Recht herzlichen Dank an @beetlebum. Jetzt ist wieder eine meiner Kindheitserinnerungen dahin. Was ist nur aus dem lieben Donald Duck geworden…

Dieser (falsche) Trailer stammt übrigens von der isländischen Comedy-Gruppe Mid-Island. Gut gemacht – aber ich weiß nicht, ob ich mir so einen Film auch in echt ansehen würde, wenn es ihn geben würde. Ich geh lieber im Keller auf die Suche nach meinen alten „Lustigen Taschenbüchern“.

38 Gedanken zu „Was ist nur aus Donald Duck geworden…“
  1. @Waldschrat
    Was ist daran unheimlich? Verstehe ich nicht, das ist doch einfach nur ein amerikanischer Propagandafilm aus dem 2. Weltkrieg, wie es sie mit vielen Cartoon-Figuren (Bugs Bunny et al.) gegeben hat.

  2. @Waldschrat Das ist sogar noch richtig harmlos, besonders wenn man bedenkt wie eng die Verflechtungen waren. Zu der damaligen Zeit soll angeblich sogar ein Militäroffizier sich das Büro mit Walt Disney persönlich geteilt haben.
    Das war halt damals so, Disney brauchte auch Geld, denn aus verständlichen Gründen brach ihm ein Markt weg.
    In Nord Korea schaut das dann zum Beispiel so aus:
    https://www.youtube.com/watch?v=mNR4kR1uC-w
    (eines der Haupt-Exportgüter von Nord Korea sind übrigens Zeichentrickfilme. Die beiden Teile von Titanic wurden dort animiert.)

  3. @Christian Berger: Der Donaldismus beschäftigt sich nur am Rande mit den „Lustigen Taschenbüchern“ denn die waren meist aus italienischer Produktion und eher Massenware als „echte Geschichten“. Diese Literatur wurde auch eher selten von Fr. Dr. Fuchs übersetzt – meines Wissens nach gibt es bei den „Lustigen Taschenbüchern“ kein Fuchsisch.

    Gerade das verlinkte Video zeigt zu 100% von Fr. Dr. Fuchs übersetzte Geschichten von Carl Barks die imho niemals in den „Lustigen Taschenbüchern“ veröffentlicht wurden.

  4. Im Übrigen bin ich der Meinung, man muss vor den „Lustigen Taschenbüchern“ warnen: Das ist miesester Schund, der den Entenhausener Cosmos uninspiriert aufbereitet. Die großen amerikanischen Donald-Erzähler wundern sich ja auch immer, um es höflich zu sagen, was da im deutschsprachigen Raum unter der Marke „Entenhausen und Co“ auf den Markt gebracht werden darf.

    Hände weg von dem Zeug, lieber die großen Werke lesen, zum Beispiel das hier von Don Rosa: https://www.amazon.de/Disneys-Onkel-Dagobert-Milliarden-Biografie/dp/3770432452/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1335163496&sr=8-1

  5. Finds gar nich mal so ungut.
    Klar, ich liebe meine LTBs, habe die Sammlung meiner Mutter weitergeführt, alle LTBs die jemals erschienen sind haben bei uns ein Riesenregal, aber trotzdem, den Film würd ich mir sogar anschauen.
    Natürlich mit richtigen Schauspielern, nicht in der Qualität von dem kleinen Teaser, das ist für nen ganzen Film dann indiskutabel.

  6. @Dyrnberg:
    Auch wenn im LTB durchaus viel Billiges und mitunter traurige Tiefpunkte wie Kaschperlmicky kommen – pauschal aburteilen würd ich’s nicht. Schließlich gibt’s da auch genug Klassiker, gerade unter den älteren Geschichten (und Autoren und Zeichnern), die Entenhausen bereichert haben – Phantomias‘ Anfänge oder etliche Micky-Abenteuer etwa.

    Ob man jetzt z.B. Scarpa in dieselbe Liga einordnet wie Rosa (dessen zeichnerischen Detailreichtum mal außer Acht lassend), darüber mag man diskutieren, aber verstecken müssen sich diverse v.a. italienische Autoren und Zeichner, die aus dem LTB bekannt sind, auch nicht, finde ich.

