Im Frühjahr habe ich ein paar Zahlen zusammengetragen um zu schauen, wie viel CO2-Einsparungen wir 2020 dank der Corona-Lockdowns gehabt haben. Stellt sich raus: Nichts, was für die Klimakrise irgendwie relevant gewesen wäre. Jetzt hat das „Global Carbon Project“ die neuesten Daten und Projektionen veröffentlicht. Und die sind ebenso erwartbar wie unerfreulich („Global fossil carbon emissions rebound near pre-COVID-19 levels“).

Fangen wir mit dem Jahr 2019 an. Da gab es noch keine Pandemie und keine weltweiten Lockdowns und wir haben als Welt 36,7 Milliarden Tonnen CO2 ausgestossen. Ein Rekordwert übrigens, so viel wie noch in keinem anderen Jahr dafür. Die Corona-Pandemie hat tatsächlich zu einer Reduktion geführt. 2020 betrugen die globalen Emissionen „nur“ 35,8 Milliarden Tonnen CO2. Das ist ein Rückgang von 5,4 Prozent. Was das Klima angeht hat diese einmalig geringere Ausstoß kaum Auswirkungen. Reiht man die Jahre nach der Menge an ausgestoßenen CO2, dann landet 2020 immer noch auf Platz 10 – nach 2019, 2018, 2021, 2017, 2016, 2014, 2015, 2013 und 2012. Und es WAR eine einmalige Sache. Wie man in der Liste sehen kann, steht dort 2021 auf Platz 3! 2021 werden wir 36,4 Milliarden Tonnen ausgestoßen haben. Das ist ein Anstieg um 4,9 Prozent.

2020 haben wir 1,9 Milliarden Tonnen weniger ausgestoßen als 2019.
2021 haben wir 1,6 Milliarden Tonnen mehr ausgestoßen als 2020.

Bild:
Global Carbon Project (2021), Jackson et al 2021

Selbst die minimale Einsparung aus dem Vorjahr haben wir also schon wieder fast komplett kompensiert. Das ist schon schlimm genug. Noch schlimmer aber ist, dass der globale Trend keine Anzeichen einer Umkehr aufweist. Gerade findet in Glasgow die 26. (!!) UN-Klimakonferenz statt. Wieder einmal erklären dort alle Länder, wie ernst man die Klimakrise nehmen muss. Wie dramatisch die Lage ist. Dass man sich um die Zukunft kümmern muss. Usw. Schöne Worte, ohne Taten. Greta Thunberg hat das sehr plakativ zusammengefasst: „Green economy blah blah blah. Net-zero by 2050 blah blah blah.
Net-zero blah blah blah, climate neutral blah blah blah. This is all we hear from our so-called leaders. Words. Words that sound great but so far has led to no action.“

Ja, es SIND nur Worte, nur „Blah Blah“. Es hat sich nichts geändert; wir tun immer noch so, als wäre alles ok. Was es aber nicht ist! Mit jedem Jahr, in dem die CO2-Emissionen steigen, anstatt zu sinken, verlieren wir Zeit. Und wir haben keine Zeit mehr! Das Pariser Klimaabkommen ist nicht nur ein Stück Papier; es geht darum, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Es gibt wirklich gute Gründe das zu tun. Das, was wir in den letzten Jahren gesehen haben – mehr Waldbrände, mehr Hitzewellen, mehr Überschwemmungen, mehr Dürren, usw – sind Ereignisse, die umso häufiger und heftiger vorkommen werden, je wärmer die Erde wird. Das ist keine Hypothese; das wird genau so kommen. Und wenn die Erde zu warm wird, dann werden Ereignisse ausgelöst, die nicht mehr umkehrbar sind und das Klima in kurzer Zeit sehr dramatisch verändern können. Wir können nicht exakt vorhersagen, wann solche „Kippelemente“ ausgelöst werden (das Abschmelzen der Gletscher in Grönland oder der Antarktis, das Zusammenbrechen des Golfstroms, usw). Aber wir wissen, dass es umso wahrscheinlicher ist, je wärmer die Erde wird.

