Endlich mal eine Anwendung der Homöopathie, die keinen Schaden anrichten kann: homöopathische Leichenbehandlung!

Im Bestatterweblog wird gerade über Homöopathie für Tote diskutiert. Mir persönlich wärs ja egal, was man mit meiner Leiche anstellt – aber manche Leute haben da wohl ganz konkrete Vorstellungen:

„Nach meinem Tod möchte ich nur mit homöopatischen Präparaten behandelt werden, also nur Produkte auf pflanzlicher Basis. Ich will keinesfalls mit Mitteln und Substanzen aus der Industrie vollgepumpt werden. Wird so etwas überhaupt von Bestattern angeboten?“

Ehrlich liebe Öko/Homöopathie-Freaks… man kanns auch übertreiben! 😉 Wenn ihr tot seid, ists doch egal, was der Bestatter mit eurem Körper anstellt. Irgendwann muss mit dem „Chemie ist böse – Pflanzen sind gut“-Kram doch auch mal Schluß sein. (Und übrigens: Homöopathika sind mitnichten „Produkte auf pflanzlicher Basis“).

Aber das wäre zumindest eine tolle Marktlücke für die Homöopathen. Den Menschen die eh schon tot sind, können sie ruhig ihre Globuli geben… wenn sie dafür darauf verzichten, die Lebendigen zu behandeln wäre das ein toller Tausch von dem alle nur profitieren können 😉


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23 Gedanken zu „Homöopathie für Leichen“
  1. „Den Menschen die eh schon tot sind, können sie ruhig ihre Globuli geben… “
    Der Haken ist: das Geld für die Globuli nehmen sie von den Lebenden. In beiden Bedeutungen.

  2. @Bullet: Da hast du auch wieder recht. Andererseits gibt es ja sowieso schon jede Menge absurde Totenkulte, für die die Menschen Geld ausgeben. Auf einen mehr kommts da auch nicht mehr an…

  3. Da geht es wohl eher um den ökologischen Gedanken.. keine unnötige Chemie im Erdreich oder so. Ist doch nett wenn die sich darüber Gedanken machen. Ich denke immer „nach mir die Sintflut“.

  4. @Florian: okay. So gesehen…
    Schön find ich in diesem Zusammenhang übrigens, daß sich mit Sicherheit noch KEIN Kunde beschwert hat. Homöopathie funktioniert also zumindest für Verblichene hundertprozentig. 😉

  5. Nachtrag: dieses Blog is ja echt der Hammer. Über jedem Kommentar steht:
    Jemand, der sich [user xyz] nennt, schaufelte sich sein eigenes Grab und schrieb am [Datum] um [Uhrzeit] Uhr folgendes:
    Das hat doch mal was … *kicher*

  6. Das Bestatterweblog ist eigentlich wirklich sehr gut gemacht und aufschlussreich. Es bietet auch einen Fundus kritischer Auseinandersetzung mit merkwürdigsten Ansichten, von denen selbst Florian so schnell nicht gehört haben wird. Schlagt doch mal im Bestatterweblog das Thema ‚Sternenkinder‘ nach. Das schlägt schon so einiges, auch wenn es nicht ganz so debil ist wie Wünschelruten als Bombendetektoren.

  7. Zum großen Bedauern der noch lebenden Anhänger muß ich leider mitteilen, daß Homöopathie bei Leichen nicht wirkt. Nicht wirken kann. Denn die korrekte Behandlung setzt ein längeres Anamnesegespräch mit dem Patienten voraus. Ohne dieses kann weder der individuell passende Stoff gefunden werden, noch überhaupt eine Wirkung erzielt werden. Homöopathie ist ja eben gerade nicht, daß man allen Menschen bzw. Leichen anhand der Symptome dasselbe verabreicht. Nein, der Mensch bzw. die Leiche muß ganzheitlich betrachtet werden, seine Lebens- bzw. Todesumstände müssen berücksichtigt werden. Und das ist ohne Gespräch leider nicht möglich.

    Was hindert uns eigentlich daran, selbst homöopathische Präparate herzustellen, und zum Selbstkostenpreis zu verkaufen? Klagen wegen Produktpiraterie sehe ich gelassen entgegen, da die Kläger wohl gezwungen wären nachzuweisen, daß es sich tatsächlich um das gleiche Produkt handelt…

  8. Denn die korrekte Behandlung setzt ein längeres Anamnesegespräch mit dem Patienten voraus.

    Das wäre doch mal eine wirklich passende Ergänzung zur Homöopathie: Seancen und Globuli – Alles aus einem Haus 😉

  9. Die Frage, ob Homöopathie bei Toten wirkt, könnte man mit einer wissenschaftlichen Studie überprüfen.

    Man untersuche 2 Gruppen:

    Gruppe 1: Verstorbene, die vor ihrem Tod homöopathisch behandelt wurden.

    Gruppe 2: Verstorbene, die vor ihrem Tod schulmedizinisch behandelt wurden.

