechers und baut mit der Klopapierrolle einen „Miniatur-Kozyrev-Spiegel“ und öffnet damit ein Wurmloch zu seinem Waffenversteck und holt sich eine „Miniatur-Bombe“.
    Ich mag gar nicht mehr weiter darüber nachdenken…;-)

  60. Ist ja witzig, was die „Zeitwellen“ im Kozyrev-Spiegel so alles veranstalten, so empfinde ich selbst gelegentlich. Allerdings nicht in einem solchen übergroßen Aluhütchen, sondern wenn ich meine gestopfte Bong befeuert habe. 🙂

    Ganz ehrlich, Florian, ich bewundere außerordentlich, mit welch engelsgleicher Geduld Du Dir solche Sachen nebst wohl nie versiegender Trollgemeinde aller deutschsprachigen Hardcore-Eso-Salafisten im Kommentarteil antust. Meinen allergrößten Respekt dafür.

  61. Die o.a. Bachlor-Arbeit wirkt auf mich wie eine Realsatire zu Sokals
    Artikel „Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity“, das die sogenannte ‚Sokal Affäre“ ausgelöst hat.

    Siehe de.wikipedia.org/wiki/Sokal-Affäre

    Seine Kritik an den Theorien und seine Erlebnisse mit den Vertretern der postmodernen Philosophie hat Sokal dann in dem Buch „Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaft mißbrauchen“ aufgeschrieben.

    Der Berührungspunkt mit der Komplementären Medizin ist der missbräuchliche Umgang mit naturwissenschaftlichen Begriffen und die Auffassung, das wissenschaftliche Methodiken nur kulturelle Gepflogenheiten sind, die man frei interpretieren kann.

    Wissenschaft ist in einem solchen Umfeld nur ein Variante von Kargo-Kult.

  62. Bei den Kozyrev-Spiegeln handelt es sich übrigens um ein uraltes (und schon daher richtiges), kulturübergreifendes Geheimwissen.

    Im wesentlichen handelt es sich ja um einen metallischen Zylinder, der um den Menschen herum ist. Das gibt und gab es wo?

    Haha!

    Bei Ringen (Eheringe, Siegelringe, sonstigen Schmuckringen, …), die in homöopathischer, und daher potenzierter Weise die glieche Wirkung erzielen – der Zylinder ist eben radikal auf das wesentliche gekürzt, und die Wirkung auf eine, schon den Chinesen bekannte Vitallinie konzentriert.

    Das erklärt auch, wieso Frauen, Bischöfe und Herrscher, die oft sensibler für’s Transzendente sind, mit bevorzugt Schmuck tragen. Oder es ist umgekehrt, und durch die Ringe wird man zum Herrn (siehe auch Herr der Ringe, Ring der Nibelungen, Nürburgring, …).

    Spottet nicht!

  63. @Stefan W
    Sie haben mir die Augen geöffnet…auch wurden früher „Dämonenbeschwörungen“ in einem sogenannten „Schutzkreis“ gemacht. Wenn man sich im inneren des Kreises befand, der im Äußeren mit Namen von Engelen oder Gottesnamen versehen war, konnte der Dämon nichts machen; natürlich versucht der Dämon den Adepten aus dem Kreis zu locken…aber wir Menschen sind doch clever…;-)
    Was ich sagen möchte…dieser Kreis ist sozusagen eine zweidimensionale „Miniatur“ des Kozyrev-Spiegel. Erstaunlich, das Wissen unserer Ahnen, das bestätigt wieder die Genialität der Esoterik…sie schöpft aus dem „Goldenen Strom des Universums“, sie ist eine „Wissenschöpfung“ aus einer nicht versiegenden Quelle. Nicht „schaffen“, sondern „schöpfen“…

  64. Jetzt gibt es schon ein Gerangel bei der Wikipedia um den Viafrina-Artikel.

    Andreas Giesen vom IntraG versucht, Passagen entfernen zu lassen:

    Wie von Professor Ulrich Berger hier dokumentiert, ging es mitnichten nur um eine kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen „Medizinsystemen“. –Le Cornichon bla 14:29, 15. Mai 2012 (CEST)