Momentan sind wir auf einem Weg zu einer Erde, die im Jahr 2100 um 3 bis 5 Grad wärmer sein wird als vor der industriellen Revolution. Um das 1,5 Grad zu erreichen, müssen wir etwas tun, das geht nicht von selbst. Aber noch ist es erreichbar. Noch. Wenn 2022 das nächste Rekordjahr wird und wir erneut mehr CO2 freisetzen als in den Jahren zuvor; wenn alles immer so weitergeht: Dann werden wir schneller erleben was das Wort „Klimakrise“ bedeutet, als uns lieb ist.

P.S. Mehr zum Klima gibt es im Podcast „Das Klima“, den ich gemeinsam mit der Meteorologin Claudia Frick betreibe.
P.P.S. Noch bis 10. November kann man sich hier die Science-Busters-Fernsehsendung ansehen, in der ich über genau dieses Thema spreche.

39 Gedanken zu „Business as usual: Die CO2-Emissionen sind so hoch wie vor der Pandemie“
  1. Was ist hier heute los? In der Regel wird in den Kommentaren inhaltlich wertvoll diskutiert, aber hier und heute lässt sich weit und breit kein Mehrwert auffinden. Wie schon einmal geschrieben wäre für mich ein erstes Anzeichen ernst gemeinten Handelns, wenn eine in unseren Breiten geheiligte Autobahn/Schnellstraße zurückgebaut wird. Aktuell wollen wir ja bspw. in Wien immer noch mehr Straßen, die dann auf wundersame Weise noch mehr Verkehr hervorbringen!

  2. @SpackoBernd:

    Und wer von uns hat in den letzten 2 Jahren seine Anzahl an Autokilometern verringert?

    Ich. Vorher 5000, jetzt 2500.
    Ansonsten gilt, was RainerO geschrieben hat.

    @David:

    [es] wäre für mich ein erstes Anzeichen ernst gemeinten Handelns, wenn eine in unseren Breiten geheiligte Autobahn/Schnellstraße zurückgebaut wird.

    Gugg mal nach Berlin. Da werden Fahrspuren auf Hauptstraßen zu Parkspuren gemacht, und die vorigen Parkspuren sind jetzt Fahrradspuren. Jetzt brauchen wir nur noch die etwa 20 Jahre, bis die Autofahrerinnen und Autofahrer kapiert haben, daß Autofahren in der Stadt eine dumme Idee ist.

  3. Es ist zwar spät und ich nicht mehr wirklich aufnahmefähig, aber kann es sein, daß das hier völlig wirr ist? Oder fehlt einfach nur die Hälfte des Threads?
    Auf welche Kommentare beziehen sich „@SpackoBernd:“ und „was RainerO geschrieben hat.“ bei Bullet?
    Was meint hto #1 mit „Bist Du jetzt bereit Öffentlichkeit zu schaffen für Kommunikation in die einzig vernünftige Richtung???“
    Wie kommt FF bez. hto’s #1 auf China?

  4. @David:

    Was ist hier heute los? In der Regel wird in den Kommentaren inhaltlich wertvoll diskutiert, aber hier und heute lässt sich weit und breit kein Mehrwert auffinden.

    Ich glaube, Florian hat da inzwischen fleißig gelöscht … 🙂

    Aber davon ab: Das ist halt eins von diesen Themen … (zu dem heute jeder halt in dieses Internet-Dingsda irgendwas reinschreibt, den man früher am Stammtisch nach fünf Minuten nicht mehr ernst genommen hätte …). (*seufz*)

    Aber man könnte das ja einfach ignorieren. Und da weiter machen wo du und Bullet angefangen haben.