    Zum Versuchsaufbau:

    In einem Doppel-Blindversuch rufen Versuchspersonen bei einer Esoterikotline an, lassen sich per Channelmedium mit den Verstorbenen verbinden und haken streng nach Protokoll einen Fragenkatalog ab:

    Zum Beispiel, ob sich der Krankheitsverlauf mittlerweile gebessert hat oder ob es immer noch irgendwo weh tut.

    Falls Homöopathie wirkt, dann – das weiß heuzutage jedes Schulkind – in erster Linie auf den feinstofflichen Körper. Also der Körper, der auch nach dem leiblichen Tode vorhanden ist.

    Und genau das sollte man doch nachweisen bzw. widerlegen können.

    Voraussetzungen für einen wissenschaftlich sauberen Versuchsablauf:

    Erstens:
    a) alle Probanden müssen 100% mausetot sein.
    b) hirntot sein alleine genügt nicht.

    Eine nicht zu unterschätzende Hürde dürfte darin liegen, genügend Probanden für die Homöopathiegruppe zu finden, die Kriterium a), aber nicht Kriterium b) erfüllen.

    Zweitens:
    Um die Antworten nicht unbewusst zu verfälschen, dürfen die Channel-Medien nicht wissen, ob es sich bei dem Gesprächspartner auf der anderen Seite um einen Ex-Homöopathie-Patienten oder um einen Ex-Schulmedizin-Patienten handelt.

    Da die meisten Channelmedien im Grunde aber gar nicht wissen was sie tun, sollte das kein allzu großes Problem sein.

    Drittens: Sollte sich die postmortale Wirkung der Homöopathie auch in mehreren Kontroll-Studien bestätigen, dann wäre das eine wissenschaftliche Sensation.

    Die ehemalige Elite der grobstofflichen Wissenschaftler (Newton, Röntgen, Einstein, Planck, Curie, Feynman..) wäre ein für alle Mal von ihrem Podest gestürzt und würde fortan neuen den Feinstoff-Giganten wie Hahnemann oder Steiner zu einem Haufen Zuckerkügelchen schrumpfen.

    Ist die Menschheit schon bereit für die kommende Ära der globalen Feinstoffichkeit?

    Insgesamt ist es ein erheblicher Aufwand, um alles wissenschaftlich sauber zu untersuchen.

    Aber geht es vielleicht nicht etwas einfacher?

    Ich denke, ja, das geht!

    Um die Frage „Wirkt Homöopathie auch nach dem Tod“ zu erklären, muss man nicht erst abwarten, bis jemand verstirbt oder mit Hilfe einer falschen Behandlung verstorben gemacht wird.

    Man kann das bereits vorher.

    Stichwort: Phantomschmerz.

    Probanden finden sich jeder gut sortierten Unfallchirurgie oder Kriegslazaretten, wo nach schwerer Gewalteinwirkung Gliedmaßen abgetrennt wurden.

    Hier lassen sich auch immer wieder Fälle beobachten, wo Patienten über Schmerzen in Körpertteilen klagen, die schon vor langer Zeit amputiert wurden und mit Sicherheit nicht mehr als lebendes Gewebe klassifiziert werden können (z.B. wenn sie verbrannt wurden).

    Gibt man diesen Patienten nun ein homöopathische Mittel, das exakt auf diese spezifischen Schmerzsysmptome komponiert wurde, dann sollte der Phantomschmerz (evtl. nach einer Erstverschlimmbesserung) geringer werden.

    Sind hier irgendwelche Mediziner oder Pharmakologen, die das bereits einmal untersucht haben?

  10. Ja, sollen die Homöopathen die Toten behandeln, da können sie wenigstens nichts kaputt machen und wo sie ihr Geld herbekommen, können sie dann auch schauen :-P. Einbalsamierung mit Traumeel … oder so

  11. „Nach meinem Tod möchte ich nur mit homöopatischen Präparaten behandelt werden, also nur Produkte auf pflanzlicher Basis. Ich will keinesfalls mit Mitteln und Substanzen aus der Industrie vollgepumpt werden. Wird so etwas überhaupt von Bestattern angeboten?“

    Na ja also Amalgamblomben raus, der Kleber der künstlichen Hüftgelenke muss auch raus, ist ja schließlich ein Industrieprodukt mit der er vollgepumpt wurde. Darmrohr komplett entleeren wegen der Lebensmittelindustrie. Und am besten post mortem noch eine komplette Dialyse, damit die Arzneimittel ordentlich „ausgeleitet“ werden- darunter kann natürlich auch Mercurius D4 sein- ein industrielles HP- Mittel.

    Gut dass ich nicht an ein Leben nach dem Tode glaube, sonst müßt ich mir Gedanken machen, wie ich den Massen an Bescheuerten im Jenseits begegne.