    Wie ich ja oben dargestellt habe, hat das Studium zwei Säulen: die kulturwissenschaftliche (die im Vordergrund steht) sowie die praktische Säule, in der einige Grundlagen der Alternativmedizin Pflicht sind und weitere Module wie eben Ayurveda oder Präventionsmedizin usw. dazu gewählt werden können. Um bereits praktizierende Ärzte für ein kulturwissenschaftliches Studium zu begeistern, das neben dem Job nur mit hoher Motivation absolviert werden kann, müssen schon auch einige Zusatzausbildungen Teil des Pakets sein, die dann später praktischen Nutzen bringen. Sonst ist ein derart aufwändiges Studium berufsbegleitend einfach nicht „zu verkaufen“. Was übrigens die gerne angesprochene Drittmittelfinanzierung angeht, so ist diesbezüglich die Finanzkraft und Einflussname der herkömmlichen Pharmaindustrie (und anderer Konzerne in anderen Bereichen) eher ein hochkritisches Thema als in der Alternativmedizin, die über vergleichsweise geringe Mittel und Lobby verfügt. Andreas Giesen 88.75.64.100 16:14, 15. Mai 2012 (CEST)

    Für Anfragen zur PR-Aufbesserung ist unsere Emailbeantwortungsstelle zuständig: info-de@wikimedia.org –Liberaler Humanist 17:51, 15. Mai 2012 (CEST)

    Meine Aufklärung über die eigentlichen Inhalte des Studiums steht ja nicht ohne Grund derzeit lediglich in der Diskussion; PR-Aufbesserung über Wikipedia haben wir nicht nötig; interessant wird ab einem bestimmten Punkt aber sicher die Adresse der Rechtsabteilung 😉 Die jetzige Formulierung suggeriert, es würde „Hellsehen“ als Dienstleistung gelehrt; Aspekte des Hellsehens wurden aber lediglich einmalig von einem einzigen Studenten experimentell untersucht (und konnten nicht belegt werden), das ist formell streng getrennt von dem, was praktisch gelehrt wird. Zu dieser Unterscheidung sollte jeder fähig sein, es anders darzustellen ist und bleibt eine Falschaussage. Apokalypsenkram wird hingegen weder untersucht noch gelehrt, das bleibt also komplett unwahr. Wenn man nun die Unwahrheiten entfernen würde, die Kritik sachlich in einem angemessenen Kontext darstellen und der Ausgewogenheit halber ein gleiches Maß an neutralen Fakten präsentieren würde, kämen wir dem Qualitätsanspruch einer Wikipedia wieder näher…. Andreas Giesen 88.75.64.100 18:19, 15. Mai 2012 (CEST)

    Ich habe eine Notiz hinterlassen, professionelle Benutzer werden sich darum kümmern. –Liberaler Humanist 13:00, 16. Mai 2012 (CEST)

    Danke; wenn ich mit Informationen dienen kann, gerne anfragen. Auf die erste Unterlassungserklärung kann ich nun verlinken: https://intrag.info/Unterlassung_FAZ/ – leider hat die FAZ diese noch nicht ausreichend umgesetzt, aber da sie wissen, dass sie im Unrecht sind, haben sie sehr schnell eingelenkt. Andreas Giesen 88.75.64.100 13:21, 16. Mai 2012 (CEST)

    Nochmal ganz klar: Wikipedia ist nicht, kann nicht und darf nicht ein Abklatsch von Esowatch werden. Das wird aber hier versucht! Der IntraG-Abschnitt ist Esowatch-Stil, Esowatch-Aktivität und ist unsachlich, emotional gefärbt und manipulierend. Das KANN nicht im Sinne von Wikipedia sein, sich derart überlagern zu lassen! Andreas Giesen 88.72.16.150 14:28, 14. Mai 2012

    Links: [6], [7]. Die Wiki-Watch-Aktivitäten haben wir im Artikel noch nicht einmal erwähnt. –Liberaler Humanist 15:18, 15. Mai 2012 (CEST)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Europa-Universit%C3%A4t_Viadrina

  65. Neues von Harald Walach:

    Angeblich hat er mit den Science Bloggern über die Masterarbeit diskutiert, und es sei zu einem Konsens gekommen:

    Wir haben mit einigen Autoren, die auf “scienceblogs” schreiben eine Diskussion zu diesem Thema geführt und sind in wesentlichen Punkten sogar zu einer Übereinstimmung gekommen

    Und keiner habe außerdem erklären können, was an einem Experiment unwissenschaftlich sei:

    Was an einem Experiment unwissenschaftlich ist, hat mir bis jetzt weder einer der Reporter, die darüber berichtet haben noch einer der Science-Blogger erklären können.

