Den Mond in einer klaren Nacht am Himmel zu sehen ist immer ein schöner Anblick. Besonders beeindruckend ist es, wenn der Mond gerade auf- oder untergeht und sich in der Nähe des Horizonts befindet. Dann scheint er nämlich enorm groß zu sein!

Es ist aber tatsächlich nur Schein – die Größenänderung ist nicht auf einen physikalischen Effekt zurückzuführen (manchmal hört man, dass Refraktion oder eine Streuung des Lichts in der Atmosphäre dafür verantwortlich sein sollen). Der Mond ist immer gleich groß; egal ob er sich nahe oder fern dem Horizont befindet. Dass er uns größer vorkommt, ist ein psychologischer Effekt, der bis heute noch nicht vollständig erklärt werden kann.


Eigentlich ändert der Mond tatsächlich im Lauf der Zeit seine Größe. Mal kommt er der Erde auf seiner nicht ganz kreisrunden Bahn näher; mal weniger nahe. Dadurch ändert sich auch seine scheinbare Größe am Himmel. Aber diese Größenänderung ist meist zu klein, als das wir es bemerken würden und außerdem hat dieser Effekt nichts mit der Mondtäuschung zu tun; hängt also nicht von der Stellung des Mondes über dem Horizont ab.

Dieses Bild von Anthony Ayiomamitis zeigt, wie sich, bedingt durch elliptische Bahn des Mondes, seine scheinbare Größe ändert. Im Apogäum (also dem erdfernsten Punkt) ist er am kleinsten; im Perigäum (dem erdnächsten Punkt) am größten.

Aber wie ist es nun mit der Mondtäuschung? Warum erscheint der Mond so groß, wenn er sich in der Nähe des Horizonts befindet?

 

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Tja, das weiß man nicht so genau. Es gibt viele mögliche Erklärungen – aber keine scheint wirklich alle Aspekte der Illusion genau zu beschreiben. Eine der favorisierten Theorien ist die „Ponzo-Illusion„. Unser Gehirn beurteilt die Größe von Objekten (u.a.) anhand des Hintergrunds. Im Bild rechts sehen wir zwei gleich lange horizontale Linien. Da die konvergierenden Linien („Schienen“) aber andeuten, dass sich die zweite Linie weiter „hinten“ befindet, interpretieren wir sie als länger/größer. Damit ein weit entferntes Objekt genauso groß erscheint wie ein nahes, muss es ja auch größer sein.

Genauso soll es beim Mond sein. Bäume, Häuser, Berge und andere Hintergrundobjekte spielen hier die Rolle der konvergierenden Linien und der Mond erscheint uns viel größer, als er tatsächlich ist. Allerdings gibt es die Mondtäuschung auch, wenn man sich am Meer oder in einem Flugzeug befindet. Hier ist der Horizont frei von Hintergrundobjekten – die Ponzo-Illusion sollte eigentlich nicht funktionieren.

Eine andere Erklärung führt die Mondtäuschung auf das „abgeflachte Firmament“ zurück. Die „Himmelshalbkugel“, die sich über unseren Köpfen befindet wird von uns nicht als Halbkugel wahrgenommen, sondern abgeflacht. Wir haben das Gefühl, als wäre uns der Zenit (also der Punkt direkt über uns) näher als der Horizont. Deswegen erscheint uns auch der Mond am Horizont größer:

Bild: ArtMechanic, CC-BY-SA 3.0
Bild: ArtMechanic, CC-BY-SA 3.0

Aber auch diese Erklärung ist nicht frei von Problemen. So ist z.B. nicht klar, warum wir die Mondtäuschung erst bzw. hauptsächlich in der Nähe des Horizonts wahrnehmen und nicht schon früher. Die scheinbare Größe wächst ja kontinuierlich, je näher der Mond dem Horizont kommt.

Es gibt noch andere Ansätze – z.B. etwas das sich Oculomotor micropsia/macropsia nennt. Dabei geht es um die Effekte, die auftreten, wenn das Auge falsch fokusiert. Wenn wir den Mond im Zenit betrachten, dann erwarten unsere Augen, auf ein Objekt fokusieren zu müssen, dass sich nur einige Meter entfernt bzw. in einer „normalen“ Distanz befindet. Das führt dazu, dass der Mond klein aussieht.

Abschließend geklärt ist die Sache jedenfalls noch nicht. Eines ist aber sicher: fotografiert man den Mond, dann bleibt sein scheinbarer Durchmesser immer gleich groß. Die Größenänderung erfolgt nur in unserem Kopf.

Warum uns der Mond am Horizont größer erscheint, wissen wir also immer noch nicht. Das ist aber kein Grund, diesen Effekt nicht zu genießen! Es kaum etwas schöneres, als den Mond in einer klaren, warmen Sommernacht aufgehen zu sehen. Schaut es euch an, wenn ihr Zeit habt (Mondaufgangszeiten kann man hier nachlesen)!