    Man könnte zB. mal bei den Benzinpreisen anfangen. Die sind in den letzten 30 Jahren kontinuierlich gestiegen (im Mittel!) und jetzt gerade flippen alle aus, weil sie gerade im Moment mal wieder besonders hoch sind. Solche Hochphasen hatten wir in den letzten 20 Jahren aber immer wieder … und trotzdem wurden die Autos in den letzten drei Jahrzehnten im Mittel immer PS-Stärker und in den letzten 10 Jahren führen ausgerechnet die SUVs (die nun wirklich keine Spritsparer sind) die Hitlisten bei den Neuzulassungen an.

    Rein Marktwirtschaftlich argumentiert, also unter der Annahme, dass die Leute nicht doof sind, sondern rechnen können, müsste man also daraus folgern – aller Hysterie wegen der gestiegenen Spritpreise zum Trotz – dass Benzin immer noch sehr billig ist, wenn soviele Leute beschließen solche Spritfresser zu kaufen.

    Da kann irgendwas nicht stimmen. Fragt sich nur, was.

    Dann könnte man weiter machen mit dem indirekt subventioniertem Flugbenzin auf das niedrigere Steuern fällig werden, als die Bahn für Diesel zahlen muss. Aber, neeisklar: beim Flugbenzin (bzw. Kerosin) gehts um Konkurrenzfähigkeit und Arbeitsplätze! Hach du je. Konkurrenz zu was? Welche Arbeitsplätze und vor allem wieviele? Im Vergleich zu? Denen bei der Deutschen Bahn?

    Autos, die 23 Stunden am Tag in den Städten rum stehen und Platz wegnehmen. Viele Millionen Menschen in Deutschland, die keinen vernünftigen Anschluss an den ÖPNV haben, vor allem auf dem platten Land.

    etc. pp. usw.

  5. So wird’s wohl sein, der Hausherr hat das Hausrecht.

    Zum Thema: Die SZ vermeldet (https://www.sueddeutsche.de/politik/cop26-kohleausstieg-kohlekraftwerke-1.5456652), daß die Internationale Energieagentur zu dem Ergebnis komme, sämtliche bisherigen Verpflichtungen und Zusagen der Staaten könnten zu einer Begrenzung der Erderwärmung um 1,8 Grad reichen – wenn sie denn auch strikt eingehalten werden.
    Anlaß zu Optimismus gibt das nicht.

  6. Damit müßten alle Fantastereien erledigt sein von einem (partiellen) Klimalockdown. Die Rechnung „weniger des bisherigen“ geht nicht auf.
    Einen Zusammenhang mit dem Insektensterben könnte es allerdings geben, hatte nie so viele große Fluginsekten in der Wohnung wie im ersten Lockdown, seitdem wieder wie sonst.

  7. Ja, hier wurde gründlich gereinigt; gestern noch auf Position 13 ist mein erster Kommentar nun aufgerückt.
    Ich hatte eigentlich bisher verstanden, dass das Leben in der Stadt aus ökologischen Gesichtspunkten jenem auf dem Land vorzuziehen ist (Bodenversiegelung pro Einwohner, Ressourcenteilung, öffentlicher Verkehr, etc.). Jetzt hat mich jüngst die österreichische Regierung mit ihrer „öko-sozialen“ Steuerreform eines Besseren belehrt, in dem sie den Bewohnern auf dem Land einen höheren „Ökobonus“ auszahlt. Ich halte somit fest; Land = im Schnitt niedrigere Eigentums-/Mietpreise + Pendlerpauschale + erhöhter Ökobonus, Stadt = im Schnitt höhere Eigentums-/Mietpreise + niedrigster Ökobonus. Muss ich das verstehen bzw. wo bitte finde ich hier öko-sozial?!?