    Im Gegenteil: alle haben darin zugestimmt, dass das Experiment an sich durchaus in Ordnung ist…

    Und dieser letzte Satz gibt wirklich Rätsel auf:

    Dass Studierende bei ihren Arbeiten dabei manchmal auch daneben greifen und den einen oder anderen Fehler, z.b. in der Interpretation oder in der Darstellung machen, steht auf einem anderen Blatt. Deswegen gleich mit dem Begriff der Unwissenschaftlichkeit zu kommen halte ich nicht für gerechtfertigt. Denn: der Kern der Arbeit – ein sorgfältig durchgeführtes Experiment, mit einer grossen Anzahl von Durchgängen und einer Reihe von interessanten Variationen – ist genau das, was man in der Wissenschaft macht, um eine Frage zu beantworten. Sie zeigt aus unserer Sicht: an und für sich hat diese getestete Anordnung keine physikalische Wirkung gezeigt.

    Interessanterweise ist genau diese Tatsache, dass die Ausgangshypothesen eigentlich widerlegt sind, nicht nur dem Autor selber, sondern allen Kritikern entgangen, die sich darüber mokiert haben…

    Meint er mit dem AUTOR den Autor der Masterarbeit??

    https://intrag.info/aktuell/2012/05/16/so-einfach-ist-wissenschaft-nicht-masterarbeit-ist-qualifikationsarbeit/

  66. @ Ponder:

    Können die SB-Autoren nicht Herrn Walach für diese dreiste Lüge, er habe mit einigen von ihnen (welchen denn?) gesprochen, verklagen? Zumindest auf Unterlassung?

  67. @ Flo:

    Ach, vermutlich ist das nur Walachs Version von:

    irgendwelche Diskutanten hier und bei Joseph Kuhn, der ja auch dazu gebloggt hat

    https://www.scienceblogs.de/gesundheits-check/2012/04/wissenschaftstheorie-wissenschaftspraxis-wissenschaftspolitik-die-unendliche-geschichte-esoterischer-betatigungen-an-der-viadrina.php

    waren verdeckte IntraG-Leute, haben ihren Standpunkt vertreten, der höflich angehört und freundlich korrigiert wurde –

    was sie wegen des konzilianten Tonfalls irrtümlich als Zustimmung gedeutet haben, weil sie es inhaltlich ohnehin nicht nachvollziehen konnten –

    sonst wäre es doch gar nicht erst zu dieser haarsträubenden „herausragenden“ Bewertung seitens der Master-Gutachter gekommen.

    Florian Freistetter sollte Walach besser vorschlagen, künftig gegen Honorar als unabhängiger Zweitgutachter für diese Master-of-Desaster-Arbeiten tätig zu sein 😀

    Dadurch würde das Niveau der Machwerke schon um einige geschüttelte Potenzen ansteigen – bzw das Schlimmste im Vorfeld abgewendet.

    Aber sie wollen sich ja unbedingt selbst zu Affen machen – jetzt bastelt der e-learning-Referent Andreas Giesen schon am Wikipedia-Artikel rum – siehe oben…

  68. @Ponder
    Das klingt (ganz oberflächlich betrachtet, ich habe mich nicht wirklich eingelesen), alles nach den typischen Erklärungen, welche man in der politischen Öffentlichkeitsarbeit bringt, um seinem eigenen völlig haltlosen Senf doch noch wenigstens den äußeren Anschein von „aufrecht da stehen“ zu geben. Irgendein Journalist wird das dann schon in irgendeiner Zeitung unkommentiert übernehmen. Ab da hat man dann vermeintlich gewonnen, weil man ab jetzt ja immer wieder auf diesen rettenden Artikel verweisen kann. Man darf nur nicht rot werden bei der Pressekonferenz.
    ^_^“

    Wobei ich mich immer frage, wie die das schaffen, weil diese Erklärungen ja aber sowas von einfältig und durchsichtig sind, daß man meinen sollte, daß keiner, der auch nur ein bisschen darüber siniert, sich davon beeindrucken lässt. Das zum Beispiel:

    Was an einem Experiment unwissenschaftlich ist, hat mir bis jetzt weder einer der Reporter, die darüber berichtet haben noch einer der Science-Blogger erklären können.