46 Gedanken zu „Großer Mond, kleiner Mond: Die Mondtäuschung“
  1. Ich dachte, der Effekt sei klar auf die Reizverarbeitung im Gehirn zurück zu führen. Angeblich ist die optisch vorgetäuschte Größe des Mondes hinfällig, wenn man sich hinterrücks zum Mond stellt, und ihn durch die eigenen Beine betrachtet. Selbst habe ich das noch nie ausprobiert.

  2. Neulich konnte man das bei uns hier in Süddeutschland an nem Vollmond gut genießen.

    Da fällt mir auf, dass dieser Vergößerungseffekt scheinbar nur bei Vollmonden, oder beinahe vollen Monden auftritt, oder irre ich mich da?
    Könnte ein Hinweis auf die psychologischen Gegebenheiten sein.

  3. Wieder was dazu gelernt. Wer hätte gedacht, das die Sache so kompliziert ist.

    @Tobias
    Okay, jetzt habe ich das dringende Bedürfniss das mal auszuprobieren. Wenn ich mir dabei was verrenke, oder in der Klapse lande, weil mich jemand gesehen hat, bist du schuld.

  4. @Christian: „du bist nicht etwa auf die Idee zu dem Artikel gekommen, weil sich da zwei Kommentatoren kurz drüber unterhalten hatten, oder? ;)“

    Hmm? Eigentlich kam mir die Idee, als ich heute das APOD-Geburtstagsbild gesehen habe. Wo hat sich denn wer unterhalten?

  5. meine persönliche erklärung:

    horizontale entfernungen können wir gut abschätzen, weil sie »üblich« und durch erfahrung lernbar sind. das gilt nicht für entfernungen in die höhe. wenn man mal eine statue (z.b. die viktoria der siegessäule in berlin) auf dem boden sieht, staunt man über ihre tatsächliche größe, weil man sie für viel kleiner hielt. auf freiem feld hätte man die größe aber auch ohne verleichshintergund richtig geschätzt. das gilt für viele gegenstände, die man nur aus der höhe kennt: turmuhren, antennen etc.

    den effekt gibts umgekehrt genauso: aus großer höhe erscheinen uns die dinge am boden besonders klein.

  6. @Florian: Nee, war nur so ein Gedanke. Ich hatte vor drei Tagen oder so in dem Einstein-Wust-Thread mal die Mondtäuschung erwähnt, hätte ja sein können, dass. Mehr nicht 🙂

    Ich muss die Mondtäuschung mir noch mal vernünftig ankucken, bisher ist mir sowas selber noch nicht aufgefallen. Ich bin aber gespannt.

  7. Dass wir das Firmament nicht als Halbkugel wahrnehmen, kann man übrigens auch daran erkennen, dass es schwer fällt, die Strecke vom Horizont zum Zenit korrekt zu halbieren. Bei einem Viertelkreis müssten wir dazu den Arm um 45° anheben. Die meisten Menschen wählen aber einen Winkel deutlich kleiner als 45°, was einem abgeflachten Himmel entspricht. Das beweist zwar noch nicht die Mondillusion als Folge des abgeflachten Firmaments, aber trotzdem ist das mein Favorit.

  8. Super Artikel :))
    Lustigerweise hab ich das grad erst gestern einem Arbeitskollegen erzählt (wollt auch mal was schreiben). Aber ich werd ihn einfach das hier lesen lassen, du kannst das ungschaut viel besser beschreiben 🙂

    Täusche ich mich, oder ist der Mond, wenn er im Zenith steht, dem Beobachter nicht sogar knapp einen Erdradius näher als wenn er noch am Horizont steht? Diese 6000km machen nicht viel aus, macht diese Illusion für mich aber noch umso mehr erstaunlicher 🙂

  9. Mein Lieblingseffekt beim Vollmond ist, dass er ungefähr die Bahn hat, wie die Sonne in einem halben Jahr. Da freut sich doch gleich viel mehr am hohen Sonnenstand, wenn man dann den Mond auf der niedrigen Winterroute sieht.

  10. Mist, ich dachte die Sache wäre inzwischen geklärt, und das sagt Florian zum Schluss, dass es das doch noch nicht endgültig sei. Und ich hatte mich schon gefreut auf die Lösung.

    Da werde ich mir eben noch ein paar Mondauf- und Untergänge ansehen müssen 🙂

  11. Äh – den größten Mond sah ich bisher immer in Norwegen. was für mich auch nur logisch erschien – fährt man nach Norwegen schließlich nach Norden, also aufwärts, was einem dann ja auch näher an unseren Trabanten heran führt. :-))

    Interessanter Artikel. Auch mich hat überrascht, dass dies Phänomen noch nicht gänzlich gklärt ist.