  8. @David:

    Jetzt hat mich jüngst die österreichische Regierung mit ihrer “öko-sozialen” Steuerreform eines Besseren belehrt, in dem sie den Bewohnern auf dem Land einen höheren “Ökobonus” auszahlt. […] Muss ich das verstehen bzw. wo bitte finde ich hier öko-sozial?!?

    Dazu müsste man jetzt als nicht-Österreicher wissen, was es mit diesem Ökobonus auf sich hat …
    Hast du da eine Quelle oder eine kurze Erklärung?

  9. Das wird bei uns (Bayern) medial z.Zt. so kommuniziert, daß „die Städte die größten Klimakiller“ seien. Stimmt ja auch absolut, weil vielviel mehr Menschen in Städten leben, in Städten produziert und in Städten transportiert wird. Bauchpinselt schön die Bessergestellten in ihren Einfamilienhäusern draußen „auf dem Land“, die problemlos ausblenden können, daß ihre Ökobilanz pro Person verhehrend ausfällt gegenüber derjenigen von beispielsweise Arbeiterfamilien in Etagenwohnungen ohne Garten, Zweitwagen und Bergblick.

  10. Wenn 2022 das nächste Rekordjahr wird und wir erneut mehr CO2 freisetzen als in den Jahren zuvor; wenn alles immer so weitergeht

    Der Maßstab ist aber sehr vorsichtig angelegt. Wir müssen viele Jahre in Folge, beginnend sofort, drastische Einsparungen bewirken, wenn wir das Schlimmste verhindern wollen.

    Nicht nur Autokilometer reduzieren, v.a. Flugzeug, aber auch Bahn und Bus.

    Und wie wäre es damit aufzuhören zu heizen? Ich habe vor 4 Jahren aufgehört, und es geht. Nun – nicht zu 100% – eine Woche hatte ich Erkältung letztes Jahr, da war es auch gerade eisig kalt draußen, und da habe ich dann doch geheizt und vorletztes Jahr habe ich mal geheizt, als ich Besuch erwartet habe, den ich als sensibel eingeschätzt habe.

    Warm geduscht wird nur noch, wenn ich auf Arbeit muss, aber mit weniger Warmwasser als früher. Der große Fernseher ist fast immer aus. Ich sehe bei mir nicht viel Potential noch mehr einzusparen und solange andere nicht mitmachen fehlt mir auch die Motivation.

    Kinder habe ich die letzten 4 Jahre auch keine bekommen – Kinder sind ja die größte Klimahypothek, weil die sich ihrerseits womöglich wieder fortpflanzen und so ganz verdenken kann man es ihnen ja nicht.

    Ich glaube nicht, dass viele Menschen freiwillig auf Reisen, Heizen, Konsum und Warmwasser verzichten, damit hätte man ja längst anfangen können und falls es doch von einigen praktiziert wird, wird es von den anderen dekompensiert, in dem sie um so mehr fossile Energie direkt oder indirekt benutzen.

    Uns steht eine häßliche Zukunft bevor, denn die Menschen werden unangenehm, wenn man ihnen was wegnehmen will.

  11. @Karl-Heinz: Hat sich schon jmd. als meine Frau ausgegeben?

    Scheitert es bei Dir nur an Deiner Frau oder schiebst Du sie hier praktischerweise vor?

  12. @user unknown

    Machst du das Ganze um Geld zu sparen oder um unser Klima zu retten?
    Spaß beiseite. Ich stelle es mir ungemütlich vor, wenn die Wände so kalt sind. Die Frage war jetzt nicht böse gemeint. 🙂

  13. Es geht doch im Grunde um den Stopp der Ausbeutung nicht regenerierbarer Ressourcen und um den damit in Verbindung stehenden Erhalt eines Gleichgewichts in unserer Biosphäre. Weder Kinder, noch warmes Wasser sind für sich ein Problem, „nur“ die Art und Weise wie wir mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen! Unsere Kinder tragen unser Erbe in die Zukunft und haben wie wir ein Recht auf ihr Leben und die zahlreichen Möglichkeiten, Dinge zu verändern!

