Vor knapp einem Monat habe ich von der ersten „Battle Royal“ berichtet; also dem neuen Show-Konzept der Science Busters bei dem sich fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen einem einzigen Thema widmen und darum wetteifern, welche Disziplin am besten geeignet ist, dieses Thema zu erklären.

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Das ganze ist natürlich nicht komplett ernst gemeint; immerhin handelt es sich um Wissenschaftskabarett und das soll ja nicht nur informativ sondern auch lustig sein. Es geht vor allem darum zu zeigen, wie vielfältig die Naturwissenschaft ist und das es sich lohnt, ein Thema aus vielen verschiedenen Blickrichtungen zu betrachten.

Bei der ersten Ausgabe der Battle Royal lautetet das Thema „Leben“; jetzt werden wir uns am 12. Dezember 2016 im Wiener Stadtsaal passend zur Jahreszeit zum Thema „Weihnachten“ battlen. Und wie beim letzten Mal habe ich meine Kolleginnen und Kollegen gebeten, schon vorab ein wenig Stimmung zu machen und in einem kurzen Video die Dominanz ihrer jeweiligen Disziplin zu demonstrieren.

Molekularbiologe Martin Moder ist die Sache gleich richtig angegangen und hat sich mit einem Glas Punsch auf den Weihnachtsmarkt begeben:

Ja, der junge Kollege aus der Biologie hat sich ordentlich Mühe gegeben. Aber – wie bei jeder Battle – kann es natürlich nur eine Siegerin geben: Die Astronomie. Es ist daher auch nicht tragisch, dass ich bei meinem Video nur eine schüttere Palme als Deko zu bieten habe und keinen Weihnachtsmarkt. Mein Plädoyer für die Astronomie überzeugt natürlich auch so 😉

Eine Palme als Hintergrund hat sich auch Chemiker Peter Weinberger für sein Battle-Video ausgesucht:

Aus der Dunkelheit der Winternacht hat sich dann auch Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher zu Wort gemeldet und setzt bei ihrer Präsentation auf den Dauerbrenner „Sex“:

Mikrobiologe Helmut Jungwirth hat sich natürlich auch mit einem Video eingemischt und dabei ganz schamlos seinen Hund vor die Kamera geholt! Mal sehen, ob ihm der Tierbonus beim Sieg in der Battle Royal einen Vorteil verschafft:

Wenn ihr wissen wollt, wie die Battle abläuft und ausgeht; wenn ihr sehen wollt, wie sich fünf Wissenschaftlerinnern und Wissenschaft und zwei Kabarettisten (Martin Puntigam und Gunkl) zum Thema „Weihnachten“ in die Haare kriegen: Dann kommt am 12.12.2016 in den Wiener Stadtsaal! Es gibt Wissenschaft, Humor, Schneebälle und Punsch!

Und desweiteren ergeht wieder folgender Aufruf: Wenn ihr der Meinung seid, eine andere Wissenschaft als die vorgestellten wäre viel besser geeignet um Weihnachten zu erklären oder denkt ihr könntet besser erklären warum Astronomie, Biologie oder Chemie die perfekte Weihnachtswissenschaft sind als die Science-Busters-Wissenschaftler: Dann nehmt euer eigenes Video auf!

Christian Berger hat das zum Thema „Leben“ schon für seine Disziplin, die Nachrichtentechnik getan und sich damit zwei Tickets für unsere Show erargumentiert:

Die Länge sollte zwischen einer und zwei Minuten liegen und ihr solltet es am besten bei YouTube oder einem ähnlichen Dienst hochladen, so dass ich es leicht hier im Blog einbinden kann. Und wenn ihr wirklich überzeugend seid, dann schenken wir euch Freikarten für eine Show der Science Busters (bzw. Bücher o.ä. aus unsere Fundus).

Außerdem ergeht ein weiterer Aufruf: Da wir ein wenig interaktiv werden wollen, haben wir vor, in der zweiten Hälfte der Show Fragen aus dem Publikum zum Thema Weihnachten zu beantworten. Aber auch Fragen, die vorab hier im Blog gestellt werden können. Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird dann einfach eine Frage zugelost – und dann zeigt sich, wer wirklich gut beim interdisziplinären Battlen ist! Denn niemand kann sich sicher sein, dass die Frage auch zum eigenen Fachgebiet passt 😉
Also: Nutzt die Gelegenheit und schreibt eure Frage in die Kommentare. Was wolltet ihr schon immer über Weihnachten (aus wissenschaftlicher Sicht) wissen?