    Ist das nicht ein Strohmann? Und wieso diese Unbestimmtheit, mit einem Experiment? Ich dachte in der Masterarbeit wurde ein ganz bestimmtes Experiment mit so einer Alu-Litfasssäule durchgeführt? Und gegen den Versuchsaufbau wurde doch nirgends so richtig Kritik angebracht. Eher an die Versuchsdurchführung und die abschließende Interpretation, was Herr Wallach anscheinen in seinem etwas wirren Schlußwort möglicherweise selber zugibt. Ach ja, und natürlich auch den etwas unpassenden Schreibstil.
    Aber diese „Einigung“ (welche denn?) in „weiten Teilen“ (welche denn?) mit „einigen S-Blogs Autoren (welche denn?), da würden mich die Details schon interessieren. So wie er das schreibt kann ich das erst mal nicht so ernst nehmen. Auch hier gülte es, zuerst mal noch die Gegenseite zum Statement zu bekommen.

  69. @ Basilius:

    Aber diese „Einigung“ (welche denn?) in „weiten Teilen“ (welche denn?) mit „einigen S-Blogs Autoren (welche denn?), da würden mich die Details schon interessieren. So wie er das schreibt kann ich das erst mal nicht so ernst nehmen. Auch hier gülte es, zuerst mal noch die Gegenseite zum Statement zu bekommen.

    Ja, ich denke auch, es sollten möglichst viele – allen voran die Science-Blogger – das aufgreifen und Harald Walach in aller Öffentlichkeit damit konfrontieren.

    Vor knapp zwei Jahren hat die Viadrina das ja schon mal „auf fettem Gesäß“ ausgesessen und lieber verdeckt Gegendruck betrieben – ausnahmsweise verlinke ich diese Schmuddelseite mal:

    https://www.eselwatch.com/index.php?title=Bernd_Kramer_%28Journalist%29

    Hier waren auch ursprünglich mal per Quellenlinks im Text zwei pdfs einzusehen.

    es handelte sich um die offiziellen e-mail-Anfragen von Ulrich Berger und Bernd Kramer (unabhängig von einander) an Günter Pleuger, Hartmut Schröder und Harald Walach – mit der Bitte um Stellungnahme zu den befremdlichen geplanten Modulen des Masterstudiengangs.

    Diese e-mail-Kopien liegen als Beweisstücke in den Esowatch-Archiven 😉
    Ursprünglich konnte man sie in den alten Wiki-Tagebüchern der Esel-Seite noch finden – sie scheinen aber jetzt gelöscht zu sein.

    Den ursprünglichen Skandal in 2010 hat Ulrich Berger in seinen 3 Blogbeiträgen gut dokumentiert – incl einiger Quellenbelege:

    https://www.scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2010/12/akademische-esoterik-der-fall-viadrina-13.php

    Es lohnt, sich durch die Kommentare zu wühlen – da kommt aber leider auch viel braune Soße zum Vorschein >:(

    Und dem entsprechend bekam Ulrich Berger eben auch eine Seite bei den Eseln:

    https://eselwatch.com/index.php?title=Ulrich_Berger_%28GWUP%29

    Aber dass die beiden offiziellen mails (Bernd Kramer/ Ulrich Berger) in diesem Portal gelandet sind – darum hat sich bislang noch niemand juristisch oder journalistisch gekümmert… das muss ja von einem der drei Viadrina-Adressaten (Pleuger, Schröder oder Walach) ausgegangen sein.

  70. @Ponder
    Ja, so ungefähr sehe ich das auch.

    Aber dass die beiden offiziellen mails (Bernd Kramer/ Ulrich Berger) in diesem Portal gelandet sind … das muss ja von einem der drei Viadrina-Adressaten …ausgegangen sein.

    Ich würde nicht sagen, daß es von einem der Adressaten ausgegangen sein muss.
    Aber der Verdacht liegt natürlich nahe.