  12. Zitat von Tobias: „Angeblich ist die optisch vorgetäuschte Größe des Mondes hinfällig, wenn man sich hinterrücks zum Mond stellt, und ihn durch die eigenen Beine betrachtet.“

    Das ist richtig: durch diese „Körperhaltungsakrobatik“ beobachtet man den Mond oder die Sonne quasi auf-dem-Kopf-stehend, dadurch kann das Gehirn die Im Bild vorhandenen Entfernungsinformationen (der Horizontmond steht hinter den entfernten Bäumen, Häusern, Hügeln und Bergen) nicht mehr wie gewohnt verarbeiten, die Entfernung wird nicht mehr größer wahrgenommen als die Entfernung zum zenith-nahen Mond, daher verschwindet durch diesen „Körpertrick“ auch die vergrösserte Wahrnehmung des Mondes. Das ist für mich auch ein Hinweis für die Wirkung des „abgeflachten Firmaments“ bei der „Mondtäuschung“. Dafür spricht ebenso, dass auch die einzelnen Sterne eines Sternbildes (z.B. Sternbild “Schwan”) als weiter auseinander stehend wahrgenommen werden (das ganze Sternbild erscheint größer zu sein), wenn das Sternbild in Horizontnähe steht, als wenn es im Zenit steht: Und ein Sternbild wird kontinuierlich kleiner, wenn es sich beispielsweise im Verlauf einer Nacht vom Ost-Horizont her kommend dem Zenit annähert.

    Trotzdem ist aber die Mondtäuschung auch nach über 100 Jahren Forschung in der Wahrnehmungspsychologie tatsächlich noch nicht eindeutig geklärt. Viele Fachleute glauben inzwischen, daß die Mondtäuschung nie ganz erklärbar sein wird.

    Ausführlich habe ich das hier beschrieben:

    https://www.psy-mayer.de/links/Mond/mond.htm

    Mit schönen Grüßen, Stephan

  13. Erst einmal vielen Dank an Florian Freitstetter, dass er hier im scienceblog astronomische Kenntnisse allgemeinverständlich darstellt, vor allem wunderbar auch die fundierte Kritik am „2012 und Planet X“-Unsinn.

    Neben der hier beschriebenen „Mondtäuschung“ gibt es noch eine andere optische Täuschung im Zusammenhang mit dem Mond und der Sonne, die sogenannte „scheinbar falsche Mondneigung“ oder „The moon tilt illusion“. Ein optisches Phänomen, das nicht so auffallend ist wie die unterschiedliche Größenwahrnehmung des Mondes und das die wissenschaftlich tätigen Astronomen eigentlich meist nicht interessiert, aber doch in Amateur-Astronomie-Foren öfter nachgefragt wird: Warum zeigt die Neigung der Mondsichel oft nicht genau zur Sonne ?

    Ich habe dazu eine Erklärung geschrieben und würde gerne Eure Meinung dazu hören, insbesondere mich auch über einen Kommentar vom Astronomie-Fachmann Florian F. freuen:

    https://www.psy-mayer.de/links/Mondneigung.pdf

    Mit schönen Grüßen, Stephan

  14. Sehr interessantes Phänomen! Als mir gestern ein Kollege davon erzählte war ich erst skeptisch. Ich konnte mich dann gestern abend aber gar nicht mehr an dem Thema satt lesen.

    1. @Frager: „Und dies Foto?“

      Ist ein Effekt der entsteht, wenn man mit diversen Brennweiten und Objektiven herumspielt. Die Fotografie-Fans können dir das sicher genauer erklären.

  15. Ich habe mir mal den Spaß gemacht seit Anfang 2014 den Vollmond jeden Monat immer mit den gleichen Einstellungen zu fotograffieren. Ergebnis: Der Mond hatte immer eine andere Größe! Ich habe teilweile sogar von einem Tag auf den anderen eine Veränderung der Größe um 240% feststellen können. Messung der Größe: Übertragen des digitalen Fotos auf den PC und zählen der Pixel in der Höhe, in der horizontalen Mitte. Was hauptsächlich festzustellen war: Kalte Temperaturen sorgen für einen kleinen und warme Temperaturen für einen großen Mond. Damit ist für mich eindeutig bewiesen, dass die Atmosphäre der Erde – wie eine flexible Linse – eben doch in der Lage ist das vom Mond kommende Licht so abzulenken, dass der Mond kleiner oder größer erscheinen kann. Vom Aufgang des Mondes (Horizont), bis er hoch am Himmel stand, war hingegen keine Veränderung der Größe zu beobachten, nur von einem Tag auf den anderen und besonders von einem Monat auf einen anderen. Die Ursache für diese Größenveränderungen sind wohl unterschiedliche Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, in den einzelnen Luftschichten.
    Meine Meinung und Fazit: Warum einige Wissenschaftler und Wahrnehmungspsychologen noch immer an eine Existenz der Mondtäuschung glauben und bereits im nächsten Satz darauf hinweisen, dass dieses Phänomen noch nicht genau wissenschaftlich untersucht wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar. Würde es nämlich eine solche Untersuchung geben, dann würde die Wissenschaft feststellen können, dass die Mondtäuschung nur ein wissenschaftlicher Irrtum gewesen ist. Es gibt sogar Leute, die in diesem Zusammenhang vehement leugnen, dass Luft in der Lage ist Licht umzulenken. Von einer „Fata Morgana“ haben diese Leute scheinbar noch nie etwas gehört. 😉

    1. @Martin Oppermann: „Würde es nämlich eine solche Untersuchung geben, dann würde die Wissenschaft feststellen können, dass die Mondtäuschung nur ein wissenschaftlicher Irrtum gewesen ist.“

      Du meinst also, dass in Jahrhunderten der wissenschaftlichen Mondbeobachtung alle Wissenschaftler etwas übersehen haben, was nur du bemerkt hast?