  14. @ KH 22

    Die Einstellung von David gefällt mir schon besser.

    und sie ist nur bla, bla, bla.
    Kennt man, bringt nichts und ist vollkommen sinnlos.
    Wer Lösungen haben will, muß auch Vorschläge machen. user unknown zeigt uns (wie etliche andere) wie es gut gemeint ist aber nichts Substanzielles bringt. Also alles nur für die Tonne 😉
    Conclusio: Business as usual

  15. Wenn ihr mich fragt, der Klimazug ist abgefahren, beschleunigt gerade massiv und ist gerade auf dem Weg, frontal gegen die Wand zu fahren. Die Menschheit ist mittlerweile von so vielen Faktoren abhängig (gemacht worden), dass jede kleinste Einschränkung (siehe Lockdown wegen Corona) schon massiven Widerstand hervorbringt. Seien wir ehrlich, keiner will auf irgendwas verzichten und wird es auch nicht. Und wenn wirklich MASSIVE Veränderungen umgesetzt werden würden, die absolut notwendig wären, der Mob (Verschwörungsidioten inklusive) träfe sich auf der Straße und dann viel Spaß.

    Ich glaube einfach nicht mehr an eine Wende…. leider….

  16. @ sowhat, Du bittest etwas schräg formuliert um Lösungsvorschläge an Stelle eines angeblichen Bla-blas und unterbreitest dann selbst was genau eigentlich? 😉
    @ Walter, Du zeichnest ein sehr wahrscheinliches Bild und ich pflichte hier bei, dass es verdammt schwierig wird, den Zug zu bremsen oder gar aufzuhalten; allein es fehlt für mich an positiven Überzeugungen, Begeisterung, Anreizen und Mut, etwas verändern zu wollen.

  17. Lieber Florian, danke für das sexy Greta Thunberg Zitat 🙂

    “ Green economy blah blah blah. Net-zero by 2050 blah blah blah.
    Net-zero blah blah blah, climate neutral blah blah blah. This is all we hear from our so-called leaders. Words. Words that sound great but so far has led to no action.”

    – Greta Thunberg

    Der Firnis der Zivilisation ist dünn, Klima- Politik ist knallharter Poker- ergänzend zum Greta Thunberg Zitat:

    “ 7.11.2021 – Countrie’s climate pledges built on flawed data

    … “In the end, everything becomes a bit of a fantasy,” said Philippe Ciais, a scientist with France’s Laboratory of Climate and Environmental Sciences who tracks emissions based on satellite data. “Because between the world of reporting and the real world of emissions, you start to have large discrepancies.”…“

    https://www.washingtonpost.com/climate-environment/interactive/2021/greenhouse-gas-emissions-pledges-data/

    Zitat „flawed data“. Diese „korrupten Daten“ entsprechen rund 25% der globalen Gesamtemissionen, rund 25% sind schöngerechnet, die Nationen faken ihre CO2- Emissions- Daten. Was tun gegen korrupte Daten, was tun gegen Korruption? Wie verhindert man, dass Leute Zahlen manipulieren? Wenn es auf diese Frage keine rationale, effektive Antwort geben sollte, dann wäre die gesamte Diskussion eine reine Farce^^

    … Farce… das erinnert mich an Boris Johnson, der kürzlich auf der COP26 Konferenz die globale Klimasituation mit einem James Bond Einsatz verglichen hat, James Bond muss den richtigen Draht finden, mit seiner Zange durchkneifen und so die Klima- Bombe entschärfen, sagte Boris Johnson in Glasgow. Barack Obama sagte in Glasgow, die Situation der Kids dieser Erde sei angesichts der Klimaerhitzung schlimm, er unterstütze die FFF Kids aus vollstem Herzen, nun sollten diese ihren berechtigten Frust in action umsetzen, er wünsche ihnen viel, viel Glück dabei.