  7. @ Dyrnberg:

    Don Rosa ist wunderbar, dann aber lieber im Original, denn was Egmont-Ehapa drucktechnisch und typografisch da verbrochen hat, geht gar nicht. Es ist so schrecklich, was Ehapa den Büchern antut, es scheint in diesem Verlag niemanden zu geben, der Comics zu schätzen weiß.

    Ich bin aber – neben Barks und Rosa und trotz Ehapa – nach wie vor ein großer Fan der LTB (trotz der schauderhaften Mickey Mouse zwischendurch), und es gibt so einiger Zeichner aus der Schmiede, die es mir angetan haben (Cavazzano, Fecchi, oder Flemming Andersen, was der macht, ist schon beinahe anarchistisch schräg) Und Scarpa war meines Erachtens sowieso einer der ganz großen.

  8. In den 80ern habe ich bei einem Bekannten mal ein Video gesehen mit dem Titel „The Truth about Mickey & Co. – what Walt Disney never wanted You to see“, einen gut eine halbe Stunde langen Film, in dem Mickey und Goofy ständig auf Drogen sind, Minnie für die beiden anschaffen geht und Donald sich in ein Sexmonster verwandelt hat. Der Film war wohl von einer Gruppe dänischer (oder schwedischer?) Studenten erstellt worden, aber sicher bin ich da nicht mehr.

    Kennt den zufällig noch jemand – ich suche ihn schon seit Jahren ohne Erfolg.

  9. @Harry: „Armer Florian F.. Sie haben das Beste von Donald (Barks/Fuchs) versäumt. „

    Woraus schließen sie das? Ich habe durchaus mehr gelesen als die LTBs…

  10. -grübel- ich habe mich (erstaunlicherweise!) noch nicht wirklich im Netz über die LTB schlau gemacht, aber zumindest mache ich mir ab und an so meine Gedanken darüber, da ich erstens noch gelegentlich das LTB kaufe und ich zweitens keine Probleme damit habe, diese Büchlein (sowie Bücher aller Art) alle Jahre wieder zu lesen.
    Zum Schmunzeln bringt mich immer wieder, ich sag es jetzt mal so, die Gesetzmäßigkeiten der LTB. Donald und Co treffen Micky und Co nur in „Spinoffs“, sprich Geschichten, die sich außerhalb von Entenhausen zutragen. Es gibt Waffen, aber keine Toten. Tote gibt es nur sehr indirekt, entweder verstorbene Ahnen oder andere, in der Vergangenheit verschiedene Personen. Dabei natürliche Todesursachen. Es gibt Tabak und Alkohol, ansonsten existieren keine Drogen (wobei natürlich oft Geschichten mit Inhalten daherkommen, welche man ruhigen Gewissens als Drogenmissbrauch bezeichnen könnte).
    Dann gibt es noch die gewöhnliche Kontinuität, wie das schlechte Gedächtnis der Protagonisten, mit Ausnahme von “ * siehe LTB Nr. XXX „. Dafür sind einige Gesetzmäßigkeiten flexibel. Dagobert Duck hat einen Geldspeicher, manchmal auch mehrere (und temporär manchmal auch gar keinen 😉
    Jedenfalls schmunzel ich oft darüber, wenn mir beim Lesen eines LTB mal wieder so ein „Was wäre wenn…?“-Gedanke kommt. Dagobert Duck ist überwiegend ein Mens… ähm, eine Figur mit durchaus schlechten Charakterzügen. Manchmal kann das einfach nicht kaschiert werden. Donald auch und Daisy sowieso. Wenn ich rückblickend so an manche „Fakten“ aus dem Micky Maus Magazin denke, kann ich gar nicht genau sagen, wer jetzt wo in Entenhausen wohnt (dank zahlhafter Stadtkarten von Entenhausen) oder inwiefern jetzt dort Inzucht herscht. Inwiefern, nicht ob, wohlgemerkt. Wie schön wäre doch unsere Welt, wenn die bösen Buben immer hinterhältig grinsen würden, schlechte Maskierungen hätten oder spätestens, wenn sich ihre schlechten Absichten zeigen sie auch ihr schlechtes Gesicht deutlich zeigen würden. Natürlich in Form von einem bösen Grinsen.
    Praktisch wäre auch, wenn man Menschen begegnet, und diese immer schön das soeben Besprochene, welches man nicht gesehen hat (um Zeit beim Plot zu sparen), aussprechen. „Wir klauen also jetzt das Dynamit, um den Staudamm in die Luft zu sprengen, damit das angestaute Wasser zur Flutwelle wird und den Schuppen der Räuber wegspült?“. „Genau, und ihre Boote zerstören wir damit auch noch!“
    Obwohl, so toll wäre das nun auch nicht. Entweder hätte ich auf wundersame Weise das Besprochene mitbekommen und würde später mit dem Satz „Ha, ich habe ich schon erwartet! HAHAHA!“ auftauchen oder ich wäre total überascht und könnte nur noch sagen „Verdammt Schnüffler, wie habt ihr mich gefunden?“. Und letztendlich wäre ich dabei dann der Böse. Ne, danke… Wie soll man denn in einer Welt klarkommen, in der man immer verliert… und es gibt keine Drogen!?