22 Gedanken zu „Kampf der Wissenschaften: Wer kann Weihnachten am besten erklären?“
  1. Schüttere Palme als Deko geht in Ordnung – Inhalt sticht Verpackung 😉

    @Spunk321: Aber doch nicht schon in der Vorankündigung, das ist ein Thema für die eigentliche Battle.

  2. Warum nennt man Weihnachten das besinnliche Fest, wenn doch alle nur, wie vom Raubtier gejagt mit irrem Blick durch die Gegend hetzen. Und was hat das alles mit der Lichtgeschwindigkeit zu tun.

  3. Frage zu Weihnachten? Hier ist meine:

    Wie erklärt es die Neurowissenschaft, dass zu Weihnachten, machdem es damals vom Frühjahr in den Winter verlegt wurde, ein Mythos die Runde machte, dass zu dieser Zeit dann Zombieartige Menschen durch die dunklen Wälder wandelten und sich seltsamst von den anderen Menschen im Verhalten unterschieden?

    Es ist ein bis heute wenig bekannter Mythos, der nie aufgeklärt wurde und höchstens noch verschämt weggelächelt wurde. „Zombies im Wald!“ In der heiligen Nacht…

  4. @Chris:

    Das erklärt sich durch die Thermodynamik, warmhalten durch Bewegung *lach*. Auch Du wirst irgendwann einer von diesen Zombies sein. Kannste Dir nicht vorstellen (ist ja oft so, in der Wissenschaft), spätestens wenn Du Kinder hast, weisst Du, was ich meine 🙂

    1. @ Steffmann #8
      7. Dezember 2016

      Du meinst, ich bräuchte mir nur meine Eltern anzusehen? Und ihr Leben, wenn ich wissen will, wie so ein Zombie entsteht?

      Ich glaub dir nicht. Ich habe sogesehen auch viele Kinder. Bin ich dann ein Zombie? Und ich will mich ja nicht loben, aber ich besitze Intelligenz. Geht das zusammen?

  5. Ich möchte auch mal die Leute dazu aufrufen auch mal Videos zu machen. Das macht wirklich Spaß und ist auf dem Niveau auch nicht schwierig. Das Video wurde mit der integrieten Webcam meines etwa 6 Jahre alten Laptops gemacht, der Ton mit einem billigen Headset aufgenommen. Wenn das ich kann, dann kann das jeder.

    Also macht auch Videos und schickt sie an Florian, der ist ganz nett.

  6. Wieso man sich nicht nicht an die ersten 3 Weihnachten erinnert? Wahrscheinlich zuviel Glühwein! Gerade kl. Kinder vertragen ja noch nicht so viel.

  7. Dass Astronomen oftmals botanisch unterbelichtet sind ergibt sich schon aus den verschiedenen Beobachtungsfenstern im Tagesverlauf im Vergleich zum Botaniker 😉 , aber dieses vernachlässigte „schüttere“ Gewächs scheint mir eher folgendes zu sein:

    Yucca elephantipes
    Yucca, Palmlilie, Wunderholz

    Aus der Familie der Agavengewächse kommt diese robuste, langlebige Pflanze. Wegen ihrer palmenähnlichen Blattschöpfe wird sie oft mit einer Palme verwächselt. Sie kann bis zu 5 Meter hoch werden und wächst je nach Düngung sehr schnell. Im Volksmund wird sie oft Wunderholz genannt.

  8. vor Allem schmeckt Yucca einfach lecker. Sie nimmt denselben Platz auf dem Teller ein wie die Kartoffel, aber wenn man sie brät, schmeckt sie deutlich besser als Bratkartoffel.
    Aus diesem Grund gibt es selten Yuccas die mehr als ein oder zwei Jahre alt werden. 🙂

    Was ist Weihnachten?

    In meiner Firma liefern wir wie im Fieber noch alles das aus was wir im Jahr nicht geschafft haben. Grundsätzlich ist der Stress hier im November und Dezember wesentlich schlimmer als irgendwann sonst, wir bleiben statt neun Stunden nun elf Stunden auf der Arbeit.
    Dazu kommt die Verpflichtung, jeden zweiten Abend bei irgendeinem Essen, Treffen oder Aperitif aufzutauchen, so dass auch die deutlich verkleinerte Freizeit noch aufgegessen wird.