  16. @Martin Oppermann

    Ich habe teilweile sogar von einem Tag auf den anderen eine Veränderung der Größe um 240% feststellen können.

    Das müsstest Du mal näher erläutern. Also, worauf sich die 100% beziehen (sicher nicht auf den Durchmesser des Mondes).

    Damit ist für mich eindeutig bewiesen, dass die Atmosphäre der Erde – wie eine flexible Linse – eben doch in der Lage ist das vom Mond kommende Licht so abzulenken, dass der Mond kleiner oder größer erscheinen kann.

    Zum Einen ist das eine Selbstverständlichkeit: deswegen erscheinen Sonne und Mond beim Aufgang ja auch abgeflacht.

    Zum Anderen: Dir ist schon klar, dass die Entfernung des Mondes zur Erde zwischen 360000 km und 406000 km schwankt, und deswegen auch seine scheinbare Größe um ca 15%? Der Vollmond fällt dabei nicht mit einer bestimmten Mondentfernung zusammen, sondern wandert mit dem Umlauf von Erde und Mond um die Sonne einmal um die elliptische Mondbahn herum, so dass er mal näher und mal weiter weg von der Erde ist. Wenn der Vollmond einmal im Jahr ungefähr auf den erdnächsten Punkt fällt, wird oft von einem „Supermond“ gesprochen. Umgekehrt sind auch Neumonde mal größer oder kleiner, so dass es totale Sonnenfinsternisse gibt, die die Sonne komplett bedecken, und ringförmige, wo der Mond kleiner als die Sonne bleibt und diese als Ring um den Mond herum noch zu sehen bleibt (meist mit etwa einem halben Jahr Abstand)

    Dies alles liegt nicht in der Atmosphäre begründet. Die erklärt nur, warum der auf- oder untergehende Mond abgeflacht erscheint. Wenn irgendetwas an der Mondillusion wissenschaftlich ungeklärt ist, dann nur, warum der Mensch den aufgehenden Mond vergrößert wahrnimmt, obwohl er es messbar nicht ist (er ist in Wahrheit flacher und damit kleiner).

    Was Du vermutlich gemessen hast, ist die variierende Entfernung des Mondes von der Erde. Aber die 240% müsstest Du nochmal erläutern.

  17. @Martin Oppermann

    Ich habe teilweile sogar von einem Tag auf den anderen eine Veränderung der Größe um 240% feststellen können.

    Stell‘ doch bitte mal die Originalbilder online. Anhand der EXIF-Daten müsste ja eigentlich zu sehen sein, ob die Einstellungen an der Kamera wirklich genau die gleichen waren.

    240 Prozent? Ziemlich sicher nicht.

  18. Ich werde mich mal am Wochenende darum kümmern ein paar nette Beispiele rauszusuchen.

    Zu 240%:
    Der Durchmesser des Mondes war 2,4 Mal größer.

    Hier ein anderes notiertes Beispiel mit nur 53,8%:
    -Vollmond vom 16. April 2014: Höhe 13 Bildschirmpunkte (-4,3°C)
    -Vollmond vom 13. Mai 2014: Höhe 20 Bildschirmpunkte (14,8°C)

    Am 1. Oktober 2013 sendete das ZDF eine Sendung mit dem Titel „Abenteuer Forschung: Hirngespinste – Wenn uns die Sinne trügen“. Zitat des Sprechers: „Egal wo der Mond am Himmel steht, wenn wir nachmessen ist er immer gleichgroß.“ FALSCH, ist er nicht!

    Ende der 90er-Jahre habe ich sogar mal einen Vollmond gesehen, der im Durchmesser vier bis sechs Mal größer war als normal. In dieser Nacht haben dutzende Menschen die Notrufnummern gewählt, weil sie Angst hatten, der Mond würde auf die Erde stürzen.