    Auffällig ist auch, wie das LTB mit der Zeit geht. Die Sprache wird immer moderner. Aber sie hinkt trotzdem irgendwie hinterher und das war zumindest schon so , als ich in den 80ern noch klein war und das LTB gelesen habe (und jene Ausgaben auch heute noch ab und an durchlese).

    Eigentlich ist das LTB doch typischer Comic für Kinder: eine heile Fantasiewelt. Aber an einigen Kommentaren hier konnte ich schon erkennen, dass es wohl mehr Probleme mit dem LTB gibt als unsere Lokalisierung. Insofern freue ich mich über weitere Kommentare und Wahrheiten über das LTB.
    Mal sehen, ob es irgendwelche Schockmomente für mich geben wird. Aber ich bin eigentlich auf alles Gefasst, immerhin geht es hier im Disney 😉 Ei der Daus!

  11. @F.F. „Woraus schließen sie das? Ich habe durchaus mehr gelesen als die LTBs…“

    Ich schloss das aus Ihrer Schluss-Bemerkung: „Ich geh lieber im Keller auf die Suche nach meinen alten „Lustigen Taschenbüchern“.“
    Dass Sie mehr – viel mehr – gelesen haben, ist mir klar, sonst wären Sie zum Beispiel nicht promovierter Astronom und könnten hier nicht so ein wunderbares Blog betreiben und wir wären um einiges ärmer und dummer, wären vielleicht sogar Eso-Gläubige.
    Waren bei der nun erwähnten Mehr-Lektüre auch einige „echte“ Entenhausen-Geschichten? („Wer keine weiche Birne hat, isst harte Äpfel aus Halberstadt“ usw. usw.) …wenn ja (wunderbar!) aber weshalb erwähnen Sie dann ausgerechnet (!) und einzig (!) die lausigen „Lustigen Taschenbücher“? Ich musste ja annehmen, dass Sie die guten, tatsächlich „lustigen“ und dazu intelligenten Geschichten nicht kennen, nämlich die von Barks in der Übersetzung und prima Neudichtung von Frau Fuchs. Sogar die FAZ hat 30 – 40 Jahre später diese Sprache übernommen, was natürlich auch daran lag, dass ein ehemaliger PräsidENTE der D.O.N.A.L.D. dort leitender ReDUCKteur wurde (= PaTRICK Bahners).
    .
    Unter Donaldisten gelten die LTB (siehe einige andere Kommentare oben) sehr zu Recht als undiskutabler billiger Schund für unbedarfte Kinder. Arme Kinder. Den Dreck sammelt man auch nicht, genau so wenig wie Musikliebhaber alte „Pat Boone“-Platten sammeln …sondern – wenn schon denn schon- John Lee Hooker, Muddy Waters, Sonny Boy Williamson… Doch ich schweife ab, ‚tschuldigung.