    Das Fest an sich markiert das vorläufige Ende dieser Stressphase und ist somit höchst willkommen. Da auch der Winteranfang beinahe an demselben Tag ist, kann man sich darauf freuen dass der ewige Regen endlich aufhört… Fast das beste ist, dass die Supermarkt-Dekoration nach etwas weniger als dreieinhalb Monaten endlich wieder auf Normal umgestellt wird, sie war ja auch schon langsam staubig. Die junge Dame auf dem Weihnachtsmarkt, die mir jede Woche eine Erbsensuppe verkauft, hat auch schon dunkle Ringe unter den Augen, einen gehezten Blick und ist schwer genervt. Sie braucht dringend Urlaub, und den kann sie ab Weihnachten nehmen.
    Und somit kann ich das Fest von Weihnachten aus der Sicht des Angestellten, des unteren und des mittleren Managements nur Gutheißen.

    Videos mache ich trotzdem nicht. Grüß euch!
    Anderas

  9. Wo ist eigentlich die Physik ?
    Wärme ? Lichter ? Ohne Elektronen geht dar garnichts. Als Exelektriker würde ich ja für die Physik sprechen. Aber dann würden mich die Physiker verhauen!
    😉

  10. Hmm, da hätte ich eine Frage zur Weihnacht.
    Die unbefleckte Empfängnis: Warum funktioniert die zwar bei vielen Pflanzen (Vermehrung durch Stecklinge, o.Ä.) aber in der Regel nicht bei Säugetieren? Sind doch alles Eukaryoten.

  11. Ganz ehrlich, die Präsentationen der BiologInnen gefallen am meisten.
    Obwohl es mich etwas stutzt, wenn sich offenbar selbst ernannte Skeptiker dazu hinreissen, die Jungferngeburt mit vermeintlicher Wissenschaftlichkeit Lügen zu strafen.
    Dabei ist unbefleckte Empfängnis, heute bekannt unter moderner Bezeichnung einer weniger moralbehafteten Benennung, ein für die damalige Zeit durchaus passender Begriff für künstliche Befruchtung. Selbst gewöhnliche Menschen können ohne Beischlaf Leben zeugen.
    Ein zufälliger Bekannter erzählte mir von einem Freund der Familie, welcher seiner Konkubine jeden Abend während ihrer empfänglichen Tage ein Behältnis fürs’s „Bettmümpfeli“ ans Schlafgemach brachte – I know; t. m. i.!
    Welche Methode dazumals ein gewisser „Halbgott in weiss“, wie man die Herren der Schöpfung heute auch zu nennen pflegt, nun bei der Jungfrau Maria zur Anwendung brachte, vermögen wir uns kaum auszumalen. Es müsse, so scheint’s, den damaligen Zeitzeugen wie ein, so wurde es zumindest aufgeschrieben, himmlisches Wunder vorgekommen sein. Was sonst?

    Anschaulich demonstriert Freistetter in seiner Vorschau den Umgang mit Dingen, für die sich seinesgleichen nicht genötigt fühlt dieselbe Ernsthaftigkeit wie für anderes aufzubringen – einfach zum Wegschmeissen – das sagt doch auch schon etwas aus.
    Inhaltlich hätte ich auch eine Aussage über die Wintersonnenwende erwartet. Für die Show gäbe es dann bbnochei weitem noch immer genug über die Geschichten um Weihnacht und Ostern – Krippenspiel, Tod am Kreuz, Wiederauferstehung und Himmelfahrt – zu erzählen, die an und für sich bereits eine astronomische Referenz darstellen:
    Einfach gesagt, folge den drei Königen im Oriongürtel entlang einem sehr hellen (veränderlichen) Stern Sirius zur Krippe im Stall, dem Geburtsort des Sonnenkindes – die Stelle, wo nach dreitägigem Stillstand (Tod) zur Wende die Sonne ihre Wiederauferstehung im Jahreszyklus, dem Kreuz, feiert – der erste Sonnenaufgang des neuen Sonnenjahres , während desselbigen die Sonne weit hoch in den Zenit steigt ☀ … was sonst?

    Vorweihnachtliche Grüsse aus dem beschaulich ⛄ winterlichen ❄ Walde bei der Sternwarte zu Schmiedrued.

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