    Zu meinen Dateien:
    Die technischen Daten sind bis auf die Belichtungszeit immer gleich.
    Abmessungen: 1600 x 1200
    Breite: 1600 Pixel
    Höhe: 1200 Pixel
    Horizentale Auflösung 300 dpi
    Vertikale Auflösung 300 dpi
    Bittiefe 24
    Auflösungseinheit 2
    Farbdarstellung sRGB
    Kamera —-
    Kamerahersteller Nokia
    Kameramodell 5230
    Blendenzahl F/2.8
    Belichtungszeit 1/17 Sek.
    ISO-Filmempfindlichkeit ISO-960
    Brennweite 4 mm

    1. @Martin: „“Egal wo der Mond am Himmel steht, wenn wir nachmessen ist er immer gleichgroß.” FALSCH, ist er nicht!“

      Es geht um folgendes: Nimm ein Lineal. Frag einen Menschen wie viele cm der Mond auf diesem Lineal bedecken würde, wenn man es ausgestreckt vor den Himmel hält. Die meisten sagen dann irgendwas im Bereich von ~cm. In Wahrheit sind es aber ein paar mm, was man auch leicht demonstrieren kann, wenn man nachmisst. DAS ist die Mondttäuschung: Wir denken, der Mond ist größer, als er tatsächlich erscheint. Es geht NICHT darum, dass der Mond an verschiedenen Tagen des Jahres auch tatsächlich (leicht) unterschiedlich groß am Himmel zu sehen ist. Das ist simple Astronomie, die schon seit Jahrhunderten bekannt ist.

  19. @Martin Oppermann

    Völlig ausgeschlossen. Das wäre jedem sofort mit bloßem Auge aufgefallen. Der Mond wird ständig von Hobby-Astronomen beobachtet, die so etwas mit Sicherheit sofort bemerken würden. Ich hab‘ selbst den Mond oft genug im Teleskop beobachtet und weiß, bei welcher Vergrößerung er das Blickfeld füllt, und er war immer nahezu gleich groß.

    Im günstigsten Fall ist der Zoom Deiner Kamera kaputt.

  20. @Martin Oppermann

    Kamerahersteller Nokia
    Kameramodell 5230

    Du hast deine Bilder mit einem Handy gemacht? Mit einem Handy zudem, welches eine äußerst bescheidene Kamera an Bord hat? Zitat aus einem Testbericht der CHIP:

    „Im Bereich Kamera dürfen Sie bei 2 Megapixel Auflösung nicht viel erwarten, zumal Autofokus und LED-Licht fehlen. Bei guten Lichtverhältnissen knipst das Handy draußen noch ansehnliche Bilder. Für Innenaufnahmen taugt das Handy dann aber kaum noch.“

    Kein Zoom vorhanden.

    Äh, doch. Lt. Bedienungsanleitung, die ich mir gerade heruntergeladen habe, hat dieses Handy eine Zoomfunktion.

    Vielleicht solltest du dich erstmal mit den technischen Gegebenheiten deiner Bildaufnahmegeräte vertraut machen, bevor du dich mit grotesken Behauptungen wie der der unterschiedlichen Mondgrößen öffentlich in die Nesseln setzt.

  21. Und noch etwas fällt mir gerade auf.

    -Vollmond vom 16. April 2014: Höhe 13 Bildschirmpunkte (-4,3°C)
    -Vollmond vom 13. Mai 2014: Höhe 20 Bildschirmpunkte (14,8°C)

    Bei hellen Objekten in sehr geringer Auflösung (13 bzw. 20 Pixeln) braucht die Kamera nur ein bißchen auf- oder abzublenden, dass du große Pumpeffekte erhältst und die Objekte jedes Mal deutlich unterschiedlich groß erscheinen.

    Deine Messungen sind einfach Müll, sorry.

  22. Mir ist auch was aufgefallen: Wenn es draußen kalt ist, nehmen die Menschen im Umfang zu, werden also dicker! Wissenschaftler sagen, das liege an den Wollpullovern und Daunenjacken, aber ich habe keine Studie dazu finden können! Wurden wir alle belogen und betrogen?

  23. @Martin Oppermann

    Bei hellen Objekten in sehr geringer Auflösung (13 bzw. 20 Pixeln) braucht die Kamera nur ein bißchen auf- oder abzublenden, dass du große Pumpeffekte erhältst und die Objekte jedes Mal deutlich unterschiedlich groß erscheinen.

    Achja, nicht nur die Blende, sondern auch die Belichtungszeiten tragen zu diesem Pumpeffekt bei. Ich habe dazu mal einen schnellen Versuch gemacht. Meine Kamera auf ein Stativ gesetzt, in einem komplett verdunkelten Raum eine Taschenlampe an die gegenüberliegende Wandseite gelegt und dann Bilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten geschossen. Bei 1/125s war der Lichtpunkt 33 Pixel groß, bei 1/25s 37 Pixel und bei 1/8s 45 Pixel. Ist jetzt die Taschenlampe innerhalb von 5 Minuten um 36,4% größer geworden (um den Mumpitz mit den Nachkommastellen bei deinen Prozentangaben mal etwas auf die Schippe zu nehmen)?

    Und ich habe ein wesentlich größeres Objekt gehabt (33 Pixel statt 13) und mit Stativ, mit definierten Belichtungszeiten und mit gleichbleibender Blende fotografiert statt wie du aus der Hand mit einer schlechten Handykamera, die automatisch an ihren Einstellungen herumfuhrwerkt, um ihre besch…eidene Bildqualität noch halbwegs zu retten.

    Wie schon gesagt: Stell deine Bilder gern online, aber ohne sie gesehen zu haben kann ich dir jetzt schon sagen, dass du sie (und damit deine Messungen) im Grunde in die Tonne kloppen kannst.