  12. @Harry: „Unter Donaldisten gelten die LTB (siehe einige andere Kommentare oben) sehr zu Recht als undiskutabler billiger Schund für unbedarfte Kinder. Arme Kinder. Den Dreck sammelt man auch nicht, „

    Tja, ich bin halt kein Donaldist (und wenn die alle so fanatisch sind, will ich auch keiner sein). Ich habe die LTB gerne gelesen. Ich habe die Hefte gerne gelesen. Ich habe die Carl Barks Geschichten gerne gelesen. Tut mir leid – ich war wohl ein „unbedarftes Kind“.

  13. Bitte: Nicht gleich beleidigt sein.
    Ich hab doch auch keine Ahnung von vielem (nicht mal Abitur) und wenn ich mich dann trotzdem dazu äußere, z.B. „Elvis war ganz großartig in seinen Filmen“ …und Film- wie Rock’n’Roll-Liebhaber und -kenner mir dann entsetzt sagen: „Was is’n das für’n Quatsch? Jeder weiß, dass er die Filme lieber nicht hätte machen sollen, die sind absoluter peinlicher Mist“, muss ich mich nicht wundern. Sondern kann was lernen.
    Wenn man das wirklich Gute nicht kennt (weil man zu jung ist, oder keine Leidenschaft dafür entwickelt hat, oder keine Zeit dafür hat, oder weil’s einem nicht wichtig war) und mit drittklassigem Ersatz zufrieden ist (und den aus Unkenntnis lobt!), sollte man sich freuen, wenn einem ein Fachmann mitteilt: Hallo! schön dass Du Dich dafür etwas interessierst. Schau mal hier: es gibt besseres.
    .
    Nichts für ungut. Ich wollte helfen, wollte offensichtliche Lücken schließen.
    Ciao.

  14. @Klaus: „Wenn man das wirklich Gute nicht kennt „

    „Das wirkliche Gute“ ist Ansichtssache.

    „Hallo! schön dass Du Dich dafür etwas interessierst. Schau mal hier: es gibt besseres. . Nichts für ungut. Ich wollte helfen, wollte offensichtliche Lücken schließen.“

    Ich habe alles gelesen, was es in Sachen Donald Duck gibt. Es tut mir leid, wenn mir dabei Dinge gefallen haben, die mir laut „Fachmeinung“ nicht gefallen dürfen.

  15. Diese Arroganz von irgendwelchen „Literatur Kennern“ kotzt mich an. „ABC ist aber keine gute Literatur, das ist Schund, lies doch lieber XYZ!“.
    Ich lese um mich zu Unterhalten und wenn mich ein Buch unterhält dann ist es gut. Besonders bei Comics.

  16. @ Eisentor:

    „ABC ist aber keine gute Literatur, das ist Schund, lies doch lieber XYZ!“.

    Wie oft habe ich diesen Satz früher von meiner Mutter gehört…

    Ich lese um mich zu Unterhalten und wenn mich ein Buch unterhält dann ist es gut.

    Amen!

  17. Ach Gott… ich bin mit LTBs aufgewachsen und lese sie immer noch. Zugegeben, die meisten Geschichten sind Schrott und wiederholen sich. Aber die Übersetzungen finde ich durchaus gelungen und gewitzt (dieser Fuchs-Fetisch einiger Donaldisten ist mir ein Rätsel) und hin und wieder gelingt einem Autor doch tatsächlich eine gute Geschichte mit aktuellem Bezug und persiflierenden Elementen, sprich: Manchmal findet sich in diesem Schund doch tatsächlich Gesellschaftskritisches. Und manche Ideen sind an sich einfach spannend; die Doppel-Duck Geschichten beispielsweise finde ich künstlerisch und dramaturgisch ansprechend.
    Was an den italienischen Zeichnern so schlecht sein soll, erschließt sich mir auch nicht, Massimo Fecchi und Giorgio Cavazzano finde ich großartig.
    Wahrscheinlich bin ich mit 19 Jahren aber auch einfach zu jung, um mit engstirnigem Feuereifer die alten Meister zum Maß der Dinge verklären zu können, wie es hier die Donaldisten tun.

  18. Wow, ich wusste bis dato gar nicht, dass es da solch eine Diskussion darüber gibt!
    Ich habe die LTB als Kind/Jugendlicher gerne gelesen – weil man als Kind/Jugendlicher halt gerne Comics liest. So einfach ist das. 🙂

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