  18. Wozu soll die Weltrettung gut sein? Auf was für eine „Zukunft“ hoffen Greta und Co.?

    In einem „geretteten“ Habitat werden doch nur noch mehr Menschen gezeugt. Sind die jetzigen 8 Milliarden nicht genug? Sollen es 16 Milliarden werden?

    Schon 8 Milliarden sind viel zu viel. Wir zerstören den Lebensraum aller anderen Arten. Wir sind zur Weltplage geworden.

    Wer es wirklich ernst mit Zukunft meint, der überlegt sich, wie man von den 8 Milliarden schnellstens wieder runterkommt.

    Parallel kümmert sich Mutter Natur um unser Problem. Die ist da nicht so zimperlich.

    So oder so müssen und werden die nächsten Jahre ein paar Milliarden Menschen in die Kiste springen. Corona, Extremwetter, Dürren, Armutsfluchten… das geht alles schon in die richtige Richtung. Erste Fingerübungen.

    Wer noch nicht mal seine eigene Fortpflanzung kontrollieren kann, der macht nur Blablah. Auch Greta. Man muss nicht den CO2-Ausstoß reduzieren, sondern schlicht die Anzahl der Menschen.

    Wolfgang

  19. Aha. Das Bevölkerungsargument. Dazu gibts hier auch einen hervorragenden Blogbeitrag.
    Ich kann hier nur Sagen, Recht so, aber nur wenn Sie bei sich selber anfangen bitte.
    Leider finden die meisten die dieses Argument bringen dass die anderen Anfangen sollen. Akzeptiere ich nicht. Wolfgang, gehen Sie mit gutem Beispiel voran und hüppen meinetwegen in die Elbe.

  20. Hallo Folke,
    seit 1990 ist die Menschheit von 5,5 auf knapp 8 Milliarden gewachsen. Laut Florians o.a. Grafik stieg in der gleichen Zeit der CO2-Ausstoß von 22 auf 36 Mrd. Tonnen. Da seh ich Ursache und Wirkung.

    Während ich in der Elbe ertrinke, würden zeitgleich zig Kinder geboren. Es erscheint mir daher sinnvoller, andere Menschen für die eigentliche Ursache des CO2-Ausstoßanstiegs und Geburtenkontrolle zu sensibilisieren.

    Gruß
    Wolfgang

    1. @Wolfgang: „. Es erscheint mir daher sinnvoller, andere Menschen für die eigentliche Ursache des CO2-Ausstoßanstiegs und Geburtenkontrolle zu sensibilisieren.“

      Es wäre wirklich hilfreich, wenn du den von mir vorhin verlinkten Artikel lesen würdest. Ja, mehr Menschen heißt mehr CO2. Aber die Klimakrise muss in den nächsten Jahrzehnten gelöst werden. Wie willst du das über eine Reduktion der Bevölkerung lösen? Das geht nur, wenn du aktiv Millionen Menschen töten würdest und das kann kein ernsthafter Vorschlag sein. Da die Geburtenrate global jetzt schon fast an 2,1 dran ist, wird sich die Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts sowieso reduzieren. Aber jetzt müssen halt erst noch alle die ihr Leben zu Ende leben, die JETZT leben und JETZT geboren wurden… und das dauert – glücklicherweise – ein paar Jahrzehnte.

  21. Guten Morgen, Florian,
    ich las Deinen verlinkten Beitrag.

    Wir sind einig, dass die Ursache unseres CO2-Problems die 8 Milliarden sind. Wir sind auch einig, dass man diese überzähligen Leute nicht einfach umbringen kann. Das müssen wir auch nicht. Wir müssen uns lediglich in Fatalismus üben und abwarten, bis die Natur die Drecksarbeit für uns erledigt hat.