  24. Jo, knappe 30 Bogenminuten Winkelausdehnung sind eben nicht viel. Und mehr werden es zu unseren Lebzeiten nicht. Das hat natürlich auch sein gutes: wenn ich ihn fotografieren will, brauche ich nur ein Teleskop und nicht mehrere, je nach Uhrzeit.

    Übrigens, bei dem Handyfoto habt Ihr noch eins vergessen: Bewegungsunschärfe. Eine Belichtungszeit von 1/17 sek. mit dem Handy am ausgestreckten Arm, das gibt jede Menge bewegungsverschmierte Pixel.

  25. 1/17 Sekunde Belichtung bei Blende 2.8 und ISO 960 ist viel zu lang. Der Mond ist ein Objekt im direkten Sonnenlicht, der Vollmond erfährt sogar einen Oppositionseffekt der ihn noch heller macht. Da wäre nach der Sunny f/16 Regel eine Belichtungszeit von 1/1000 bei Blende 16 korrekt, oder bei Blende 2.8, die 5 volle Blendenschritte (4, 5.6, 8, 11, 16) größer ist und damit 2^5 = 32 mal mehr Licht reinlässt, 1/32000 s. Das heißt, dass bei 1/17 s der Mond nur ein weißer Klecks sein kann, auf dem keine Maria (lateinischer Plural von Mare=Meer, das sind die die dunklen Flecken, die das Gesicht vom „Mann im Mond“ bilden) zu erkennen sind. Der Mond ist dann völlig ausgefressen und überbelichtet.

    Die Belichtungsautomatik von Handies versagt bei direktem Gegenlicht, da sie versucht, über die Bildfläche eine gewisse mittlere Helligkeit auszuregeln, und das Ergebnis ist dann nicht konsistent, wenn man es mehrmals macht, es kann davon abhängen, wo der Mond sich im Bild genau befindet. Man müsste den Mond dann schon fast formatfüllend zoomen (oder durch ein Teleskop aufnehmen), damit halbwegs etwas brauchbares herauskommt.

    Ein Bild vom Mond, auf dem man etwas messen will, muss mit einer ordentlich eingestellten Spiegelreflexkamera durch ein starkes Zoomobjektiv (300 mm aufwärts) auf Stativ aufgenommen werden, sonst wird das nichts. Man muss Details auf dem Mond erkennen können.

  26. @ Spritkopf
    >>>> Du hast deine Bilder mit einem Handy gemacht? Mit einem Handy zudem, welches eine äußerst bescheidene Kamera an Bord hat? Zitat aus einem Testbericht der CHIP:
    >>>> “Im Bereich Kamera dürfen Sie bei 2 Megapixel Auflösung nicht viel erwarten, zumal Autofokus und LED-Licht fehlen. Bei guten Lichtverhältnissen knipst das Handy draußen noch ansehnliche Bilder. Für Innenaufnahmen taugt das Handy dann aber kaum noch.”
    Das ist schlichtweg falsch. Mein Handy macht auch noch bei schlechten Lichtverhältnissen gestochen scharfe und gute Bilder.

    >>>> Bei hellen Objekten in sehr geringer Auflösung (13 bzw. 20 Pixeln) braucht die Kamera nur ein bißchen auf- oder abzublenden, dass du große Pumpeffekte erhältst und die Objekte jedes Mal deutlich unterschiedlich groß erscheinen. Deine Messungen sind einfach Müll, sorry.

    Ein Überstrahlen kann man aber bei der Messung ausgleichen, weil der Rand trotzdem zu erkennen ist. Außerdem erklärt das nicht diese großen Größenunterschiede. Wenn der weise Fleck plötzlich mehr als doppelt so groß ist, aber trotzdem die gleiche Helligkeit hat, dann ist das kein Pumpeffekt.

    Ich werde am Wochenende mal zwei Fotos als Download hinterlegen. Für die Zukunft habe ich sogar geplant alle Fotos aufzuarbeiten und auf meiner Internetseite zu hinterlegen.

    Was haltet Ihr hiervon?:
    Ich habe eine 4K-Filmkamera (3840 x 2160 Pixel) mit Stativ, mit der man auch Fotos machen kann. Wenn ich einen Kreis aus Papier ausschneide und ihn in einem Abstand von 2 bis 3 Metern auf einem Stab vor die Kamera stelle und alles so ausrichte, dass Kreis und Vollmond auf dem Foto nebeneinander zu sehen sind, dann müsste der prozentuale Größenunterschied zwischen Kreis und Mond jeden Monat anders sein, egal wie weit ich ranzoome. Wenn ich recht habe, zumindest. Andernfalls wäre der prozentuale Größenunterschied immer gleich. Leider weis ich noch nicht, ob meine Kamera mit diesen Lichtverhältnissen klarkommt, denn der Chip ist sehr Lichtempfindlich. Selbst bei Filmausnahmen im halbdunkeln, wie in einem Theater, sind alle Farben einwandfrei und das Bild gestochen scharf. Die Kamera hat 2000 Euro gekostet.
    Ich dürft dieses Experiment gerne selbst machen. 😉

  27. @ Florian Freistetter
    Ich hatte das nur überflogen. Im ZDF wurde die Mondtäuschung so erklärt, wie ich sie verstanden hatte.