  12. @Wolfgang

    „Gut dass ich nicht an ein Leben nach dem Tode glaube, sonst müßt ich mir Gedanken machen, wie ich den Massen an Bescheuerten im Jenseits begegne.“

    Denen begegnest du ja auch jetzt schon? 😉

  13. Also an eine weiterführende Existenz nach dem Tod glaube ich schon, aber dort ist weder Homöopathie noch Bachblütenextrakt relevant… Nicht mal ein physischer Körper 🙂

  14. Thomas schreibt „Denen begegnest du ja auch jetzt schon? ;)“- und meint damit die Massen der Bescheuerten. Thomas da hast du natürlich recht.
    Das Problem im Jenseits wäre nur, dass die Bescheuerten sich ewig akkumulieren- und das ist doch wohl ein Unterschied.

  15. @AlteWeser: Ich hab‘ keine Lust, da mitzudiskutieren – aber die Argumentation ist offensichtlich falsch. Das Wesentliche ist folgendes:

    Die Energie dieser Außenelektronen verändert sich dabei ganz spezifisch, dem Molekül des gelösten Stoffes entsprechend. Damit hat die Trägersubstanz wie eine bespielte Tonbandkassette die spezifische Information übernommen.

    die Energie der Außenelektronen verändert sich (so weit stimmt’s in etwa – Anwesenheit anderer Stoffe kann tatsächlich die Energien der Außenelektronen ändern) – und diese Änderung bleibt angeblich erhalten, wie die Information auf einer Kassette. Genau bei diesem zweiten Teil hapert’s physikalisch: die Außenelektronen behalten diese Energie nämlich eben nicht bei – sobald der gelöste Stoff weg ist, geht die Elektronenkonfiguration in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Das sagt die Standard-Chemie und -Physik, das ist logisch nachvollziehbar (mal unter „Grundzustand“ nachlesen…), und das zeigen auch Experimente.

    Und das Folgende ergibt gleich gar keinen Sinn:

    Je öfter nun aber verschüttelt wird, um so mehr Informationsträger entstehen, d.h., der Ausgangsstoff verschwindet, die von ihm ausgehende Information nimmt mit jeder Potenzierungsstufe zu…

    Warum sollten denn da immer mehr Informationsträger entstehen??? Meint die Frau etwa, dass die schon veränderten Moleküle des Lösungsmittel nun ihrerseits auch wieder die „Information“ auf andere Moleküle des Lösungsmittels übertragen, oder was? Würde mal wieder der Standard-Chemie und -Physik widersprechen…

    Außerdem ist nicht nachvollziehbar, warum das ursprüngliche Mittel nicht denselben Heil-Effekt zeigen sollte wie die Lösungsmittel-Moleküle, die mit der entsprechenden „Information“ „gestempelt“ wurden.

    Und weiterhin wird nicht erklärt, warum die (im Wasser immer vorhandenen Verunreinigungen) nicht mit potenziert wird.

    Auch unser Körper ist eigentlich ein in Harmonie befindliches komplexes Schwingungssystem, denn wir bestehen letztendlich aus Atomen und deren Masse kann man praktisch vernachlässigen, sie bekommen ihre Form durch rasend schnell schwingende Elektronen.

    Esoterische Pseudo-Physik. Die Masse von Atomen kann man nicht im mindesten vernachlässigen (verwechselt die gute Frau hier vielleicht Masse mit Volumen?!?), und sie bekommen ihre Form nicht dadurch, dass Elektronen rasend schnell schwingen (sie bekommen ihre Form in gewissem Sinne tatsächlich durch die Elektronen – aber die Schwingungen der Elektronen spielen dafür keine Rolle!). Und „ein in Harmonie befindliches komplexes Schwingungssystem“ ergibt gleich gar keinen Sinn. Was soll denn „in Harmonie befindlich“ hier heißen?!? Was heißt „Schwingungssystem“? Mit Physik hat das jedenfalls praktisch nichts zu tun… (vielleicht versteht die gute Frau nicht, was „harmonische Schwingung“ in der Physik heißt?)

    Gerät nun ein Teilbereich dieser Schwingungen z.B. durch äußere Einflüsse aus seinem Rhythmus, stört das das ganze System, der Mensch wird krank.

    Es ist nicht klar, was „aus dem Rhythmus“ hier genau heißen soll, und warum das irgend etwas mit Krankheiten zu tun haben soll.

    Da die Schwingung des gut gewählten Mittels der harmonischen Schwingung der gestörten Frequenzen ähnelt,…

    Ah ja. Ich möchte auch mal nur eine homöopathische Studie sehen, wo diese Frequenzen konkret gemessen und miteinander verglichen wurden. Solange das keiner gemacht hat, ist das hier nur inhaltsleere Schwurbelei und eine durch nichts belegte Behauptung.

    ist es in der Lage, diese wieder in Harmonie zu bringen,

    Wie soll das genau funktionieren? Die Frau hat anscheinend wenig Ahnung von der Physik von Schwingungen…

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