  71. Harald Walach in der jüngsten Stellungnahme:

    Der Hintergrund: Hartmut Müller und das Global Scaling in der Presse

    Die augenblickliche Diskussion nahm ihren Anfang mit einer Berichterstattung der FAZ über den Prozess gegen Hartmut Müller, den Erfinder von Global Scaling. Dort wurde auch behauptet, Müller sei im Masterstudiengang “Kulturwissenschaften – Komplementäre Medizin” als Dozent vorgesehen gewesen. Dies ist falsch und Stefan Locke, der Autor des Artikels, wusste das, weil ich es ihm am Telefon gesagt habe.

    Die vermeintliche Verbindung zwischen Hartmut Müller und dem IntraG wurde von Sebastian Herrmann bereits früher einmal in der SZ in die Welt gesetzt, eine Falschmeldung. Es ist also zunächst wichtig zu wissen: entgegen vielfältiger anderer Behauptungen haben wir an unserem Institut keine Verbindung mit Global Scaling…

    https://intrag.info/aktuell/2012/05/16/so-einfach-ist-wissenschaft-nicht-masterarbeit-ist-qualifikationsarbeit/

    dem gegenüber:

    Ausdrücklich beruft sich der Autor Peter Conrad mehrfach auf das pseudowissenschaftliche Global Scaling von Hartmut Müller, gleich im ersten Satz bezieht Conrad sich auf Müller:

    „Mein erster Kontakt mit dem Namen Kozyrev stammt aus dem Artikel „Die globale Zeitwelle“ von H. Müller.“.

    In der Literaturliste der „Masterarbeit“ ist Hartmut Müller mit seinem „Global Scaling“ zweimal enthalten:

    „Müller, Hartmut, 2000: Global-Scaling: Die globale Zeitwelle; raum&zeit 107/48 raum&zeit special 1, 5. Aufl. 2005, S. 46-57“ und „Müller, Hartmut, 2009: Widerspiegelung des Bewußtseins in der Global Scaling Gesetzmäßigkeit; Vortrag Berlin 28.11.2009 – Kongreß für Bewußtseinsforschung“.

    Die Institutsleitung und Gutachter behaupten hingegen in keinerlei Beziehung zum GS oder Müller zu stehen…

    Quelle:

    https://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Kozyrev-Spiegel

  72. @Ponder: „: Angeblich hat er mit den Science Bloggern über die Masterarbeit diskutiert, und es sei zu einem Konsens gekommen: „

    Mit mir nicht.

    Und natürlich muss eine Masterarbeit genauso wissenschaftlich vernünftig sein…

  73. „Und natürlich muss eine Masterarbeit genauso wissenschaftlich vernünftig sein…“

    … und wenn nicht, darf sie nicht als „herausragend“ bewertet werden.

    „Können die SB-Autoren nicht Herrn Walach für diese dreiste Lüge, er habe mit einigen von ihnen (welchen denn?) gesprochen, verklagen? Zumindest auf Unterlassung?“

    Das kostet Geld für einen Anwalt und wie „Ponder“ oben (16.5., 22:37) so schön offenlegt, halten sie durch ihre vagen Aussagen Interpretationsspielräume offen, die juristisch abgeklärt werden müssten.

    Der Gewinn der ganzen Auseinandersetzung liegt m.E. darin, dass Qualitätsansprüche und Bewertungsmaßstäbe für Masterarbeiten am INTRAG deutlich geworden sind, dass weiter deutlich geworden ist, mit welchen Argumentationsstrategien die Betreuuer einer Diskussion von konkreten Kritikpunkten an der Arbeit aus dem Weg gehen und wie sich Wissenschaftsinstitutionen (DFG, Fachverbände, Ministerium) in solchen Konflikten verhalten. Das ist eigentlich schönes Material für eine wissenschaftssoziologische Arbeit zum Thema wissenschaftliche Integrität.

  74. Auch wenn es ein alter Thread ist. Im nächsten Jahr gibt es bei Fostac drei Kurse (März/Juni/Okt.) um „Erfahrungen“ mit besagtem Spiegel zu machen. Kostenpunkt, lächerliche €210 (wohl gemerkt, für den einen Tag)… die Masterarbeit gibt es da noch immer zum download, mit der Weile von Dr. med. Conrad. Naja, Dipl. oder Dr.- beginnt ja beides mit einem „D“ und Ärzte nennt man halt Herr Doktor… Wie war das gleich mit Walachs Unverständnis der Veröffentlichung der Arbeit.. ?

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