    @ alle
    Noch etwas zu diesem Gigant-Mond, den man hier bei uns in den 90er-Jahren einmal sehen konnte:
    -Dieser Mond war nur in einer Nacht zu sehen.
    -Niemals zuvor und auch nie wieder danach, hat man hier einen so großen Mond sehen können.
    -Der Mond war nicht weis, sondern dunkelgelb bis rötlich.
    -An diesem Tag war es tagsüber extrem heiß, um die 39°C im Schatten.

    1. @Martin: „Im ZDF wurde die Mondtäuschung so erklärt,“

      Das ZDF kann sich auch mal irren (obwohl ich bezweifle, dass sie das so gesagt haben – du hast es vermutlich eher falsch verstanden).

      „Ich hatte das nur überflogen. „

      Schade. Dann frage ich mich aber, wieso du hier Fragen stellst, wenn du an den Antworten nicht interessiert bist. Daher nochmal: All das, was du hier präsentierst, hat nichts mit der Mondtäuschung zu tun.

      „Niemals zuvor und auch nie wieder danach, hat man hier einen so großen Mond sehen können.“

      Und das weißt du, weil du davor und danach alle Menschen befragt hast, die jemals zum Himmel geschaut haben?

      Ich kann nur wiederholen: Bist du ernsthaft der Meinung, ALLE Astronomen der letzten Jahrhunderte hätten ein Phänomen übersehen, das sich enorm leicht beobachten lassen würde und du wärst der einzige, der es bemerkt hat? Damit sagst du entweder, das alle Astronomen komplett blöd sind oder aber setzt die Existenz einer jahrhunderte überspannenden weltweiten Verschwörung voraus…

  28. @ Martin Oppermann:

    weißt Du, es gab da in Lourdes einmal einen Event, da waren plötzlich zigtausend anwesende Gläubige der Meinung, die Sonne sei unter dem gemeinsamen Ritus plötzlich viel größer geworden. Sie schworen felsenfest, das genau so gesehen zu haben.

    Der Haken bei der Geschichte war nur: mehreren hundert Millionen Menschen, die auf derselben Tagseite lebten, fiel nichts auf. Klar, da war ja auch nichts.

    Außerdem passen ein paar Details Deiner Schilderung auffallend gut zusammen:

    Ein sehr heißer Tag dürfte ein Sommertag gewesen sein. Zur Sommerzeit schleicht der Vollmond mit einem sehr niedrigen „Tagbogen“ – das nennt man so – über den Horizont. Und knapp überm Horizont – das hatten wir oben schon mal, nicht? Beste Voraussetzungen, einen Vollmond größer zu empfinden, als er tatsächlich war.

  29. @Martin Oppermann

    Ein Überstrahlen kann man aber bei der Messung ausgleichen, weil der Rand trotzdem zu erkennen ist.

    Woher willst du wissen, dass die Randpixel des hellen Objekts bei langen Belichtungszeiten nicht ebenfalls schon längst überstrahlt sind? Sind sie nämlich. Oder möchtest du im Ernst behaupten, die Taschenlampe sei bei meinem Versuch von heute morgen tatsächlich größer geworden? Bei den Durchmesserangaben habe ich den hellen Strahlenkranz rund um den Rand gar nicht mehr mitgezählt. Die 45 Pixel bei der 1/8s-Aufnahme sind genau der zusammenhängende Rand, den du ebenfalls auf deinen Bildern zu erkennen meinst.

    Außerdem erklärt das nicht diese großen Größenunterschiede. Wenn der weise Fleck plötzlich mehr als doppelt so groß ist, aber trotzdem die gleiche Helligkeit hat, dann ist das kein Pumpeffekt.

    Aber sicher erklärt es das. Dein Mond ist von 13 auf 20 Pixel gewachsen. Das sind rund 3,5 Pixel Größenzuwachs am Rand. Der Lichtaustritt an meiner Taschenlampe ist im Durchmesser von 33 auf 45 Pixel gewachsen. Das sind 6 Pixel Größenzuwachs am Rand. Sprich, wenn deine Kamera nur noch ein bißchen länger belichtet hätte, wäre der Mond doppelt so groß geworden. Bzw. du hättest das behauptet. Kokolores bleibt es trotzdem.

  30. @Martin Oppermann

    Ich habe eine 4K-Filmkamera (3840 x 2160 Pixel) mit Stativ, mit der man auch Fotos machen kann. Wenn ich einen Kreis aus Papier ausschneide und ihn in einem Abstand von 2 bis 3 Metern auf einem Stab vor die Kamera stelle und alles so ausrichte, dass Kreis und Vollmond auf dem Foto nebeneinander zu sehen sind, dann müsste der prozentuale Größenunterschied zwischen Kreis und Mond jeden Monat anders sein, egal wie weit ich ranzoome.