    Natürlich fragst Du Dich als Wissenschaftler, ob man nicht doch ein wenig rumzaubern könnte, um dem Unausweichlichen dadurch auszuweichen, dass wir die Natur noch 100 Jahre zu besänftigen versuchen.

    Ich kann nicht zaubern. Und ich glaube auch nicht, dass so ein Bemühen sinnvoll wäre, weil der Wissenschaftler dazu neigt, akute Probleme zu lösen und dabei das Ganze verschlimmert.

    Viele Grüße
    Wolfgang

  22. Oha:

    weil der Wissenschaftler dazu neigt, akute Probleme zu lösen und dabei das Ganze verschlimmert.

    Könntest du das bitte mit Beispielen unterfüttern?

    Das Problem sind nicht – ich wiederhole: NICHT – „die Wissenschaftler“. „Diese Wissenschaftler“ warnen seit 40 Jahren.
    Dieses Buch hier:
    https://www.ebay.de/itm/384461641040
    ist 1982 erschienen. Und was steht drin? Klimawandel, Umweltverschmutzung, Überbevölkerung, ressourcenverschwendende Lebensweise etc. pp.
    DAS IST ALLES NICHT NEU!
    Und auch 1982 war das nicht neu, wenn es in solch einem Buch erscheinen konnte.

    Welche Probleme der gesamten Menschheit haben jetzt also „die Wissenschaftler“ verschlimmert?

  23. Hallo Bullet,
    Beispiele für wissenschaftliche „Lösungen“, die uns dann in Teufels Küche brachten? Das würde aber ne sehr lange Liste werden. Nur 60s-Brainstorming:

    – Landwirtschaftliche Monokulturen
    – Multiple Resistenzen
    – Flusslaufveränderungen
    – Mikroplastik
    – Elektroschrott
    – Gesteigerte Lebenserwartung durch Medizin
    – Atomkraft und deren Folgen
    – Cyberangriffe durch Vernetzung
    – ausgebüxte Zuchtfische machen indigene Arten platt
    – digitale Amnesie
    – Weltraumschrott
    – globale Pandemien durch Mobilität

    usw. Da kann ich tagelang schreiben. Lass es uns zur Abkürzung andersrum machen.

    Nenne mir bitte lediglich drei Beispiele für wissenschaftliche Entwicklungen ohne „unerwartete“ negative Auswirkungen.

    Wolfgang

  24. Das gleiche gilt auch für mich! Dazu hab ich gerade ein konkretes Beispiel: mein aktueller vixra-Preprint.

    Mir geht deswegen der Arsch auf Grundeis!

    Einerseits natürlich, weil ich Mist gebaut haben könnte und meine Experimente fehlerhaft waren. Das wär zwar peinlich. Aber davon geht die Welt nicht unter.

    Schlimmer wäre es, wenn ich korrekt gearbeitet haben sollte und wenn die Sache in negativer Weise genutzt wird. Militärisch zum Beispiel.

    Ich hatte wirklich lange überlegt, ob ich den Krams nicht in eine Schublade stecke und unter Verschluss halte. Aber dem entgegen stand meine Eitelkeit.

    Hoffentlich hab ich keinen Fehler gemacht. Das wird und kann erst die Zukunft zeigen. Ich gehöre letztlich zur Gattung der gelehrigen Äffchen. Ich hab einfach nicht genug Hirn, um alle Konsequenzen zu überblicken. Und genauso geht es allen Kreativen.