    Das wichtigste ist, den Mond nicht überzubelichten. Wenn die Kamera eine manuelle Belichtungssteuerung hat und Du sie so einstellen kannst, dass der Mond Details zeigt und kein weißer Klecks ist, ok.

    Andernfalls folgender Vorschlag: Fotografiere den Mond am hellen Tag. 2 bis 3 Tage vor Vollmond geht er abends im Osten auf, wenn die Sonne noch am Himmel steht. Eine Woche vor Vollmond steht der Halbmond kurz vor Sonnenuntergang hoch im Süden. Wenn er hoch genug über den Dunst gestiegen ist, kann man ihn am blauen Taghimmel gut aufnehmen, und die Kamera hat mit dem Himmelsblau eine Orientierung für eine korrekte Belichtung. Und dann miss den Mond auf dem Foto von Pol zu Pol. Da wirst Du keine Verdopplung der Größe mehr feststellen.

    Eine andere Möglichkeit ohne Kamera ist die folgende: Wenn der Mond tief genug steht, suche Dir eine Straßenlaterne, mit deren Pfahl Du den Mond genau abdecken kannst, wenn Du Dich im richtigen Abstand vom Pfahl hinstellst. Miss die Zahl der Schritte von diesem Punkt bis zum Laternenpfahl. Wenn der Mond sich in der Größe verdoppeln würde, würde der nötige Abstand von der Laterne, um den Mond zu verdecken, halbiert. Leicht festzustellen, selbst mir grobem Schrittmaß. Du wirst derartiges jedoch nicht beobachten.

  31. Ouhauerha.

    Kamerahersteller Nokia
    Kameramodell 5230
    Blendenzahl F/2.8
    Belichtungszeit 1/17 Sek.
    ISO-Filmempfindlichkeit ISO-960
    Brennweite 4 mm

    Da hat ein Experte den Mond mit 4 mm fotografiert? (Ja, ich weiß selber, daß das kein KB–Äquivalent ist. Aber ein 100er Cropfaktor ist mir noch nicht untergekommen.)
    Und für die oben erwähnten 240% hätt ich dann auch gern mal die Rohdaten.

  32. @ Bullet:

    Kommt eben nicht mehr heraus, wenn man nur eine stecknadeldünne Öffnung bei Blende 2,8 hat. Rechnen wir mal: 4mm/2,8, das ergibt eine Öffnung von 1,43 mm Durchmesser. Referenzklasse, sozusagen. Brauch ich mit dem Achtzöller gar nicht konkurrieren.

  33. Hehe, ja, das dachte ich mir auch. Speziell wenn ich das sowas lese:

    Mein Handy macht auch noch bei schlechten Lichtverhältnissen gestochen scharfe und gute Bilder.

    Wenn „schlechte Lichtverhältnisse“ = „ein kleines Wölkchen vor der Sonne“, dann geh ich da noch mit. Das wars dann aber auch…

  34. Ich wage eine Prognose:
    – Martin wird fotografieren und messen (gestern, heute), wie vorgeschlagen.
    – Martin wird spätestens morgen feststellen, dass die anderen Recht hatten.
    – Martin hat einen ganz kurzen Moment der Einsicht („Hm, Sch…“).
    – Martin erinnert sich daran, dass er doch so sicher war, dass er recht hat.
    – Martin kann sich schon gar nicht mehr an den kurzen Moment der Einsicht erinnern.
    – Martin ward in diesem Blog nie mehr wieder gesehen (Fehler eingestehen ist unsexy).
    – Martin geht mit seiner These woanders hausieren.

  35. Tja, es gibt halt nix was ungeeigneter wäre zum Dokumentieren von Irgendwas als ein Handyfoto …

    Da ist ja nicht nur eine in der Regel sehr bescheidene Optik vor dem Chip sondern auch noch eine App dazwischen, die oft und gerne macht was sie will.
    Auto-Digizoom eingeschaltet? Zoomeinstellung vom letzten Foto noch eingestellt (oh! Deswegen ist der Mond plötzlich 240 Prozent grösser …)? Automatische Bildkorrektur nach irgendwas, was sich die App so denkt?

    Nee, mein lieber

    @Martin Oppermann:

    So funktioniert das nicht.

    Brauchbar wäre in Etwa so etwas:

    Eine vernünftige Digicam (kein Luxusteil. Eine einfache Systemkamera reicht) mit einem Objektiv mit Festbrennweite. Digizoom aus. Immer die gleiche Blende! (Die Fotos müssen ja nicht schön sein, sondern nur brauchbar um den Monddurchmesser zu bestimmen).

    Dann Fotos am besten mit Stativ zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten vom Mond. Dokumentation der Zeiten und Ergänzung der Daten aus passenden Ephemeriden.

    So ungefähr würde das nach minimalen Ansprüchen an ein wissenschaftliches Experiment aussehen.

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