    Wolfgang

  25. @Wolfgang
    Naja, deine Liste besteht größtenteils aus Fehlanwendungen des Menschen nicht aus Fehlentdeckungen der Wissenschaft.
    Wenn du so argumentierst wären einige der ersten Fehler: Entdeckung des Feuers, Erfindung des Rades, Faustkeil, Speerspitzen etc.
    Mich wundert ein bisschen, dass ein Wissenschaftler, der du ja behauptest zu sein, so argumentiert.
    Gerade zum letzten Punkt (Entdeckungen ohne unerwartete Auswirkungen) sollte dir auch klar sein, dass es sowas gar nicht gibt. Also bitte, erstmal sauber argumentieren, was genau du von einem wissenschaftlichen Ergebnis erwartest.
    Und was deinen ominösen Preprint betrifft, du kannst dir sehr sicher sein, wenn du darauf gekommen bist wird es mindestens ein anderer auch schaffen…

  26. Hallo Adent,
    ich habe nirgends behauptet, ein Wissenschaftler zu sein. Ich bin lediglich um ordentliches Arbeiten und freundlichen Umgang miteinander bemüht, weil ich glaubte, dass beides von Wissenschaftlern begrüßt und erwidert wird.

    Wolfgang

  27. @Wolfgang:

    Beispiele für wissenschaftliche “Lösungen”, die uns dann in Teufels Küche brachten? Das würde aber ne sehr lange Liste werden.

    Na sowas… nach denen hatte ich doch gar nicht gefragt. Außerdem sind die „Lösungen“, die du aufzählst, keine wissenschaftlichen, sondern technische „Lösungen“ – wenn es denn überhaupt Lösungen sind und nicht die Probleme selbst.

    – Landwirtschaftliche Monokulturen sind beispielsweise Ergebnisse von Profitgier oder freundlicher ausgedrückt, „effizienzbasiert“.

    – Multiple Resistenzen sind gar nichts aus der Wissenschaft, sondern etwas, das in der Umwelt so passiert.

    – Flusslaufveränderungen hat auch garantiert kein Mensch aus dem wissenschaftlichen Lager vorgeschlagen.

    – Mikroplastik. Ebenfalls sehr schön. Wer hat das erfunden, um welches Problem zu lösen? Ach, niemand? Was für eine Aufzählung soll das jetzt eigentlich sein?

    – Elektroschrott. Siehe „Mikroplastik“. Zusatz: beide Ärgernisse, also Mikroplastik und Elektroschrott sind vermeidbar, wenn nicht die Profitgier zuschlägt. Wissenschaft trägt hier also inwiefern zum Problem bei?

    – Gesteigerte Lebenserwartung – heeey, eine echte Errungenschaft der Wissenschaft. Jetzt auch in Ihrer Liste der Fails. Äh… warum eigentlich? Gibt es irgendein Lebewesen, das gern früher als später sterben würde?

    – Atomkraft … naja, die Möglichkeit, die freiwerdende Energie aus dem Zerfall von Atomkernen als militärisches Mittel zu nutzen, ist sicherlich eine extrem blöde Idee, aber wenn du da jemandem einen Vorwurf machen möchtest, dann fällt mir zuerst nur der Herr Teller ein. Aber zumindest in diesem Punkt würde ich sagen, daß der hier in deiner Liste zu Recht steht. Das Problem: das ist Punkt Sieben deiner Liste.

    – Cyberangriffe durch Vernetzung. Jetzt wirds albern. Echt. Willst du jetzt im Ernst Straßenbauer anklagen, weil die schön ausgebauten Verkehrswege Bankraube begünstigen?

    – Digitale Amnesie: äh … dafür willst du Wissenschaft verantwortlich machen? Das ist wieder ein Problem, aber deine Liste sollte doch Lösungen oder Pseudo-Lösungen beinhalten. Also bitte einige dich erstmal mit dir selbst.

    Nenne mir bitte lediglich drei Beispiele für wissenschaftliche Entwicklungen ohne “unerwartete” negative Auswirkungen.

    Das wäre eigentlich supereinfach, weil kaum eine wissenschaftliche Entdeckung „negative“ Konsequenzen hat, und dazu „Entwicklungen“ Sache der Technik sind. Aber bitte:
    – Spektroskop
    – Kernspin-Tomograph
    – LED

    Ach komm, ich leg noch einen drauf: MP3-Codec.

    Jetzt du.

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